Zwischen Bad Heilbrunn und Penzberg

Meist flache Tour ohne nennenswerte Steigungen entlang der Loisach und durch ihre Moore. Überwiegend auf ruhigen geteerten und ungeteerten Nebenstraßen, Rad- und Feldwegen und auf den Flussdämmen. (Autor: Lisa und Wilfried Bahnmüller)
28 km
100 m
3.00 h
Auf dem Bodensee-Königsee-Radweg: Vom Parkplatz radeln wir Richtung Reha-Klinik, am Kurpark, dem Rathaus und der Kirche vorbei auf der Hauptstraße durch den ganzen Ort. Am Seniorenheim Alpenhof beginnt der Radweg, dem wir nach rechts folgen. Nun geht es ein Stück auf dem Königssee-Bodensee-Radweg. Wir überqueren die Autostraße und kommen über Baumberg bergabwärts an die B 11. Der Radweg läuft auf der gegenüberliegenden Straßenseite nach links weiter. Über Untersteinbach und durch eine Unterführung erreichen wir Obersteinbach. Nach der Ortsdurchfahrt geht es über eine Steinbrücke. Vor uns liegt die Bichler Flur mit freier Sicht auf die Berge des Loisachtales. An der Weggabelung halten wir uns zunächst geradeaus in die Ludmühlstraße, biegen dann aber an den ersten Häusern von Bichl links ab. Über Felder und an der Schule vorbei sind wir rasch in Benediktbeuern. Wir biegen für wenige Meter links in die Hauptstraße ein und gleich an der Ampel wieder rechts zum alten Kloster. Das barocke Juwel mit seinen zwei Zwiebeltürmen haben wir schnell erreicht. Entlang der Loisach: Weiter geht es rechts um das Kloster herum, an den großen Parkplätzen vorbei, direkt in das Benediktbeuerner Moor. Gleich zu Beginn haben wir die Möglichkeit, über Stege und Brücken in die Biotope, die aus Moorbecken und Naturtümpeln bestehen, hineinzugelangen. Die Räder müssen wir solange parken. Nach dem Abstecher zu Fuß ins Moor folgen wir immer geradeaus am Segelflugplatz dem Rechts-links-Knick des Feldweges. Durch eine kleine Birkenallee (hier gibt es noch einmal einen schönen Lehrpfad auf hölzernen Fichtenrundlingen, und wer möchte, kann auf einem Floß den Sumpf überqueren) erreichen wir schließlich das Loisachufer, an dem wir rechts flussabwärts weiterradeln. Bald stoßen wir auf die große Autostraße, die B 472. Wir überqueren die Loisach und folgen dann dem Radweg unter der B 472 hindurch auf die andere Straßenseite. Nun geht es weiter flussabwärts auf einem Wiesenweg, die Loisach zu unserer Rechten. Im Frühjahr müssen wir unbedingt auf dem Weg bleiben. Damit z. B. der seltene Brachvogel und andere Wiesenbrüter Ruhe in ihren Nestern haben, herrscht dann strenges Wegegebot. Immer dicht am Fluss strampeln wir unter der Eisenbahn hindurch und sind bald in Schönmühl (Einkehrmöglichkeit). Am Sägewerk geht es zunächst links den Hang hinauf und dann rechts auf den Radweg. Am großen Umspannwerk biegen wir links abwärts in die kleine geteerte Straße Richtung Maxkron. Nach dem Klärwerk verlassen wir die Straße nach rechts auf den Loisachdamm und sind in Maxkron.Zurück nach Bad Heilbrunn Wir fahren über den schmalen Fußgängersteg auf die andere Loisachseite. Gleich nach der Brücke radeln wir erneut rechts auf dem Wiesenpfad weiter. Er mündet im Ortsteil Hohenbirken in eine Teerstraße, auf der wir nach rechts weiterradeln. Jetzt geht es flott dahin, die Straße macht eine lang gezogene Links-rechts-Kurve, und dann müssen wir auf die nächste Abzweigung achten. Nach einigen kleinen Häusern auf der rechten Seite, bevor der Wald beginnt, biegen wir ebenfalls rechts in den kleinen Feldweg mit der Beschilderung »Loisachrunde«. (Geradeaus weiter kommt man direkt an die Reindlschmiede, an der die Wege sich wieder vereinen.) An einem einsamen Haus vorbei sind wir wieder am Ufer, an dem wir nun links radeln. Wir erreichen einen wunderschönen Bade- und Picknickplatz mit Mini-Kiesstrand an einer kleinen Staustufe. Danach wird der Weg sehr schmal, und wir müssen ein Stück über Wurzeln auf dem Loisachdamm schieben. Wir stoßen wieder auf einen größeren Feldweg, dem wir weiter folgen. So erreichen wir über Moorwiesen nach links die ersten Häuser von Kiensee. Um die unangenehme Fahrt auf der viel befahrenen B 11 zu umgehen, radeln wir in Kiensee links, an der kleinen Kapelle vorbei bis zur nächsten Querstraße. Jetzt rechts und wir erreichen sicher den Ortsteil Reindlschmiede mit seinem bekannten Gasthaus. Hier überqueren wir nun die B 11, etwas nach rechts versetzt. Der unasphaltierte Feldweg bringt uns (auf halber Strecke bietet sich an einer Furt ein Abstecher nach rechts zur 500 m entfernten Liegewiese mit Bademöglichkeit am Schönauer Weiher an) zur nächsten Verpflegungsstation, dem Gasthaus Spiegel in der Ramsau: ein Klassiker unter den kleinen unbekannten Biergärten. Nun ist es nicht mehr weit bis Bad Heilbrunn. Nach dem Gasthaus treffen wir auf eine Straße, in die wir rechts einbiegen. An der nächsten Möglichkeit (Schild Obermühl) biegen wir erneut rechts ab über den Bach und radeln zum Finale leicht bergauf. Unterhalb der großen Kurklinik, kurz vor der kleinen Kapelle, können wir links die letzten Meter auf dem ungeteerten Wanderweg zurück zum Parkplatz radeln.

Motto: Wandern am Wasser

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour28 km
Höhenunterschied100 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBad Heilbrunn, Wanderparkplatz gegenüber dem Sportplatz im Wörnerweg
EndpunktBad Heilbrunn
TourencharakterMeist flache Tour ohne nennenswerte Steigungen entlang der Loisach und durch ihre Moore. Überwiegend auf ruhigen geteerten und ungeteerten Nebenstraßen, Rad- und Feldwegen und auf den Flussdämmen.
Hinweise
WIESENBRÜTER. Wiesenbrüter sind Vögel, die ihren Nachwuchs in Moorgebieten am Boden ausbrüten. Sie sind stark vom Aussterben bedroht. Zu ihnen gehören der kleine Brachpieper, der große Brachvogel mit seinem langen, spitzen Schnabel, die Uferschnepfe, das Tüpfelsumpfhuhn und der seltsam rufende Wachtelkönig.DER SCHÖNAUER WEIHERZwischen der Reindlschmiede und Ramsau liegt nach rechts ausgeschildert der Schönauer Weiher. Ein herrlicher kleiner Moorsee mit Liegewiesen, der seinem Namen absolut gerecht wird.HEILBRUNN UND SEINE KURFÜRSTINDie gesundheitsfördernden Jodquellen von Bad Heilbrunn waren bereits im Mittelalter bekannt. Einen Aufschwung erlebte der Ort jedoch erst 1659, als Kurfürstin Henriette Adelaide zu einer fünfwöchigen Trinkkur anreiste. Die Kurfürstin war bereits acht Jahre verheiratet, aber es war immer noch kein Nachwuchs in Sicht. Kurz nach dem Kuraufenthalt gebar sie 1660 eine Tochter und zwei Jahre später den Thronfolger Max Emanuel II. So wurde dem Heilbrunner Wasser die Ehre zuteil, als fruchtbarkeitsfördernd zu gelten. Logisch, dass sofort der Kurtourismus zur frisch in »Kurfürstin-Adelheid-Quelle« umgetauften Quelle einsetzte.Von den Trinkkuren ist leider nicht mehr viel übrig geblieben, aber Heilbrunn liegt ideal als Ausgangspunkt für zahlreiche Unternehmungen ins Isar- oder Loisachtal. Im Ortskern gibt es die schöne Seidlvilla mit einem gemütlichen Café und toller Aussicht von der Sonnenterrasse. Besonders gelungen ist der im Sommer 2009 eröffnete Kräutergarten im Kurpark, ein fast 600 m langes Kräuterbeet mit Tee-, Küchen-, Duft- und Wohlfühlkräutern. Darunter gibt es einen eigenen Bereich, an dem traditionelle, historische Klosterheilkräuter, die mithilfe des Wissens und Erfahrungsschatzes des nahen Klosters Benediktbeuern gepflanzt wurden, wachsen. Ein Wasser-Barfußpfad belebt die müden Radlerbeine. In Zukunft wird wohl im Haus des Gastes noch ein Teezentrum eingerichtet werden.
KartentippBayerisches Landesvermessungsamt, Blatt Bad Tölz/Lenggries, 1:50 000
VerkehrsanbindungVon München auf der A 95, Ausfahrt Sindelsdorf /Bad Tölz, und Richtung Bad Tölz über Bichl nach Heilbrunn; der Parkplatz liegt in der Ortsmitte in der Nähe der Kurklinik.
GastronomieMaxkron: Italia Antica, Lieblingsitaliener mit frischer Holzofenpizza. Mürnsee: Gasthof Reindlschmiede mit Biergarten. Ramsau: urige Wirtschaft »Zum Spiegel« mit Kühen, Katzen und einem Biergarten unter riesigen Kastanienbäumen. Bad Heilbrunn: Café/Restaurant Park-Villa in der historischen Seidlvilla, große Auswahl an leckeren Kuchen. Alle Tipps liegen direkt an der Strecke.
Tipps
BADEMÖGLICHKEITEN: In der Loisach, besonders schön ist die Stelle an der Staustufe, bei Mürnsee; Bad Heilbrunn: Schönauer Weiher

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