Via ferrata Carlo Campalani

Auch der höchste Gipfel der Monti Lessini, die Cima Carega (2259 m), hat ihren Klettersteig, eine Route mittlerer Schwierigkeit, nicht sehr lang und ohne spektakuläre Passagen, sieht man vom senkrechten Einstieg einmal ab, der bloß mit ein paar Haken ausgestattet ist und Ungeübteren deshalb Probleme bereiten kann. Das ist jeweils an Schönwetterwochenenden zu beobachten, wenn Gelegenheitsalpinisten aus der Veroneser Gegend anrücken und ihr Können beweisen wollen ... (Autor: Eugen E. Hüsler)
12 km
920 m
5.00 h
Zustieg.
Auf der ehemaligen Kriegsstraße zum Passo Pertica (1522 m) und weiter zum Rifugio Scalorbi (1767 m). Noch vor der Hütte links ab und der Markierung »112« folgend etwa 20 Minuten über steinige Wiesen aufwärts gegen den Vallon della Teleferica. Hier links (Bezeichnung »C«) über Geröll zum Einstieg (ca. 2050 m).
Via ferrata Campalani.
Schlüsselstelle ist die Einstiegswand: Mit Hilfe einiger künstlicher Tritte und Griffe ein paar Meter fast senkrecht auf einen Absatz, dann am Drahtseil steil in leichteres Gelände. Weiter über gestufte Felsen und durch einen Kamin zum Ausstieg am Südostgrat der Cima Carega. Auf gutem Steiglein über den Vorgipfel (2234 m), flach hinüber zum Rifugio Fraccaroli (2238 m) und in fünf Minuten zur großen Aussicht beim Kreuz auf der Cima Carega (2259m); 1 Std.
Abstieg.
Auf einem ehemaligen Kriegsweg in Serpentinen bergab gegen die Bocchetta Mosca (2029 m), dann rechtshaltend hinunter zum Rifugio Scalorbi (1767 m). Auf der Straße zum Passo Pértica (1522 m) und zurück zum Rifugio Revolto.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied920 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktRifugio Revolto (1336 m) im obersten Valle d’Illasi.
Endpunktwie Ausgangspunkt
TourencharakterAuch der höchste Gipfel der Monti Lessini, die Cima Carega (2259 m), hat ihren Klettersteig, eine Route mittlerer Schwierigkeit, nicht sehr lang und ohne spektakuläre Passagen, sieht man vom senkrechten Einstieg einmal ab, der bloß mit ein paar Haken ausgestattet ist und Ungeübteren deshalb Probleme bereiten kann. Das ist jeweils an Schönwetterwochenenden zu beobachten, wenn Gelegenheitsalpinisten aus der Veroneser Gegend anrücken und ihr Können beweisen wollen ... Drei Sternchen verdient bei schönem Wetter das Panorama der Cima Carega, das (theoretisch) nach Westen bis zu den Viertausendern der Walliser Alpen reicht! Die nördliche Horizontlinie bilden Bernina, Adamello-Presanella, Brenta, Stubaier, Sarntaler und Zillertaler Alpen, Lagoraiberge und Dolomiten, im Süden breitet sich (meistens im Dunst verschwimmend) die Poebene aus. Aufschlussreich (und für Klettersteigler besonders interessant) ist der Blick in die Nachbarschaft, zum Sengio-Alto-Kamm (? Tour 33) und auf den Pasubiostock (? Touren 30–32).
Hinweise
Bei schönem Wetter das Panorama von der Cima Carega.
VerkehrsanbindungZum Rifugio Revolto (1336 m) kommt man auf guter Straße durch das Valle d’Illasi, von Tregnano (317 m) 25 Kilometer. Weiterfahrt zum Rifugio Passo Pértica nicht gestattet (Sperrschranke).
GastronomieRifugio Fraccaroli (2238 m), bewirtschaftet Mitte Juni bis Mitte September. Rifugio Scalorbi (1767 m), bewirtschaftet Mitte Juni bis Mitte September. Rifugio Passo Pértica (1522 m), bewirtschaftet 15. Juni bis 20. September
Tipps
Landschaftlich abwechslungsreicher ist die Besteigung der Cima Carega vom Passo di Campogrosso (1456 m) aus. Der »Sentiero Alto del Fumante«, Markierung 6, führt quer durch eine bizarre Felsszenerie zum Rifugio Scalorbi (1767 m). Weiterer Aufstieg zum Gipfel über die »Ferrata Campalani« wie beschrieben; Abstieg in die Bocchetta Mosca (2029 m) und am Kamm zur Bocchetta dei Fondi (2015 m). Hier nördwärts durch ein steiles Kar im Zickzack hinunter zum Boale dei Fondi und zurück zum Passo di Campogrosso, 8 Std.
Informationen
Gesamt 5.15 Std.; Rifugio Revolto – Einstieg 2.15 Std., »Ferrata Campalani« 1 Std., Abstieg 2 Std.

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