Zu den Weinhängen in Mainfranken.

Würzburg – Dettelbach – Münsterschwarzach – Volkach – Würzburg.
Abwechslungsreiche Tour durch welliges Hügelland und Weinhänge im Maintal. (Autor: Tassilo Wengel)
24 km
80 m
6.00 h
Von Würzburg nach Dettelbach.
Vom Hauptbahnhof in Würzburg über Haugering und Berliner Platz zur Martin-Luther-Straße fahren, auf Rottendorfer Straße Würzburg verlassen und nach Rottendorf radeln, im Ort rechts vom Bahnhof Gleise überqueren, später A 7 unterqueren und über Effeldorf und Bibergau nach Dettelbach fahren.
Wir verlassen Würzburg vom Hauptbahnhof über den Haugering und gelangen über den Berliner Platz zur Martin-Luther-Straße. Dort zweigt nach links die Rottendorfer Straße ab, auf der wir auf dem Radweg Würzburg verlassen und neben der B 8 Rottendorf erreichen. Durch den Ort geradeaus, halten wir uns an der Gabelung unweit des Bahnhofs halblinks und überqueren rechts vom Bahnhof die Gleise. Wir verlassen auf einer verkehrsarmen Asphaltstraße Rottendorf und sind nach wenigen Minuten in ländlicher Umgebung. Kurz nach dem Ortsausgang umgibt uns eine Landschaft, die von Ackerflächen und Wiesen geprägt ist. Wir unterqueren die A 7 und gelangen auf recht ebener Strecke nach Effeldorf . Kurz vor dem Ort stoßen wir an die Bahnlinie Würzburg–Neustadt an der Aisch, schwenken nach links, biegen am Bahnübergang nach rechts und erreichen die Kirche in der Ortsmitte. Im Bogen umfahren wir die Kirche und radeln auf leicht abschüssigem Gelände über Bibergau auf einem schmalen Fahrweg an einem Bach entlang bis zur Ortsmitte von Dettelbach , einem kleinen mainfränkischen Winzerstädtchen.
Von Dettelbach nach Volkach.
Von der Stadtkirche zur B 22 und auf dem Main-Radweg nach Schwarzenau, Main überqueren und Richtung Gerlachshausen radeln, bei der Schleuse Gerlachshausen dem Main-Radweg weiter nach Volkach folgen.
Bei der Stadtkirche halten wir uns rechts und stoßen auf die B 22, auf der wir den Main-Radweg entlang zwischen Feldern in Richtung Main radeln. Am Ortsrand von Schwarzenau überqueren wir den Main und schwenken in der Ortsmitte von Stadtschwarzach nach links Richtung Gerlachshausen. In Münsterschwarzach sind von der barocken Klosteranlage nur noch Nebengebäude wie die Klostermühle von 1744 erhalten. Die Abteikirche des ehemaligen Benediktinerklosters wurde zwischen 1935 und 1938 von Albert Boßlet neu geschaffen. Über Gerlachshausen gelangen wir zum Mainkanal bei der Schleuse Gerlachshausen. Dort folgen wir dem markierten Main-Radweg durch eine malerische Landschaft weiter, die hier von Weinbergen geprägt ist, die sich rund um den 287 Meter hohen Kreuzberg zwischen dem Mainkanal und der Mainschleife im Dreieck Sommerach-Nordheim-Volkach ausdehnen. Kurz vor Volkach stoßen wir auf eine Landstraße. Ihr folgen wir bis zur nächsten Gabelung und schwenken nach links, um in die schöne Altstadt von Volkach zu gelangen.
Von Volkach nach Würzburg.
Vom Gaibacher Tor Radweg zur Kirche Maria im Weinberg folgen, von dort zum Mainufer und bei Fahr über den Main setzen lassen, über Kaltenhausen und Prosselsheim nach Seligenstadt fahren, zwischen Feldern über Euerfeld nach Bibergau, rechts abbiegen und über Rottendorf nach Würzburg zurück.
Beim Gaibacher Tor biegen wir nach rechts und folgen dem Radweg zur Kirche Maria im Weinberg auf dem Kirchberg. Von Weinhängen umgeben, thront die Wallfahrtskirche, die jährlich das Ziel Tausender Touristen ist, hoch oben auf dem Berg. Sie war die erste Pfarrkirche für Volkach und Umgebung und wurde zwischen 1450 und 1500 erbaut. Wertvolle Kunstschätze beherbergt das Marienheiligtum, auf dem nördlichen Seitenaltar z.B. das gotische Gnadenbild der Pieta (um 1370) mit sitzender schmerzensreicher Mutter Gottes. Krönung des Marienheiligtums ist Riemenschneiders letztes Marienbild, die 1524 vollendete Rosenkranzmadonna.Nach dieser Besichtigung radeln wir auf einer ruhigen, verkehrsarmen Asphaltstraße weiter, kommen an das Ufer des Mains und schließlich an Weinhängen auf der rechten Seite vorbei nach Fahr, einem Fährort, der vom Mittelalter bis 1803 dem Stift Haug zuWürzburg gehörte. Dort lassen wir uns über den Main setzen und rollen zunächst auf verkehrsarmer Asphaltstraße Richtung Prosselsheim , die auf die Staatsstraße Nr. 2260 mündet und uns durch Prosselsheim nach Seligenstadt geleitet. Dort zweigen wir an einer Gabelung kurz vor den Bahngleisen der Strecke Würzburg–Schweinfurt nach links und radeln nun gemächlich zwischen Feldern und Wiesen in leicht abfallendem Gelände über Euerfeld nach Bibergau. An der Kreuzung imOrt schwenken wir nach rechts und gelangen nach Effeldorf, von wo aus wir auf bekannter Strecke über Rottendorf zurück nach Würzburg radeln.

Tour auf einen Blick.
km 0. Würzburg, Richtung Osten über Rottendorf nach Dettelbach.
km 14. Dettelbach, auf dem Main-Radweg nach Volkach.
km 29. Volkach, bis Prosselsheim und nach Süden bis Rottendorf.
km 51. Rottendorf, Richtung Westen nach Würzburg.
km 56. Würzburg, Ende der Tour.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour24 km
Höhenunterschied80 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
StartortWürzburg.
AusgangspunktWürzburg, Hauptbahnhof.
EndpunktWürzburg, Hauptbahnhof.
TourencharakterBevor wir der Romantischen Straße folgen, bietet sich zunächst ein Abstecher in das »Fränkische Weinland« an, ein klimatisch begünstigtes Gebiet. Es wird von wärmehaltenden Sand- und Muschelkalkböden verwöhnt und vom Main durchflossen. Hier wachsen die besten Frankenweine, die in den beliebten Bocksbeutelflaschen gehandelt werden. Ein Ausflug in diese gesegnete Landschaft mit Mainschleife und Rebhängen ist ein Erlebnis besonderer Art – und hübsche Orte am Wegesrand bieten reiche Kultur.
Beste Jahreszeit
KartentippStadtplan für Gäste, Würzburg.
MarkierungenWegweiser.
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der A 3/A 7. Mit der Bahn bis Würzburg.
GastronomieDettelbach. Altfränkischer Gasthof Grüner Baum, Falterstraße 2. Volkach: Gasthof Zur Schwane mit urigem Innenhof, Hauptstraße 12; Hinterhöfe mit schönem Wein und Biergarten, Hauptstraße 30.
Verleih
Fahrradverleih. Eine Auswahl wichtiger Orte: Würzburg: Veloca, Landwehrstraße 13, Tel. 0931/126 27 Wertheim: Rösch, Spessartstraße 18, Tel. 09342/61 23 oder 382 70; Bahnhof, Tel. 09342/13 41 Bad Mergentheim: Fa. Fischer, Obere Mauergasse 61, Tel. 07931/77 63; Bahnhof, Tel. 07931/73 41 Weikersheim: Fahrradgeschäft Velo, Tel. 07934/297 Rothenburg: Fa. Herrmann, Geigerstraße, Tel. 09861/404 92; Rat und Tat, Bensenstraße 17, Tel. 09861/879 84 Dinkelsbühl: Tourist Service, Marktplatz, Tel. 09851/902 40 Nördlingen: Jet-Tankstelle, Auf der Kaiserwiese, Tel. 09081/801092; Zweirad Müller, Gewerbestraße 16, Tel. 09081/56 75; Radsport Böckle, Reimlinger Straße 19, Tel. 09081/801040 Donauwörth: Fa. Motorrad Sellmair, Dillinger Straße 53, Tel. 0906/56 80 Augsburg: Hauptbahnhof, Reisezentrum Schalter 6, täglich 6–20 Uhr, Tel. 0821/32 64 93 Landsberg: Fremdenverkehrsamt der Stadt Landsberg am Lech, Hauptplatz 1, Tel. 08191/128245-246 oder -268 Schongau: Wacht Sport-Service, Oskarvon-Miller-Straße 19, Tel. 08861/34 97 Füssen: Bahnhof, Tel. 08362/63 13; Radsport Zacherl, Rupprechtstraße 8 1/2, Tel. 08362/32 92; Jeti’s Mountainbike-Shop, Kemptener Straße 87, Tel. 08362/39712
Informationen
Dettelbach. Die Siedlung wurde 741 erstmals als Königshof (fiscus dominicus Tetilabah) erwähnt. Nachhaltig haben die Würzburger Fürstbischöfe die Geschicke des Ortes geprägt, die zwischen 1484 und 1804 Grundherren waren. Nach der Stadtgründung 1484 wurde eine Stadtmauer systematisch errichtet, die heute noch mit 24 Türmen erhalten ist und malerische Ausblicke ins Maintal und die Altstadt bietet. Mittelpunkt der Altstadt ist das Rathaus von 1484, das auf einem Kreuzgewölbe über dem Dettelbach ruht. Schön anzusehen sind auch einige Fachwerkhäuser mit Fassaden im Stil der Spätgotik und Renaissance. Das weithin sichtbare Wahrzeichen Dettelbachs ist die Stadtkirche mit einem vierkantigen Turm von 1444 und einem runden Turm, der 1578 hinzugefügt wurde. Sehenswert ist die Wallfahrtskirche Maria im Sand mit einem Portal von 1610 an der Westfassade, das wie ein Altar gestaltet wurde. Altstadt von Volkach. Von der erstmals 1320 genannten Stadtbefestigung mit Doppelmauer, Graben und Mauertürmen sind vor allem die beiden Renaissancetore – das Sommeracher Tor und das Gaibacher Tor – auffallende Reste. Die katholische Pfarrkirche St. Bartholomäus aus dem 15. Jahrhundert mit außen reich gegliedertem Chor lohnt einen Besuch. Der spätgotische Chor unterscheidet sich deutlich vom Langhaus, das im Rokokostil ausgestattet ist, dessen reich stuckierte Flachdecke mit Gemälden von Michael Wolker (1753) geschmückt ist. Sehenswert auch die dreigeschossige Empore mit barockem Balustergeländer, der Orgelprospekt mit reichem Rokokodekor von Matthias Sporer (1726) sowie das Kirchengestühl mit reich verzierten Wangen. Eindrucksvoll im Herzen der Altstadt der Fachwerkbau der alten Lateinschule, der arktbrunnen und das schöne Rathaus, ein dreigeschossiger Renaissancebau von 1544 mit doppelflügeliger Freitreppe und polygonem Erkertürmchen. Ein bürgerlicher Prachtbau ist das Schelfenhaus in der Schelfengasse von 1719/1720 mit reich gegliederter Fassadengestaltung.
Unterkunft
Jugendherberge Würzburg, Fred-Joseph-Platz 2, Tel. 0931/425 90; Hotels und Pensionen bei der Tourist-Information.
Tourismusbüro
Tourist-Information Würzburg, Am Congress Centrum, 97070 Würzburg, 0931/372319; Falkenhaus am Markt, Tel. 0931/372398.
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