Von Worms nach Mainz

Worms – Rheindürkheim – Ibersheim – Hamm am Rhein – Oppenheim – Nierstein – Nackenheim – Mainz.
Rhein, Wein und Pedalenklang könnte das Motto der Schlussetappe sein. Mit dem mächtigen Fluss zur Rechten fahren wir über gut ausgebaute Radwege entlang des Rheinufers, ehe es nach Oppenheim und Nierstein auf einer gut ausgebauten Straße direkt durch malerische Weinberge hindurchgeht. Über die Uferpromenade erreichen wir schließlich Mainz.
Von Worms nach Hamm am Rhein.
Wir beginnen die Tagesetappe in Worms an der Ecke Marktplatz/Petersstraße. Hinter uns liegt der Dom, geradeaus die Fußgängerzone, die Kämmererstraße. Wir fahren rechts die Petersstraße hinunter. Zunächst rüttelt das Kopfsteinpflaster den Radler richtig durch. Es ist bei nassem Wetter außerdem mit einem rutschigen Untergrund zu rechnen. Außerdem gibt es hier keinen Radweg an der Straße. Vorsicht ist also geboten! Nach knapp 100 Metern endet aber das Kopfsteinpflaster bereits wieder und wir setzen unseren Weg über die Petersstraße fort. Nach knapp 380 Metern fahren wir durch den Torbogen der alten Stadtmauer hindurch – zu Rechten das Nibelungen-Museum.
Wir biegen an der nächsten Ampel links ab in die Ludwigstraße. Hier gibt es rechter Hand auch wieder einen schmalen Radweg, der direkt an der Straße verläuft. An der ersten Möglichkeit biegen wir rechts in die Rheinstraße ab, an der nächsten Möglichkeit links – die Rheinstraße teilt sich hier, geradeaus ist nur eine Einbahnstraße. Wir passieren rechts den Barbarossaplatz und fahren geradeaus über die nächste Ampel hinüber, um wieder runter an den Rhein zu gelangen. Rechter Hand erscheint auch das Nibelungentor im Blick. Nach knapp zwei Kilometern biegen wir an der ersten Möglichkeit links ab und treffen wieder auf den Rhein-Radweg.
Ein Blick zurück an dieser Stelle entlang der Rheinstraße bringt genau die Spitzen des Wormser Doms in den Blick. Dann läuft der Weg ein wenig vom Rheinufer weg. Wir passieren eine Industrieanlage, die rechts liegt. Die Straße entlang des Ufers heißt Kastanienallee. Dort, wo die Kastanienallee auf ein TStück trifft, biegen wir links ab in die Straße namens Am Rhein, dann an der Ampel rechts und setzen unseren Weg auf dem Radweg parallel zur Straße, dem Nibelungenring (B9), fort – vorbei an weiteren Industrieanlagen wie dem Windcanton. Bald läuft der Radweg von der Straße weg und parallel zur Hafenstraße weiter. Sie führt weiter durch ein Hafen- und Industriegebiet. Hier gibt es keinen Radweg, deshalb heißt es auf der wenig befahrenen Straße radeln.
Wir biegen schließlich links in die Petrus-Dorn-Straße ab. Wenn zur Linken das Parkhaus der Dekra in den Blick kommt, wechseln wir auf den rechts neben der Straße verlaufenden Radweg. An der nächsten Ampel folgen wir weiter dem Radweg und fahren rechtsherum entlang des Nibelungenrings, der Bundesstraße B9. Wenn der Radweg sich gabelt, fahren wir nicht geradeaus weiter und durch die Brücke hindurch, sondern auf den rechts verlaufenden Weg, der asphaltiert ist. Der Nibelungenring geht schließlich in die Mainzer Straße über und wir fahren weiter geradeaus Richtung Norden, parallel zur Straße auf einem Radweg, der von dieser durch einen Grünstreifen abgetrennt ist.
Kurz danach biegen wir rechts ab in die Straße Im Pfaffenwinkel. Es kommen weitere Industrieanlagen zwischen uns und dem Rhein zur Rechten. Dabei geht es an riesigen Anlagen der Firma E.ON Industries Rhöm GmbH vorbei. Wenn wir auf den Pfaffenweg treffen, setzen wir unseren Weg geradeaus auf dem gegenüberliegenden Radweg fort, der asphaltiert ist. Dann nähern wir uns mit einem Rechtsbogen wieder dem Rhein, müssen die Schienen überqueren und sind schließlich erneut auf dem Dammweg, direkt am Rheinufer.
Nach einem guten Kilometer läuft die Straße mit einem Linksbogen wieder vom Rhein weg. Wir setzen unseren Weg allerdings geradeaus auf dem asphaltierten Radweg am Ufer fort. Linker Hand begleiten uns immer noch Industrieanlagen. Schließlich gabelt sich der Weg abermals, wir bleiben aber weiterhin dem Ufer treu. Bald gibt es rechter Hand ein kleines Stück mit Rheinstrand aus einem Kiesel-Sand-Gemisch. Ein scheinbar idyllischer Picknickplatz – doch Achtung! Die vielen Transportschiffe in diesem Rheinabschnitt können mit ihren Bugwellen leicht für nasse Füße sorgen.
Nachdem wir für ein kurzes Stück wieder an der Bundesstraße B9, der Mainzer Straße, entlanggefahren sind, biegt der Radweg an der Straße Am Fahrt rechts wieder zum Rhein ab. Dort liegt auch das Restaurant »Die Reling«. Die Straße Am Fahrt bringt uns dann direkt ans Rheinufer zurück. Bei Tageskilometer 9,5 treffen wir in Worms-Dürkheim wieder auf die Rheinuferstraße, die, wie der Name sagt, direkt am Ufer entlangführt, und setzen den Weg darauf fort. Kurz danach treffen wir in Rheindürkheim auf ein ungewöhnliches Kriegsdenkmal: einen Schiffsbug, der zum Rhein hin zeigt und den Verstorbenen beider Weltkriege zum Gedenken dient. Links liegt eine ungewöhnliche Kirche: die Simultankirche St. Peter.
Die Rheinuferstraße trifft hier auf die Kirchstraße, eine abknickende Vorfahrt. Wir radeln weiter geradeaus. Aus Rheindürkheim raus müssen wir nun etwas vom Rhein weg über eine Straße fahren. Dies ist weiterhin die Rheinuferstraße, die schließlich in die Ibersheimer Straße übergeht. Am Ortsrand wechseln wir auf die linke Straßenseite auf einen Radweg, der parallel zur Straße verläuft, und fahren entlang der Ibersheimer Straße. Am Ortsrand liegt auch noch eine Art Museumsschiff der Marinekameradschaft auf dem Trockenen in einer Wiese.
Linker Hand passieren wir nun einen Fußballplatz, rechter Hand die Vereinsgaststätte des TV Rhenania, die auch Nichtmitgliedern offen steht. Dann endet bald der Radweg auf der linken Seite und wir müssen wieder auf die andere Seite der Straße hinüberwechseln, wo ein neuer Radweg beginnt. Er führt von der Straße weg durch ein Feld. Der Weg ab Rheindürkheim führt durch eine flache Auenlandschaft, die mit Feldern und Wiesen sehr naturnah daherkommt. Bei Tageskilometer 14 kommt linker Hand Ibersheim in den Blick, und nach 300 Metern gibt es die Möglichkeit, links in den Ort abzubiegen.
Wir setzen unseren Weg allerdings weiter geradeaus entlang des Damms fort. Hamm am Rhein ist von hier aus in gut 2,8 Kilometern erreicht, Gernsheim in acht Kilometern.
Von Hamm am Rhein nach Oppenheim.
Wir fahren immer noch weiter auf dem Damm, der hier der Landdamm ist. Er führt uns schließlich durch Hamm am Rhein hindurch. Wenn wir auf eine abknickende Vorfahrtstraße treffen, setzen wir unseren Weg weiter geradeaus fort auf dem Landdamm. Dieser bringt uns schließlich wieder aus Hamm am Rhein hinaus. Die Landstraße, die wir nun entlangfahren, ist die K45. Sie verläuft auf einem Damm und bietet immer wieder Blicke auf das Rheinufer. Wenn wir dann auf eine Kreuzung mit der Landstraße L440 treffen, überqueren wir die vor uns liegende Straße, um dann halb links auf den Radweg abzubiegen.
Wir nehmen den betonierten, mittleren Weg. Dort steht auch eine Wegmarkierung, die uns sagt, dass es von hier aus 42 Kilometer nach Mainz sind. An der Kreuzung kann man auch zur Feriensiedlung Eicher See (www.eichersee.de) abbiegen – wer also Lust auf ein Bad oder einen netten Picknickplatz hat, fährt hier auf der Straße geradeaus über die Kreuzung.
An der nächsten Weggabelung setzen wir unseren Weg geradeaus fort. Dann kommen wir, nachdem wir die Wochenendsiedlung Eicher See zur Rechten passiert haben, an eine Kreuzung. Dort biegen wir rechts ab und fahren über die Straße Am Rheindamm wieder runter zum Rhein. Wenn wir dann nach knapp 100 Metern auf das Rheinufer treffen, halten wir uns links und radeln erneut auf dem Uferweg. Hier erwartet uns eine Schotterpiste mit zahlreichen Schlaglöchern.
Bald treffen wir auf eine Straße, nachdem wir einen kleinen Zufluss zum Rhein überquert haben, biegen sofort rechts ab und fahren weiter am Ufer des Rheins. Links erscheint die Gaststätte Zum Rheinhof. Es geht weiter am Rheinufer. Der Weg trifft auf eine Straße, auf der wir ein kleines Stück rollen, um dann bald wieder rechts auf dem Radweg am Rhein entlangzufahren. Dann treffen wir auf eine Gabelung, biegen rechts ab und fahren weiter parallel zum Flussufer. Schließlich gelangen wir auf einen gepflasterten Damm. Dann geht es nach knapp 300 Metern aber wieder weiter auf der Schotterpiste. Rechter Hand erscheint das Gelände eines Segelflugplatzes.
Wir fahren um dieses Gelände herum, rechts auf eine Anhöhe hinauf, um dann am Flughafengelände entlangzurollen. Dann trifft der Weg wieder auf ein asphaltiertes Stück.
Wir fahren hinunter auf die Rheinstraße, die uns entlang von Weinfeldern weiter in Richtung Oppenheim-Zentrum bringt. An der T-Kreuzung biegen wir links ab. Es geht vorbei an einem Wertstoffhof. An der nächsten Kreuzung setzen wir unseren Weg geradeaus fort. Links heißt die Straße, die wir geradeaus passieren, Am Stadtbad. Direkt am Sportplatz biegen wir an der Ecke Rheinstraße/Dammstraße rechts ab.
Wir passieren den Sportplatz nun rechter Hand, während wir entlang der Dammstraße fahren. Wenn wir auf die Fährstraße treffen, biegen wir links ab, an der nächsten Möglichkeit, noch bevor wir die Bundesstraße B9 erreichen, dann rechts. Wir passieren einen kleinen Jachthafen, der rechts liegt, während linker Hand der Bahnhof Oppenheim in den Blick kommt. Dann ist der Ortseingang von Nierstein erreicht; hier läuft auch der kleine Hafenarm wieder in den Rhein.
Wir radeln weiter auf dem Radweg entlang der Bundesstraße B9, die hier Rheinallee heißt. Sie beschreibt bald einen Linksbogen, wir radeln jedoch rechts, ein Stück weiter am Wasser entlang. Diese Stichstraße führt auch zur Niersteiner Fähre. Wer möchte, kann hier auf die andere Rheinseite übersetzen. Ansonsten fahren wir unmittelbar vor dem Fähranleger halb links auf dem Radweg, der hier asphaltiert ist, und folgen wieder dem Verlauf der Bundesstraße B9. Kurz nach dem Kran hört der Radweg an der DLRG-Station auf. Wir fahren ein Stück entlang der Bundesstraße, die in diesem Abschnitt auch gleichzeitig die Mainzer Straße ist.
Kurz vor dem Ortsausgang von Nierstein – genau an der Mainzer Straße auf Höhe der Hausnummer 92 – biegen wir links in einen schmalen Weg ab. Er führt den Radler unter einer Unterführung hindurch. Danach geht es sofort rechts, unterhalb von Weinbergen, weiter. Dann kommt eine Kreuzung inmitten der Weinstöcke. Hier fahren wir weiter geradeaus. Dann erscheint zur Rechten ein Klärwerk – hier sollte man einfach den Blick nach links wenden und die herrlichen Weinstöcke genießen.
Die Route führt nun weiter zwischen Weinstöcken hindurch, rechts fällt die Bundesstraße, aber auch der Rhein, in den Blick, und vor uns liegt eine liebliche Hügellandschaft. An einem belaubten Unterstellplatz biegen wir rechts ab. Bis nach Mainz sind es laut Schild nun noch 14 Kilometer. Unmittelbar vor den Eisenbahnschienen biegen wir sofort wieder links ab, um jetzt ein Stück parallel der Schienen zu radeln. Hier kann es mitunter, bei hoher Streckenauslastung, richtig laut werden.
Wenn der Weg schließlich auf eine Straße trifft, biegen wir rechts ab, überqueren die Eisenbahnschienen und fahren unmittelbar nach den Schienen links auf den Schotterweg. Nun wird man kräftig durchgeschüttelt, während links die Bahnlinie verläuft. Auf einem geschotterten Weg zwischen der Bahnlinie links und der Bundesstraße rechts erreichen wir Nackenheim.
Nun unterqueren wir mittels einer Unterführung die Bundesstraße und kommen an einem kleinen Jachthafen an einem Nebenarm des Rheins wieder heraus, um direkt am Rheinufer weiterzufahren. Wir umfahren schließlich den Campingplatz Rheinufer mit Campingklause, die auch durstigen Radlern Erfrischungen anbietet. Danach setzt ein wenig Entspannung ein, denn der Untergrund ist wieder asphaltiert.
Wenn wir rechter Hand auf einen Kies- und Sandvertrieb treffen und links eine Straße abgeht, biegen wir links ab und nach 30 Metern sofort wieder rechts auf den Radweg. (Fahren Sie nach dem Kies- und Sandvertrieb nicht zum Rheinufer hinunter!) Dann unterqueren wir die erste Brücke seit Worms – eine Autobahnbrücke der A60. Unmittelbar davor liegt ein kleines Café. Direkt hinter diesem und unmittelbar vor der Brücke fahren wir links. Hier liegt auch das Bootshaus des Weisenauer Rudervereins. Wenn der Weg schließlich auf eine Straße trifft und linker Hand ein Zementwerk zu sehen ist, biegen wir rechts ab. Nun fahren wir unter der Autobahnbrücke hindurch; linker Hand verläuft eine Bahnlinie.
Wir setzen den Weg geradeaus auf dem auf der linken Seite verlaufenden Radweg fort und passieren rechter Hand die Zementwerke der Firma ADM Mainz. Der Radweg überquert nun ein Gleis; wir fahren weiter zwischen mannshohen Bäumen und Hecken hindurch an dem Zementwerk vorbei. Dann nähern wir uns in einem leichten Bogen wieder dem Rhein. Links verläuft weiterhin die Bahnlinie.
Dann unterfahren wir eine Eisenbahnbrücke mit einem schönen, markanten roten Steinturm. Links liegen hier die Gebäude des Mainzer Rudervereins. Der Uferweg, über den wir fahren, ist das Victor-Hugo-Ufer – er soll uns Richtung Mainzer Zentrum bringen. Unmittelbar vor einem Biergarten fahren wir linker Hand über eine Brücke. Dort können wir dann den Blick zurück nach links auf einen Jachthafen werfen.
Hinter der Brücke halten wir uns wieder rechts und fahren weiter am Ufer entlang. Nun passieren wir mehrere Schiffsanleger, während geradeaus die nächste Rheinbrücke in den Blick kommt. Auf dem letzten Stück bis zur Rheinbrücke, auf dem Stresemann-Ufer, rüttelt das Kopfsteinpflaster noch mal ein wenig durch. Es besteht auch die Möglichkeit, etwas oberhalb zu fahren, wo der Weg asphaltiert ist. Das Stresemann-Ufer geht schließlich in das Adenauer-Ufer über.
Am Fischtorplatz biegen wir links ab, überqueren die Rheinstraße und fahren schräg gegenüber in die Fischtorstraße. Damit ist die Mainzer Fußgängerzone erreicht. Vor uns erscheint der Liebfrauenplatz mit dem Dom. Rechts liegt das Gutenberg-Museum, geradeaus ist der Mainzer Marktplatz, wo die Tour schließlich endet.

Etappe auf einen Blick.
km 0. Worms, es geht auf der linken Rheinseite nach Rheindürkheim, dann durch eine flache Auenlandschaft bis Ibersheim. Weiter geradeaus entlang des Damms nach Hamm am Rhein, vorbei an einem Segelflugplatz, entlang von Weinfeldern und dann links Richtung
km 34. Oppenheim. Ab hier mehr oder weniger direkt am Ufer des Rheins, durch einige Weinhänge über Nierstein und Nackenheim nach
km 53. Mainz, Zielort erreicht.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour56 km
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
StartortWorms.
AusgangspunktWorms.
EndpunktMainz.
TourencharakterWorms verabschiedet den Radler mit dem Anblick von Dom, Nibelungenmuseum und Nibelungentor, bevor die Tour ans Rheinufer führt. Nun geht es direkt entlang des imposanten Flusses – mal stehen am Ufer Industrieanlagen, mal liegen dort Strandabschnitte oder Auen. Ab Rheindürkheim führt der Weg durch eine flache Auenlandschaft, genau wie der dann folgende Weg entlang des Damms. Von hier aus bieten sich herrliche Blicke auf das Rheinufer. Ein kleiner Stopp in Oppenheim ist empfehlenswert. Danach geht es durch Weinstöcke hindurch Richtung Endziel Mainz.
Hinweise
Werkstätten. Mainz: Fahrradladen Berens und Reus, Albinistr.15, Tel. 06131/22 50 13, www.berensundreus.de
MarkierungenRhein-Radweg (gelber Radler auf blauem Grund mit Schriftzug »Rhein«).
VerkehrsanbindungBahn. Nach Worms verkehren Regionalbahnen. ICE, IC und Regionalzüge bis Mainz. Auto. Worms erreicht man über die A61 und A67. Parken: Zentral gelegen die Tief-garage Friedrichstr. 16a; kostenfrei am Wormatia-Stadion in der Alzeyer Str. Mainz hat Anschluss an die A60, A 63, A 643, und A66. Parken: zahlreiche Parkhäuser zwischen Hbf. und Rheinufer. Flugzeug. Die nächstgelegenen Flughäfen sind Mannheim und Frankfurt.
GastronomieMainz. Brauhaus zur Sonne, Stadthausstr. 18, Tel. 06131/23 65 88; Haus des Deutschen Weines, Gutenbergplatz, Tel. 06131/22 13 00, www.hdw-gaststaetten.de (große Auswahl an Wildgerichten).
Tipps
Das Gutenberg-Museum. Die Radroute führt Sie direkt vor die Tore des sehenswerten Gutenberg-Museums. Hier wurde die Welt des Buchdrucks und der Druckkunst auf 2700 Quadratmeter Ausstellungsfläche erlebbar gemacht. Im Jahr 1900 von Mainzer Bürgern anlässlich des 500. Geburtstages von Johannes Gutenberg gegründet, zeigt es neben mittelalterlichen Handschriften, historischen Drucken und Setzmaschinen früherer Epochen auch eine alte Druckerstube mit funktionierender Presse. Wie vor 550 Jahren gedruckt wurde, können Besucher so in der Werkstatt live miterleben. Liebfrauenplatz 5, Tel. 06131/12 26 40, www.gutenberg-museum.de, Di–Sa 9–17 Uhr, So 11–15 Uhr geöffnet, Mo und an gesetzlichen Feiertagen geschlossen.
Informationen
Als eine der ältesten deutschen Städte steht Worms (www.worms.de) gleichermaßen im Zeichen der Nibelungen und von Martin Luther. Seinen Platz in den Geschichtsbüchern sicherte sich Worms durch eine Reihe von Ereignissen. So, als Kaiser Heinrich III. hier im Jahr 1048 festlegte, dass der Bischof von Toul, Bruno von Egisheim-Dagsburg, Nachfolger des verstorbenen Papstes DamasusII. werden sollte. Und in der Tat wurde Bruno noch im selben Jahr als LeoIX. zum Oberhaupt der katholischen Kirche erhoben. Kaum minder bedeutend war das sogenannte Wormser Konkordat im Jahr 1122, mit dem der Streit zwischen geistlicher und weltlicher Macht um die Amtseinsetzung von Geistlichen (Investitur) beendet werden konnte. Nicht zu vergessen ist ferner der Reichstag zu Worms: Im Jahr 1521 kam Martin Luther nach Worms, wo ihn Kaiser KarlV. und päpstliche Legaten verhörten und den Widerruf und die Abstellung seiner Lehren erwarteten. Als Ergebnis stand sein berühmter Spruch »Hier stehe ich, ich kann nicht anders«, der um die Welt ging. Über Luther wurde das Wormser Edikt verhängt, das eine Ächtung und damit eine Rechtlosigkeit für den Reformator im gesamten Gebiet des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation nach sich zog. An dieses Ereignis erinnert heute das von Ernst Rietschel geschaffene und im Jahr 1868 enthüllte Wormser Luther-Denkmal als größtes Reformationsdenkmal der Welt. In Sichtweite des Denkmals fällt mit dem Kaiserdom St. Peter (A) eines der bedeutendsten Bauwerke der 80000 Einwohner zählenden Stadt in den Blick. Das zwischen den Jahren 1130 und 1181 errichtete Gotteshaus erhebt sich auf dem höchsten Punkt der Innenstadt. Einen großen Stellenwert genießt auch die Bewahrung jüdischer Kultur und Geschichte für Worms. So ist hier mit dem vermutlich im 11. Jahrhundert angelegten Friedhof Heiliger Sand (B) der größte erhaltene jüdische Friedhof Europas zu finden. Die Wormser Synagoge (C), die erstmals im Jahr 1034 urkundlich erwähnt wurde und noch im 11. Jahrhundert eine unterirdische Badeanlage (Mikwe) erhielt, wurde während der NS-Zeit in der Pogromnacht von 1938 niedergebrannt und von der Stadt Worms 1961 wieder aufgebaut, obwohl sich hier keine jüdische Gemeinde mehr angesiedelt hat. Heute vermittelt das Jüdische Museum im Raschi-Haus bei freiem Eintritt an historischer Stätte einen Einblick in die Geschichte und Kultur der Juden in Worms. Großgeschrieben wird in der mit 1490 Hektar bestockter Rebfläche größten Weinbaugemeinde in Rheinhessen – hier ist vor allem die Wormser Liebfrauenmilch international ein Begriff – der Kult um die Nibelungensage. Die meisten Szenen des im Mittelalter entstandenen Nibelungenliedes spielen in und um Worms. Hier sollen sich Kriemhild und Brünhild auf den Stufen des Doms gestritten haben. Hier soll Brünhild Gunther in der Hochzeitsnacht aus dem Fenster gehängt und hier soll Hagen den Mord am Drachentöter Siegfried geplant haben. Vor vielen Geschäften der Innenstadt stehen mannshohe Drachenfiguren, während das Hagen-Denkmal am Ufer des Rheins an einen der großen Protagonisten des Helden-Epos und an die Versenkung des berühmten Nibelungenschatzes im Rhein durch Hagen von Tronje erinnert. Auch die Nibelungenbrücke mit dem prächtigen Nibelungenturm lässt den Mythos lebendig werden, während das moderne Nibelungen-Museum (D) (www.nibelungen-museum.de) die Geschichte um Siegfried, Hagen und den sagenhaften Schatz multimedial aufbereitet. Um den Kult um die Nibelungen perfekt zu machen, hebt sich seit 2002 auf einer Freiluftbühne der Vorhang für die Wormser Nibelungenfestspiele (www.nibelungenfestspiele.de), bei denen unterschiedliche Inszenierungen des Nibelungenliedes zur Aufführung kommen. Natürlich hat Worms auch abseits von Luther und Nibelungen einiges zu bieten. Empfehlenswert ist beispielsweise der Besuch des Museums Kunsthaus Heylshof (E) (www.heylshof.de). Im Jahr 1884 zogen hier die bedeutenden Kunstsammlungen von Freiherr Cornelius W. von Heyl zu Herrnsheim und seiner Frau Sophie ein. Zu sehen sind neben Wechselausstellungen deutsche, niederländische und französische Malerei, Frankenthaler Porzellan sowie wertvolles Glas, Keramik und Glasmalerei. Die 3000-Seelen-Gemeinde Rheindürkheim (www.wormsrheinduerkheim.de) ist seit 1969 ein Stadtteil von Worms. Die auffälligsten Gebäude des historischen Ortskerns sind das im Jahr 1737 errichtete Rathaus sowie die barocke Simultankirche St. Peter von 1776. Obschon gut 1500 Jahre alt, ist das einst selbstständige Ibersheim seit 1969 der nördlichste Stadtteil von Worms. Zu den bekanntesten Einrichtungen zählen die Mennonitenkirche von 1836 sowie das Ammenhäuschen von 1788, in dem heute das kleine Heimatmuseum untergebracht ist. Daneben weist der historische Ortskern noch eine Reihe denkmalgeschützter Häuser auf. Dazu zählen das Ibersheimer Schloss aus dem 15. Jahrhundert, das Brückentor zum Schloss, ein Bauernhof von 1716 sowie fünf historische Scheunen aus der Zeit um 1800. Getrübt wird die Idylle durch den Blick auf das an der gegenüberliegenden Rheinseite liegende Kernkraftwerk Biblis, das Mitte der 1970er-Jahre in Betrieb ging. Viel Sehenswertes hat die an einem Seitenarm des Rheins, dem Schadegrawe, gelegene Gemeinde Hamm am Rhein (www.hammam-rhein.de) mit rund 2200 Einwohnern nicht zu bieten – mit Ausnahme einiger schmucker Fachwerkhäuser. Das Wahrzeichen ist eine Eiche gegenüber dem Rathaus, die im Jahr 1872 nach Beendigung des Deutsch-Französischen Krieges gepflanzt wurde. Obschon die Winzerstadt Oppenheim (www.oppenheim-tourismus.de) durch die prächtige Altstadt mit ihren schönen Fachwerkhäusern zu begeistern weiß, liegt die eigentlich Attraktion mit dem Oppenheimer Kellerlabyrinth unter der Erde. Geführte Begehungen lassen die vergessenen Kelleranlagen als eine historische »Stadt unter der Stadt« lebendig werden. Die Gesamtlänge der unterirdischen Gänge, die zwischen dem 13. und 18. Jahrhundert entstanden sind, liegt bei rund 20 Kilometern, aber nur knapp 500 Meter sind im Rahmen der Führungen begehbar. Viele dieser unterirdischen Keller wurden primär für die Lagerung von Lebensmitteln genutzt – vor allem für Bier. Denn im 16. Jahrhundert gab es in Oppenheim nicht weniger als 17 Brauereien – und sie alle benötigten ganzjährig gut gekühlte Lagerflächen. Während die »Unterwelt«, die sich an einigen Stellen über bis zu fünf Stockwerke in die Tiefe erstreckt, von außen nicht sichtbar ist, bilden die weithin sichtbare Ruine der einst mächtigen Burg Landskron und die gotische Katharinenkirche die Wahrzeichen der Stadt. In der Michaeliskapelle des Gotteshauses ist das Beinhaus untergebracht. Hier können jahrtausendealte echte Menschenknochen, die durch den kalkhaltigen Boden Oppenheims konserviert wurden, in Augenschein genommen werden. Einen Besuch wert ist sicherlich auch das Deutsche Weinbaumuseum (www.dwb-museum.de), das aus der Perspektive des Winzers vom Anbau der Rebe bis zur Abfüllung anschaulich erklärt, wie die Weine entstehen. Zudem umfasst die Sammlung rund 2500 Korkenzieher sowie Mausefallen aus aller Herren Länder. Derweil spannt das Oppenheimer Stadtmuseum mit seiner Ausstellung einen Bogen durch alle Epochen der Stadtgeschichte. Mit mehr als 780 Hektar bestockter Rebfläche avanciert Nierstein (www.nierstein.de) zur zweitgrößten Weinbaugemeinde in Rheinhessen nach Worms. Die 8000-Seelen-Gemeinde produziert dabei klassische Riesling-Weine von internationaler Reputation. Zu den bekanntesten Riesling-Lagen gehören Niersteiner Pettental, Niersteiner Ölberg, Niersteiner Hipping sowie Niersteiner Brudersberg. Und so ist es fast schon obligatorisch, hier auf einen Schoppen in einer der vielen Straußwirtschaften oder Winzerstuben einzukehren. Weithin sichtbar ist die 1776 eingeweihte katholische Pfarrkirche St. Kilian auf einem Hügel über dem Rheintal. Rund um den Marktplatz gruppieren sich einige sehenswerte Häuser wie das 1783 errichtete Alte Rathaus, in dem heute das Paläontologische Museum untergebracht ist, oder die ehemaligen Adelshäuser der Freiherrn von Knebel. Das Paläontologische Museum (www.museum-nierstein.de) zeigt seltene Fußabdrücke von Insekten, Amphibien und Reptilien aus dem Perm (Geologie) sowie Fossilien aus aller Welt. In den Weinbergen bildet der Wartturm einen markanten Blickfang und ist zugleich der höchste Aussichtsturm Niersteins. Derweil ist von der ehemaligen Schwabsburg aus dem 12. Jahrhundert lediglich noch der Bergfried erhalten. Bekannt ist die kleine Weinbaugemeinde Nackenheim (www.nackenheim.de) für ihre Riesling-Weine und als Geburtsort von Schriftsteller Carl Zuckmayer (1896–1977), dem geistigen Vater von »Der Hauptmann von Köpenick«. Mit seinem Lustspiel »Der fröhliche Weinberg« verfasste er 1925 auch eine Hommage an seine Heimatstadt. In Nackenheim tragen heute eine Grundschule sowie eine Veranstaltungshalle seinen Namen. Außerdem ziert seine Büste den Eingang der Ortsverwaltung. Nackenheim ist ferner Sitz der Carl-Zuckmayer-Gesellschaft (www.carl-zuckmayer.de). Und das kleine Ortsmuseum widmet sich ebenfalls nicht nur der Siedlungs- und Ortsgeschichte, sondern hat einen Ausstellungsraum dem Ehrenbürger Zuckmayer gewidmet. Markantestes Bauwerk der 5300-Seelen-Gemeinde ist das spätbarocke Rathaus aus dem Jahr 1751. Mit seinen knapp 200000 Einwohnern ist Mainz nicht nur die Landeshauptstadt, sondern gleichzeitig die größte Stadt des Bundeslandes Rheinland-Pfalz. Gegenüber der Mündung des Mains am Rhein gelegen, ist die Stadt darüber hinaus die Hochburg des rheinischen Karnevals und auch Sitz einiger Fernseh- und Rundfunkanstalten, eines Bistums sowie einer Universität. Die historische Altstadt erstreckt sich vom Südbahnhof bis zum Dom. Tagsüber locken kleine Geschäfte in den Fachwerkhäusern, abends gemütliche Weinkneipen. Neben der Flaniermeile Augustinerstraße laden auch die kleineren Gassen wie Kirsch garten oder Schönbornstraße dazu ein, in Ruhe entdeckt zu werden. Die zahlreichen Kirchen der Stadt, darunter der romanische Dom Sankt Martin (A), die elegante, gotische Hallenkirche Sankt Stephan (B) mit den sehenswerten Chagall-Fenstern sowie die Christuskirche (C) mit Eduard Kreyßigs gewaltiger Renaissance-Kuppel, gehören zu den meistbeachteten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Aber auch bei trübem Wetter muss sich in Mainz niemand langweilen. Die Museumslandschaft bietet neben dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum (D), das im Kurfürstlichen Schloss beheimatet ist, das Landesmuseum Mainz (E) sowie das Gutenberg-Museum (F) (siehe »Tipp«). Eine Besonderheit im Stadtbild sind die roten und blauen Straßenschilder. Seit 1853 verfolgt man diese Tradition: »Rote« Straßen verlaufen vorwiegend quer zum Rhein, während Straßen parallel zum Rhein mit blauen Straßenschildern versehen werden. Kleinere Straßen und solche, die weiter entfernt vom Rhein liegen, sind mit weißen Schildern gekennzeichnet. Fischarten im Rhein. Knapp 60 Fischarten tummeln sich im Rhein. Neben Aal, Brasse, Flussbarsch und Karpfen sind in Europas mächtigstem Fluss unter anderen Hecht, Rotfeder, Rotauge, Schleie, Wels und Zander heimisch. Hinzu kommen Stint, Äsche, Döbel, Ukelei sowie der Schneider, der vornehmlich am Oberrhein zu finden ist. Riesling – weiße Rebsorte von Weltrang. Der (auch) in weiten Teilen von Rheinhessen angebaute Riesling ist eine weiße Rebsorte, die zu den besten Weißweintrauben weltweit zählt. Die Traube bringt rassige und elegante Weißweine hervor. Typisch ist die feine Säure, welche die wichtige Basis für die extrem lange Lagerfähigkeit der Spitzenrieslinge von bis zu zehn Jahren ist. Bei den Geschmacksrichtungen halbtrocken und lieblich zeichnet sich der Wein durch fruchtige Aromen aus, die ein wenig an Pfirsich oder Aprikose erinnern.
Unterkunft
Mainz. Advena Europa Hotel, Kaiserstr. 7, Tel. 06131/971070, www.advenahotels.com (3-Sterne-Haus, 5 Min. vom Hbf.); Altdeutsche Weinstube – Historisches Hotel Schwan, Liebfrauenplatz 7, Tel. 06131/14 49 20, www.mainz-hotel-schwan.de; Rhein-Main-Jugendherberge, Jugendgästehaus Mainz, Otto-Brunfels-Schneise 4, Tel. 06131/853 32, www.diejugendherbergen.de
Tourismusbüro
Worms: Tourist Information Worms, Neumarkt 14, Tel. 06241/250 45, www.worms.de; Mainz: Touristik Centrale Mainz, Brückenturm am Rathaus, Tel. 06131/28 62 10, www.touristik-mainz.de
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