Durch den Naturpark Fanes-Sennes-Prags

Die Strecke ist technisch anspruchsvoll und abwechslungsreich. Grober Schotter bergauf wie bergab erfordert eine sehr gute Fahrtechnik und ausreichend Kondition. Kurze Schiebepassage zur Senneshütte und steile Serpentinenabfahrt Richtung Pederü. (Autor: Uli Preunkert, Carolin Kreutzer, Marianne Pietschmann)
Die ersten zwölf Kilometer der Tour geht es nur leicht bergauf, bis wir nach Pederü gelangen. Auf diesem Streckenabschnitt haben wir die Wahl, ob wir unsere Kräfte schonen und auf dem Asphalt fahren wollen oder lieber den kleinen Singletrail nehmen, der gleich neben der Straße entlangführt.
In Pederü nehmen wir die Schotterstraße zur Fanesalm. Hier tauchen wir hinein in das sagenumwobene Fanesreich mit seinen klaren, blaugrünen Bergseen, eingebettet in einer unbeschreiblichen Bergkulisse mit mehreren Dreitausendern. Die Dreitausender der Fanesgruppe umfassen die Zehnerspitze, die Lavarella und den Cunturines. Diese imposanten Berge liegen allesamt am aufgebäumten Westrand des Zentralplateaus. Bei der Perderü umschlingen die riesigen Kalkwände der Berge das letzte Grün des Gadertales.
Schon bald erreichen wir die Fanes-Hütte (2042 m). Die Hütte liegt auf der alten Militärstraße, die Pederü und Cortina d’Ampezzo miteinander verbindet. Von der Hütte führt uns die Route weiter bis zum herrlich grün schimmernden Limosee auf 2159 Metern. Durch das Fanestal folgen wir immer demselben relativ breiten Weg und freuen uns auf die erste Abfahrt: Zehn Kilometer und 800 Höhenmeter ziehen viel zu schnell an uns vorbei. Der Weg verlangt uns einiges ab: Grober Schotter, Steine sowie einige steile und rutschige Abschnitte erfordern eine gute Fahrtechnik. Ein Stein an der falschen Stelle kann hier schnell zu einem unsanften Abstieg führen. Unterwegs laden viele schöne Plätze am Wegesrand zum Verweilen ein, ein Stopp am schwindelerregenden Ponte Alto (1380 m) ist ein Muss für jeden Biker!
Wir erreichen die Groß-Fanesalm, bei der Almhütte biegen wir links ab. Weiter geht es abwärts in Richtung Cortina d’Ampezzo bis Fiames. Auf dieser Strecke kann man die wunderschönen Fanes-Wasserfälle bewundern. Dies ist einer der Höhepunkte der Tour, denn das laute Getöse des Wassers bringt die Schönheit und die Macht der Natur rundherum noch mehr zur Geltung.
In Fiames geht es auf Asphalt sechs Kilometer steil aufwärts bis zur Ra Stua Alm. Das 1668m hoch gelegene Rifugio Ra Stua lädt zu einer weiteren kurzen Pause ein, bevor wir den letzten und wohl härtesten Abschnitt in Angriff nehmen. Rund 460 Höhenmeter trennen uns noch von der Sennesalm. Doch steiles Gelände sowie Steine und Geröll machen den Weg beinahe unbefahrbar und zwingen selbst den härtesten Biker aus dem Sattel. Rechts zweigt ein Weg zur Seekofelhütte ab, wir bleiben aber auf dem Weg Richtung Senneshütte (2126 m). Von der Senneshütte fahren wir bergab in das grüne Becken der Almen von Fodara Vedla und weiter steil abwärts bis Pederü. Über Beton und Schotter geht es mit einer Neigung von furchterregenden 21 Prozent und zahlreichen Serpentinen auf einer Militärstraße aus dem Ersten Weltkrieg zurück Richtung Pederü. Die Abfahrt ist kein Spaß für schwache Nerven. Von Pederü aus gelangen wir wieder auf der gleichen Strecke zurück nach St.Vigil in Enneberg.

Roadbook.
1) Von der Tourist Info in St.Vigil die Straße zur Pederü - hütte nehmen (südlich Richtung Chiamaur) 2) Der Straße bis zum Rifugio Pederü folgen. Alternative: Ein kleiner Pfad (Fußweg) führt direkt neben der Straße bis zur Pederühütte. 3) An der Pederühütte rechts den Weg Richtung Fanesalm einschlagen 4) Bei Weggabelung links Richtung Fanes-Hütte halten 5) Wir erreichen die Fanes- Hütte auf 2060m 6) Von der Fanes-Hütte dem Weg Nr. 11 über das Limojoch folgen 7) Bei Weggabelung rechts Weg Nr. 11 zur Großen Fanesalm (2102 m) folgen 8) Bei der Großen Fanesalm den Weg Nr. 10 links einschlagen 9) Bei Weggabelung rechts fahren (weiter auf Weg Nr. 10) 10) Dem Weg Nr. 10 zu den Fanes-Wasserfällen folgen 11) Bei der Via Ferrata G. Barbara – L. Delai hat man die Möglichkeit, zu Fuß zu den Fanes- Wasserfällen zu gehen 12) Wir folgen dem Weg Nr. 10 und überqueren eine tiefe Schlucht auf einer Brücke 13) Weitere Brücke überqueren und anschließend auf asphaltierter Straße weiterfahren 14) Links in den Schotterweg Richtung »Malga Ra Stua« abbiegen 15) Auf den Parkplatz an der Staatsstraße fahren 16) Asphaltstraße kreuzen, links Richtung »Malga Ra Stua« fahren 17) Bei Malga Ra Stua geradeaus weiterfahren 18) An der Kreuzung vorbei Richtung »Fodara Vedla« fahren 19) Dem Weg Nr. 6 bis zur Senneshütte folgen 20) Bei Weggabelung geradeaus weiter zur Senneshütte fahren 21) Ab der Senneshütte dem Weg Nr. 7 bis zum Rifugio Fodara Vedla folgen 22) Bei Weggabelung links Richtung Fodara Vedla fahren 23) Ab dem Rifugio Fodara Vedla den Weg Nr. 9 zurück zur Pederühütte nehmen 24) Bei der Pederühütte zurück auf der Straße Richtung St.Vigil fahren.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour54 km
Höhenunterschied1780 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
StartortSt.Vigil
AusgangspunktSt.Vigil (1201 m)
EndpunktSt.Vigil (1201 m)
TourencharakterDie Tour führt durch eines der außergewöhnlichsten Naturschutzgebiete der Dolomiten. Wir fahren die alten Militärstraßen entlang, die bereits während des Ersten Weltkrieges gebaut wurden. Über diese Wege können wir die abwechslungsreichen und atemberaubenden Landschaften der Almen Fanes, Ra Stua, Sennes und Fodara an uns vorbeiziehen lassen. Nicht umsonst wird die Runde als schönste Strecke in der gesamten Region bezeichnet.
Hinweise
Erlebniswert – hoch. Kondition – hoch. Fahrtechnik – anspruchsvoll.
KartentippTabacco Naturparkkarte Fanes-Sennes-Prags: Wanderkarte, 1:25 000
VerkehrsanbindungAuf der A 22 Brennerautobahn über die Ausfahrt Brixen ins Pustertal Richtung Bruneck bis St. Lorenzen fahren. Hier die Abzweigung ins Gadertal nehmen und auf der Staatsstraße bis Zwischenwasser fahren. Dort Abzweigung nach links folgen. Durch das Ennebergertal erreichen wir St. Vigil.
GastronomieFanes-Hütte, Lavarella-Hütte, Ra Stua Hütte, Senneshütte und Fodara Hütte
Tipps
Um die Tour abzukürzen, kann man auch von der Pederühütte in den Naturpark starten. So spart man sich die insgesamt 20 Kilometer zwischen St.Vigil und der Pederühütte.
Verleih
BIKEVERLEIH. Bikeverleih »Papin Sport – Rent a bike« und Bike-Verleih »Miribung«.
Informationen
Siehe Tour 2.3 in Karte.
Höchster Punkt
2171 m
Unterkunft
Fanes-Hütte, Lavarella-Hütte, Ra Stua Hütte, Senneshütte und Fodara Hütte
Tourismusbüro
Tourismusbüro St. Vigil in Enneberg, Catarina-Lanz-Str. 14, 39030 St. Vigil in Enneberg, Tel. +39/(0)474/50 10 37, Fax +39/(0)474/50 15 66, info@sanvigilio.com. Öffnungszeiten: Werktags: 8.30–12 Uhr und 15–18 Uhr, Sonntag und feiertags: 10–12 Uhr (nur während der Saison). Geführte Radtouren über: Excelsior Mountain Style Spa Resort: Geführte Touren mit Bike-Zentrum. Kronplatz Bike: Individuelle Mountainbiketouren, Halbtages- oder Tagestouren, nach Wunsch mit Mountainbikekurse für die Kleinen. Tel. +39 348 6716022, www.kronplatzbike.it.

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