Die Königsschlösser

Einfache Tour auf dem asphaltierten Radweg bis zum Schloss Neuschwanstein. Dort folgt auf Forstwegen ein kürzerer steiler Anstieg, anschließend wechseln sich mehrere Flachpassagen und mittlere Anstiege ab. (Autor: Wolfgang Taschner, Udo Kewitsch)
3 km
420 m
2.00 h
Das Schloss Neuschwanstein zählt zu den am meisten besuchten Schlössern in Europa. Entsprechend groß ist auch der Andrang. Da das sehenswerte Schloss nur im Rahmen einer 35-minütigen Führung zu besichtigen ist, empfiehlt es sich, um Wartezeiten zu vermeiden, im Karten-Center beim Parkplatz bereits vor der Tour die Eintrittskarten für einen bestimmten späteren Termin zu erstehen und den Schloss-Rundgang nach der Tour vorzunehmen.
Doch zunächst starten wir in Füssen und rollen auf dem Radweg entlang der Sebastianstraße aus der Stadt. Nach Überqueren der Loisach bleiben wir auf dem asphaltierten Radweg neben der Autostraße und kommen nach einer kurzen Fahrt durch den Wald bei den Königsschlössern an. Wir machen hier zunächst einen kleinen Abstecher zum Alpsee, der als einer der saubersten Seen Deutschlands gilt und schön zwischen den Bergen eingebettet liegt. Auf dem Rückweg haben wir sowohl das Schloss Hohenschwangau als auch das Schloss Neuschwanstein schön im Blick. Zur Weiterfahrt nehmen wir beim Hotel die Rampe und folgen zunächst der ansteigenden Straße in Richtung Schloss Neuschwanstein. Schon nach wenigen hundert Metern nehmen wir dann rechts die so genannte Rodelbahn, einen schmalen Forstweg, der von Anfang an steil ansteigt. Völlig ausgepumpt kommen wir oben beim Busparkplatz an und folgen zu Fuß dem Touristenstrom hinüber zur Marienbrücke.
Die nach der Mutter von König Ludwig II. benannte Metallbrücke über die Pöllatschlucht ist die erste Konstruktion mit einer solchen Spannweite. Das Geländer ist noch original aus dem Jahr 1866 erhalten. Von der Brücke hat man die beste Sicht auf Schloss Neuschwanstein, dahinter ist das Alpenvorland mit dem Forggensee zu erkennen. Hinzu kommt der Schwindel erregende Blick in die Schlucht.Nachdem wir die Aussicht genossen haben, können wir uns wieder aufs Mountainbiken konzentrieren. Wir folgen der Forststraße in Richtung Bleckenau und rollen zunächst ein Stück weit bergab. Sobald wir den Pöllatbach überquert haben, beginnt der Anstieg. Da auch hier ein Shuttlebus von und zur Kenzenhütte fährt, ist an unübersichtlichen Stellen Vorsicht geboten. Unterwegs gibt es einige schöne Stellen, an denen wir am rauschenden Pöllatbach eine Pause einlegen können.
Das Ziel ist bald erreicht, in der so genannten Bleckenau steht die gleichnamige Bergwirtschaft, von deren Sonnenterrasse wir die Felswand des Säulings direkt vor Augen haben. Der Name »Bleckenau« stammt von den unzähligen Huflattichpflanzen, die im Volksmund »Blecke« heißen. Das schön gelegene Gebäude der Bergwirtschaft hat König Maximilian im Jahr 1850 als Geschenk für seine Gattin Maria errichten lassen. Es diente später König Ludwig II. als Jagdhütte.
Als Alternative für die Rückfahrt bietet sich der Wasserleitungsweg an, der etwas oberhalb unseres Hinwegs zurück zur Marienbrücke führt. Er war leider während der Recherche 2008 wegen Wegarbeiten gesperrt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour3 km
Höhenunterschied420 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof Füssen
EndpunktBahnhof Füssen
TourencharakterDiese Tour hat sowohl kulturell als auch landschaftlich ihre besonderen Reize. Vorbei an den Königsschlössern Hohenschwangau und Neuschwanstein biken wir in das schön gelegene Hochtal Bleckenau hinauf.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Wanderkarte Füssen/Außerfern, 1 - 50 000
VerkehrsanbindungVon Ulm A 7 bis Autobahnende, weiter nach Füssen auf der B 17 Richtung Schwangau. Von München A 96 bis zur Ausfahrt Landsberg/Lech, dann B 17 nach Füssen. Stündliche Bahnverbindung von Ulm nach Füssen.
GastronomieBergwirtschaft Bleckenau, verschiedene Einkehrmöglichkeiten bei den Königschlössern sowie zahlreiche Restaurants und Cafés in Füssen
Tags: