Wallfahrt nach Tuntenhausen

knapp 3 km, davon gut 500 m Schiebestrecke. Ab Tuntenhausen ist die Strecke steigungsarm. Höhenunterschied rund 50 m. Gefällstrecken ca. 4 km. Verkehr - Überwiegend geringer Verkehr, an einzelnen kurzen Abschnitten etwas auflebend. Wege: Die Straßen und Wege sind durchwegs asphaltiert. (Autor: Armin Scheider)
27 km
50 m
3.00 h
Ausgangspunkt ist der Marienplatz in Bad Aibling. Auf der Westseite des Platzes geht es zur Mühlbachbrücke, dort fahren wir rechts in die Färbergasse, nach 200 Metern erneut über den Mühlbach und gleich links in die Hofmühlstraße. Nächste Querstraße ist die Thürhamer Straße, hier rechts und nach 150 Metern wieder links in die Vogelweidstraße, in Verlängerung die Mühlmoosstraße, auf der wir nun geradewegs nach Norden hinausradeln (Radschild 12). Bei guter Bergsicht überquert man später eine Glonnbrücke, biegt nach dem Feuerwehrhaus rechts ab und gelangt zum Ortsteil Am Oberfeld (Km 3). Dort weist das Radschild Nr. 12 auf ein schmales Asphaltsträßchen, das in reizvoller Landschaft nach Norden zur Straße Bad Aibling – Tuntenhausen führt. Auf diesem Abschnitt bieten sich schöne Rückblicke auf die Berge! Auf der Gegenseite der Straße folgen wir dem Weg Richtung Adlfurt, passieren diese Siedlung und setzen den Weg in Oberadlfurt an der Gabel links fort. So erreicht man – nach einem Rechtsknick – bei herrlicher Bergsicht die Wallfahrtskirche Hl. Dreifaltigkeit in Weihenlinden (Km 7,5). Mit ihrer Kapelle in der Kirche ist sie besonders sehenswert. Weiter geht es von der Kirche genau in Nordrichtung und nach 400 Metern an der Kreuzung rechts ab. Es folgt eine Walddurchfahrt, und danach sehen wir schon Maxlrain (Km 10,5) liegen, wo der verführerische Biergarten der Schlosswirtschaft wartet. Umfährt man das Schloss auf der Süd- und Ostseite, stößt man auf eine Asphaltstraße (Radschild Nr. 8) und radelt nun in nordöstlicher Richtung – über einige Buckel hinweg – zunächst nach Fischbach, dann bei Prachtaussicht nach Jakobsberg und dort nach rechts bis Schmidhausen. Am Nordrand des Ortes führt ein Sträßchen halbrechts hoch zur Tuntenhausener Straße, die etwas verkehrsreicher ist. Auf dieser Straße kommen wir schließlich nach Tuntenhausen (Km 15,5). Hier befindet sich die Kirche Mariä Himmelfahrt, die inzwischen seit mehr als 550 Jahren Ziel zahlreicher Wallfahrer ist. Zur Fortsetzung der Tour fahren wir hinter der Kirche auf der Hilpertinger Straße hinaus und gelangen nach Brettschleipfen, wo wir rechts Richtung Hilperting (Radschild Nr. 12) abbiegen. Leider lebt der Verkehr hier wieder etwas auf, was man jedoch rasch vergißt, wenn man nach kurzer Walddurchfahrt vor einem Prachtpanorama steht, das uns auch die nächsten Kilometer begleitet - Im Blick die Chiemgauer Alpen, das Inntal mit dem Kaisergebirge und die Schlierseer Berge mit dem markanten Wendelstein. So verläuft diese aussichtsreiche Fahrt nach Süden über Hilperting und Ester bis Thann (Km 22) und dort auf Südkurs weiter zur Hauptstraße nach Aibling. Wir überqueren sie vorsichtig (Verkehr!) und steuern drüben Ellmosen (Km 25) an. Etwa 400 Meter nach der Kirche stoßen wir auf eine Rechtskurve, dort fahren wir geradeaus auf einem kurzen Verbindungsweg zu einem Quersträßchen, das uns links über Zell nach Harthausen (Km 26,5) bringt. Wir wenden uns an der Harthauser Straße nach rechts und haben nun noch gut einen Kilometer zu fahren, bis wir schließlich wieder zum Ausgangspunkt unserer Tour kommen: dem Marienplatz in Bad Aibling.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour27 km
Höhenunterschied50 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterDie Gegend um Tuntenhausen hat ihren eigenen Reiz - Sie zeigt unverfälschtes und bodenständiges Bauernland von stiller und friedlicher Ausstrahlung. Gekrönt wird diese Rundfahrt durch herrliche Ausblicke auf Land und Gebirge sowie durch bemerkenswerte Kirchen. Eine leichte Tour also für Föhntage und für Leute, die Ruhe und Entspannung suchen.
Hinweise
Das Schloss Maxlrain kann man zwar leider nur von außen bewundern – die Stuckdekorationen von Johann Baptist Zimmermann in der Schlosskapelle bekommt man also nicht zu Gesicht – aber in der Schlosswirtschaft zu rasten ist auch keine schlechte Alternative. In der Tuntenhausener Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt steht das vielverehrte Gnadenbild der Muttergottes im Mittelpunkt. Es stammt aus der Zeit um 1548.
KartentippTopografische Karte »Mangfallgebirge«; Kompass Wanderkarte Nr. 181 »Rosenheim, Bad Aibling«.
VerkehrsanbindungAuto - BAB Salzburg bis Ausfahrt Bad Aibling, dann nach Bad Aibling. " über Aying und Bruckmühl nach Bad Aibling. Bahn: München–Bad Aibling stündlich mehrere Verbindungen über Holzkirchen oder Rosenheim.
GastronomieBad Aibling - Romantikhotel Lindner, kein Ruhetag, Garten. Restaurant/Parkcafé Bihler, Do Ruhetag, Terrasse. Mietraching: Gasthof Kriech-baumer, Mo & Sa Ruhetage, Biergarten. Weihenlinden: Gasthof Weihenlinden, Fr. Ruhetag, Biergarten. Maxlrain: Schlosswirtschaft, Mo & Di Ruhetage, Biergarten. Tuntenhausen: Gasthaus Schmid, Mo & Sa Ruhetage.
Tipps
Ende August findet in Rosenheim alljährlich das Herbstfest statt, das größte Volksfest Südostbayerns. Warum nicht die Tour zu diesem Zeitpunkt unternehmen und nach der Rundfahrt noch einen Abstecher nach Rosenheim einlegen, vielleicht nicht nur zum Herbstfest, sondern auch ins sehenswerte Heimatmuseum am Mittertor.
Verleih
Bad Aibling.
Informationen
Bad Aibling - Traditionsreiches Moorheilbad mit Kurbetrieb seit 1845 und mit dem Titel »Bad« seit 1895. 1933 zur Stadt erhoben. Neben dem modernen Kurzentrum sind sehenswert: Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt*, im Kern spätgotisch, aber mehrfach verändert. Im Innern gefallen besonders der zarte Rokokostuck und die Deckenbilder, aber auch die schöne Altaranlage mit der Thronenden Muttergottes (1480) im Mittelpunkt des Hochaltars. Kanzel und Seitenaltäre stammen von Joseph Götsch. Auch die Filialkirche St. Sebastian* von 1634 mit ihren Deckenfresken und beachtlichen Schnitzfiguren verdient Interesse. Im Heimatmuseum (Öffnungszeiten über Touristinfo Bad Aibling) Zeugnisse bäuerlicher Kultur, vor allem eine ansehnliche Möbelsammlung, aber auch zwei dem Maler Wilhelm Leibl gewidmete Räume. ® Weihenlinden: Wallfahrtskirche Hl. Dreifaltigkeit* aus der Mitte des 17. Jhs., über die ursprüngliche Gnadenkapelle gebaut. Ein zweigeschossiger Hochaltar umgibt die Gnadenkapelle von 1644, in der u. a. reicher Stuck und das Gnadenbild (15. Jh.) auffallen. In der Kirche selbst beeindrucken auch die Stuckdekoration, die Deckenbilder und eine prächtige Kanzel. ® Tuntenhausen: Die Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt* ist seit 1441 Ziel von Wallfahrten und zählt damit zu den »ältesten Marienwallfahrtskirchen Altbaierns« (Dehio). Sie wurde nach Bränden ab 1629 neu erbaut und birgt im Innern ein Gnadenbild am Hochaltar. Sehenswert auch die Seitenaltäre, die Kanzel sowie zwölf Apostelfiguren und zahlreiche Votivgaben.
Tourismusbüro
Bad Aibling Tel. 080 61 / 90 80-0 Tuntenhausen Tel. 080 67 / 90 70-0
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