Sentiero SOSAT

Obwohl der »Sentiero SOSAT« in respektvollem Abstand zum Brenta-Hauptkamm verläuft, ist er mehr als nur Ausweichroute für den Fall, dass eine Wetterverschlechterung oder Neuschnee die Begehung der »Hohen Scharten« zu riskant erscheinen lässt. Denn gerade aus dieser Mitteldistanz präsentiert sich etwa der fantastische Felsrahmen des oberen Brentatals besonders eindrucksvoll. (Autor: Eugen E. Hüsler)
29 km
700 m
7.00 h
Zustieg.
Vom Passo del Grostè absteigend zum Rifugio Tuckett (2272 Meter), vom Rifugio Vallesinella gut zweistündiger Aufstieg zur Hütte.
Sentiero SOSAT.
Der »Sentiero SOSAT« zweigt fünf Minuten hinter der Tucketthütte vom Weg zur Bocca del Tuckett ab. Er quert den Moränenschutt im Vorfeld des stark geschrumpften Gletschers und steigt über Felsstufen an zu einer Hangterrasse. Das Weglein schlängelt sich zwischen Bergsturztrümmern hindurch, dabei noch etwas an Höhe gewinnend. Am Kulminationspunkt der Route öffnet sich unvermittelt ein Prachtblick auf den gewaltigen Felsbau des Crozzon di Brenta (3135 m) – ein herrlicher Rastplatz. Anschließend senkt sich der »SOSAT-Steig« gut gesichert in eine tiefe Schlucht hinab; über eine hohe, senkrechte Leiter entsteigt man dem wilden Schlund auf ein Horizontalband. Bald einmal komfortabel breit, leitet es quer durch die Südabstürze der Punte di Campiglio (2969 m). Faszinierend die Kulisse, ein Halbrund aus Hauptdolomit, schiere Masse und filigrane Fels-architektur nebeneinander; packend sind die Tiefblicke aufs Dach der Brenteihütte. Schließlich steigt der Weg gut gesichert ab in den Vallone dei Brentei, wo er sich gabelt: links hinauf zum herrlich gelegenen Rifugio Alimonta (2580 m), 3 Std., rechts durch den Geröllgraben abwärts zur Brenteihütte (2182 m).
Abstieg.
Hoch an der rechten Flanke des Val Brenta auf schönem Weg talauswärts zur Casinei-Hütte (1825 m) und im Wald hinunter zum Rifugio Vallesinella (1513 m).
? Anschlusstouren.
»Sentiero delle Bocchette Alte« (? Tour 44) und auch der »Sentiero delle Bocchette Centrali« (? Tour 49).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour29 km
Höhenunterschied700 m
Dauer7.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktRifugio Tuckett (2272 m).
Endpunktwie Ausgangspunkt
TourencharakterObwohl der »Sentiero SOSAT« in respektvollem Abstand zum Brenta-Hauptkamm verläuft, ist er mehr als nur Ausweichroute für den Fall, dass eine Wetterverschlechterung oder Neuschnee die Begehung der »Hohen Scharten« zu riskant erscheinen lässt. Denn gerade aus dieser Mitteldistanz präsentiert sich etwa der fantastische Felsrahmen des oberen Brentatals besonders eindrucksvoll. Blickfang ist der Riesenklotz des Crozzon di Brenta (3135 m), hinter dem sich – nur an seinem Firndach zu erkennen – der höchste Gipfel des Gebirges, die Cima Tosa (3173 m) versteckt. In stimmungsvollem Kontrast zu all dem Felsgrau die Schau nach Westen, übers grüne Campigliotal hinweg auf die dunklen Grate und gleißenden Firnfelder von Adamello und Presanella.
Hinweise
Traverse der tiefen Felsschlucht, Aus- und Tiefblicke am Weg.
VerkehrsanbindungMadonna di Campiglio (1522 m) liegt im Westen der Brentagruppe, 18 km von Dimaro, 31 km von Tione di Trento. Wer »oben«, also am Passo del Grostè (2446 m) einsteigen will, nimmt die Gondelbahn. Zum Rifugio Vallesinella (1513 m) führt von Madonna di Campiglio eine schmale Straße, knapp 5 km. Die Zufahrt ist mautpflichtig; wenn die Parkplätze besetzt sind, verkehrt ein Shuttlebus.
GastronomieRifugio Tuckett (2272 m), Rifugio Alimonta (2580 m), Rifugio Brentei (2182 m), alle vom 20. Juni bis zum 20. September bewirtschaftet; Rifugio Casinei (1825 m), bewirtschaftet von 10. Juni bis zum 10. Oktober.
Informationen
Ab Rifugio Vallesinella insgesamt 7 Std.; Aufstieg zum Rifugio Tuckett 2.15 Std.; Rifugio Tuckett – »Sen- tiero SOSAT« – Rifugio Alimonta 3 Std./Rifugio Brentei 2.45 Std., Abstieg 2 Std.
Unterkunft
Rifugio Tuckett (2272 m), Rifugio Alimonta (2580 m), Rifugio Brentei (2182 m), alle vom 20. Juni bis zum 20. September bewirtschaftet; Rifugio Casinei (1825 m), bewirtschaftet von 10. Juni bis zum 10. Oktober.

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