Vom Plansee nach Griesen

Konditionell anspruchsvolle Tour, am Ende schwerere Steigung. 16 km Fahrstraße zwischen Schloss Linderhof und Plansee, besser nicht am Wochenende fahren! (Autor: Lisa Bahnmüller)
44 km
700 m
3.00 h
Direkt am Parkplatz entlang verläuft der Ettal-Linderhof-Radweg, in den wir hier einsteigen und weiter taleinwärts Richtung Linderhof radeln. Flott geht es durch den Wald, und nach 3,3 km erreichen wir die Bundesstraße, in die wir links einbiegen. (Die Besichtigung des König-Ludwig-Schlosses Linderhof heben wir uns für das Ende der Tour auf.) Wir bleiben der Straße nun 16 km treu; der »Highway« ist der einzige Wermutstropfen dieser Tour, der uns aber durch die herrliche Landschaft rundherum versüßt wird. Vorbei an Quellen, umrahmt von Bergen, geht es mitten durch den Ammerwald.

Am Anstieg über eine Serpentine passieren wir die Grenze nach Österreich. Verwundert staunen wir ein Stück später über das direkt an die Straße gebaute neue Hotel Ammerwald, das zur BMW-Gruppe gehört. An seinem Baustil erhitzen sich die Gemüter, in seiner Fassades piegeln sich aber zumindest die Ammergauer Berge. Kurz danach stehen wir am Ufer des Plansees, wo wir uns eine Ruhepause verdient haben – die finden wir ganz sicher auf einer der Liegewiesen. Im Wasser spiegeln sich die umliegenden Berge. Ein schönes Fleckchen Erde.

Downhill an der österreichischen Grenze

Am Ufer wenden wir uns nach links, radeln am Campingplatz vorbei und verlassen bald das Seeufer in Richtung Naidernachmoos. Sehr bequem und ohne jede Anstrengung rollen wir auf dem Hauptweg dahin. Nach einem Aussichtspunkt erreichen wir über eine kurze Downhill-Fahrt das Bachbett der Naidernach. Ähnlich wie die Linder liegt sie in einem fast ausgetrockneten Kiesbett. Flussabwärts begleitet uns dann immer wieder der plätschernde Wasserlauf.

Am Grenzort Griesen hat uns die Zivilisation wieder. Wir radeln links auf die große Fahrstraße und biegen vor dem Kiosk rechts auf einen Radweg, der parallel zu den Bahngleisen verläuft. Nach ca. 2 km verlassen wir am Bahnübergang den Radweg, queren die Fahrstraße und radeln schließlich auf der gegenüberliegenden Seite ca. 100m zurück. An einem Wanderparkplatz (Schild »Linderhof/Rotmoosalm«) beginnt der nicht zu vermeidende Anstieg – und der hat es in sich. Fast 3 km steigt die Straße teils sehr steil an, dazwischen gibt es leider wenig Erholungsphasen. Am Wegdreieck auf dem Sattel haben wir es geschafft. Rechts ginge es zur Rotmoosalm, die aber nicht auf Gäste eingestellt ist.

So bleiben wir geradeaus und rollen sanft auf breiter Forststraße hinunter ins Graswangtal. Stets bergab auf dem Hauptweg bleibend, erreichen wir in der Nähe des Ellmaubachs wieder den Talboden. Nun noch wenige Meter nach links und zurück zum Parkplatz.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour44 km
Höhenunterschied700 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkplatz zwischen Graswang und Linderhof
Endpunkt Parkplatz zwischen Graswang und Linderhof
TourencharakterBeliebte Kreuzspitzumrundung
KartentippKompass 1:50 000, Blatt 5Wetterstein
VerkehrsanbindungAuto: Von München auf der A 95 und weiter Richtung Garmisch; in Oberau rechts nach Ettal. Nach dem Ort links ins Graswangtal. 2,5 km nach dem Ort Graswang links auf geschottertem, in Straßennähe gelegenen Kreuzspitz-Wanderparkplatz
GastronomieAm besten selbst eine leckere Brotzeit/Picknick organisieren – der schönste Platz dafür sind die grünen Liegewiesen des von Bergen umrahmten Plansees mit toller Aussicht; hier auch Ausflugskiosk (Kuchen und Kaffee); Gaststätten im Grenzort Griesern
Informationen
Schloss Linderhof galt lange Zeit bei vielen Kunsthistorikern als reiner Kitschbau. Die Millionen Besucher haben sich davon aber nie beeindrucken lassen, ihnen gefällt der überschwängliche Rokokostil. Schließlich erkannte man, dass das Beharren des königlichen Auftraggebers auf höchster Perfektion sowohl dem damaligen Kunsthandwerk neue Impulse gab als auch die Technik ein gutes Stück vorantrieb. Für die elektrische Beleuchtung der Venusgrotte baute Werner von Siemens einen der ersten Stromgeneratoren der Welt. Größte Besucherattraktion ist das berühmte »Tischlein-deck-dich« im Speisezimmer. Der Tisch wurde in der darunter liegenden Küche gedeckt und über einen mechanischen Aufzug nach oben gefahren.
Tourismusbüro
Touristinfo Ammergauer Alpen, Tel. 08822/922740, www.ammergauer-alpen.de
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