Von Waren nach Boek

Schöne Rundtour auf Asphaltstraßen und Waldwegen, gelegentlich Aussicht auf Seen. (Autor: Tassilo Wengel)
43 km
20 m
3.00 h
Wir starten am Bahnhof in Waren L, schieben das Fahrrad durch die Unterführung zum Schweriner Damm und schwenken hier nach links. Wir unterqueren die Herrenseebrücke, fahren am Tiefenwaren und der Altstadt vorbei, bis rechts die Mecklenburger Straße abzweigt. Dieser folgen wir und radeln in ihrer Fortsetzung, dem Karl-Bartels-Weg, dem Federower Weg sowie dem Damerower Weg, auf dem Müritz-Rundweg (MR) sowie dem Radweg Berlin – Kopenhagen (B – KO) nach Federow, dem Eingangstor zum Nationalpark. Hier folgen wir dem Müritz-Rundweg (MR) auf der Asphaltstraße nach Schwarzenhof, wo das Hotel »Kranichrast« mit Biergarten zum Verschnaufen einlädt. Wer sich für eine kleine Ausstellung über das Ostufer der Müritz interessiert, findet im Nationalparkamt Gelegenheit. In Schwarzenhof orientieren wir uns an dem Wegweiser nach Speck, radeln leicht abwärts und überqueren den Abfluss des Mühlensees zum Specker See, wo sich bis zur Mitte des 19. Jh. eine Wassermühle befand. Leicht ansteigend erreichen wir Speck, rechts fällt das efeuberankte Schloss auf, das 1937 im englischen Landhausstil von dem Leipziger Verleger Kurt Hermann errichtet wurde. Durch den Schlosshof gelangen wir auf einem Bohlenweg zum Priesterbäker See, wo sich ein Beobachtungsstand befindet.
Von diesem Ausflug zurück, setzen wir unsre Tour auf der Dorfstraße fort. In der Alten Schmiede gibt es Kaffee und Kuchen, auch Bücher, Karten und Souvenirs sind erhältlich. Die kleine klassizistische Dorfkirche (1876/77 errichtet) kann mit blau-rot-goldener Kasettenmalerei an der schönen Holzbalkendecke aufwarten. Von Speck folgen wir dem Wegweiser nach Boek und radeln durch den Boeker Forst nach Boek, einem alten Gutsdorf, das seit der Mitte des 19. Jh. im Besitz der Hugenottenfamilie Le Fort ist. Die Schriftstellerin Gertrud von Le Fort verbrachte mehrere Jahre im Gutshaus Boek, das heute ein kulturelles Zentrum der Gegend ist und die Nationalpark-Information beherbergt. Von Boek folgen wir bei der großen Infotafel dem Wegweiser in Richtung Boeker Sender, Schwarzenhof und radeln in der Nähe des Müritzufers. Nach wenigen Metern bietet sich die Gelegenheit, zu einem Beobachtungsstand zu gehen, um den Blick über die Müritz zu genießen. Wir überqueren auf unserem Weg nach Schwarzenhof den Millionärsgraben, einen Entwässerungsgraben, der vom Specker See kommt. Dann passieren wir zwei Brücken, kreuzen einen Querweg und setzen unsere Fahrt auf einem Plattenweg durch das Feuchtgebiet des
Röbelschen Waldes fort.
Wir erreichen Schwarzenhof, schwenken hier nach links und radeln auf bekanntem Weg nach Waren L zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour43 km
Höhenunterschied20 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWaren, Bahnhof.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDie Ostseite der Müritz bestimmt größtenteils der MüritzNationalpark, ein waldreiches Gebiet mit zahlreichen kleineren Seen, Sumpfgebieten und einer reichen Tier- und Pflanzenwelt. Dieses Gebiet östlich der Müritz lässt sich per Rad und zu Fuß gut erkunden.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC Regionalkarte 1:75000 Mecklenburgische Seenplatte.
MarkierungenWegweiser, teilweise Müritz-Rundweg (MR).
VerkehrsanbindungAutobahn A 10, Ausfahrt Waren oder Malchow, auf B 192 nach Waren.
GastronomieWaren, Federow, Speck, Boek.
Tipps
Vom 1. Mai bis 30. Oktober verkehrt im Stundentakt ein Bus durch den Nationalpark. Dafür kann ein Fahrschein im Bus, beim Nationalpark-Service in Federow sowie in größeren Hotels und allen Touristeninformationen gelöst werden. Zur Wahl stehen zwei Linien: Blau ist die Müritz-Linie (Waren, Federow, Schwarzenhof, Mühlensee, Speck, Am Käßlingsberg, Priesterbäker See, Boek, Bolter Kanal, von dort mit dem Schiff zurück). Rot ist die Fischadler-Linie (Mirow, Granzow, Schillersdorf, Zietlitz, Babke, Dalmsdorf, Kratzeburg, Pieverstorf, Ankershagen).
Informationen
Boek ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt für Wanderungen durch den Müritz-Nationalpark. Dazu gehört auch der 80 ha große Wildpark mit Rot- und Damwild, in dem die zahmen Tiere bis an den Weg kommen. Wer nicht wandern möchte, kann den Wildpark während einer einstündigen Kutschfahrt erkunden. Informationen dazu gibt es im Landhaus Boek (Boeker Straße 19), einem reetgedeckten Reiterhof mit Restaurant.
Tourismusbüro
Waren-Information, Neuer Markt 21, 17192 Waren, Tel. 03991/ 666183, Fax 03991/ 664330. E-Mail: waren-tourist@t-online.de, Internet: www.waren-tourist.de. Nationalpark-Information, Specker Straße, 17192 Waren, Tel. 03991/ 662786.
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