Von Traunstein aufs Hochhorn

Insgesamt ca. 5 km, davon gut 2 km Schiebestrecke. Mehrere längere Anstiege. Höhenunterschied - rund 185 m. Gefällstrecken gesamt gut 7 km. Verkehr: In Traunstein lebhaft, sonst wenig oder kein Verkehr. Wege: Der größte Teil der Straßen ist asphaltiert, nur knapp 3 km Schotterwege, alle problemlos befahrbar. (Autor: Armin Scheider)
31 km
185 m
3.00 h
Ausgangspunkt ist der Stadtplatz in Traunstein.Wir verlassen die Stadt in Ostrichtung auf Knieboss- und Scheibenstraße, fahren nach der Traunbrücke links auf dem Radweg Richtung Hallabruck/ Thannreit hinunter und setzen den Weg gegenüber der Salzburger Straße Richtung Waging fort. Nach kurzem Anstieg trifft man auf eine Bahnunterführung und biegt vorher rechts ab. Wenig später ist man in einem parkartigen Hochtal mit schönen Bergblicken, passiert Lappen und erreicht nach einigen leichten Steigungen Thunstetten (Km 3,5). Nach Durchfahren dieses Dorfes bietet sich wieder ein schönes Panorama, anschließend geht es hinunter an die B 304. Links nutzen wir den Radweg für 200 Meter, überqueren dann die Bundesstraße und steuern Surberg an. Wieder 200 Meter weiter müssen wir uns entscheiden - entweder halbrechts hoch, ein steiler 200-Meter-Anstieg zur Kirche in Surberg (Km 5,5) oder auf der Fahrstraße hinauf (knapp 500 Meter), ebenfalls ansteigend, aber nicht so steil. Ab Surberg radeln wir dann nach Südosten hinaus, in ein landschaftlich besonders ansprechendes Hochtal mit bäuerlicher Wiesenlandschaft und weiten Ausblicken nach Osten. Wir passieren die Gehöfte Moos und Larchen und kommen nach etwas längerer Steigung zum Scheitelpunkt (Km 8,5) dieser Etappe. Dort ist die Aussicht besonders schön: unten die parkartige Talsenke rund um Neukirchen, dahinter die Chiemgauer Berge und rechts die markante Felsgruppe des Wendelstein. Ganz in der Nähe dieses Aussichtspunktes befindet sich das Hochhorn – nähere Hinweise dazu siehe rechts oben. Weiter geht es in genussvoller Abfahrt und mit schöner Sicht ins Tal hinunter nach Neukirchen (Km 11). Direkt nach der Kirche folgen wir rechts dem Badweg und kommen bei prächtigem Alpenblick nach Bernbichl. Dort fahren wir zunächst zur Autobahn hinunter und halten uns unten rechts. Nach kurzer Waldpassage erreichen wir Kappenfeld (Km 14) und setzen die Fahrt auf der bisherigen Straße Richtung Traunstein fort. Die nun folgende Strecke fällt ganz leicht ab, ist also angenehm zu fahren. Wieder geht es gut zwei Kilometer durch Wald, dann öffnet sich die Landschaft, und wir befinden uns abermals in reizvoller Wiesengegend mit Bergkulisse im Hintergrund. Dann erreichen wir den Weiler Obersöln (Km 17,5). Dort folgen wir dem links abgehenden Sträßchen, passieren nach Taldurchquerung den Weiler Bach und kommen im Wald an eine Querstraße: Hier fahren wir links ab und eineinhalb Kilometer auf dieser Straße nach Südosten. Dann etwas verdeckt eine Rechtsabzweigung im Wald mit Schild Richtung Hinterwelln. Der stille aber auch etwas ruppige Waldweg führt in leichtem Auf und Ab nach zweieinhalb Kilometern zur Querstraße in Hinterwelln, wo man bei schöner Aussicht rechts abbiegt und zum Ortsteil Höll (Km 24) kommt. Nun steht zwar noch eine letzte markante Steigung von 800 Metern bevor, dafür wird aber dann auf dem Hochberg (Km 25) auch ein Panorama der Spitzenklasse geboten: Tal und Berge zeigen sich in einem erhabenen Rahmen. Und noch ein Bonbon erwartet uns: Auf der Gegenseite radeln wir bei herrlicher Aussicht auf Traunstein und den Chiemsee rund zwei Kilometer genussvoll hinunter ins Trauntal. Wenn wir nach Erreichen der Talsohle gleich die Fußgängerbrücke über Traun und B 306 nutzen und unsere Fahrt dann drüben nach rechts fortsetzen, gelangen wir auf Triftweg (entlang dem Kanal), Bürgerwald- und Reifenstuelstraße sowie auf Auberg und Mittlerer Hofgasse problemlos ins Stadtzentrum von Traunstein an den Ausgangspunkt unserer Tour zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour31 km
Höhenunterschied185 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterErhabene Gebirgsbilder und stille Höhenwege – das sind die prägenden Merkmale dieser Route. Die Tour startet in Traunstein, bringt uns zunächst in das hoch gelegene Surberg und führt dann über Hochhorn und Hochberg – beide bekannt als Aussichtspunkte – wieder zurück. Das Prachtpanorama gibt es aber leider nicht umsonst – mehr als fünf Kilometer Steigungen inklusive einiger längerer Anstiege sind zu überwinden.
Hinweise
Etwa 100 Meter entfernt vom Aussichtspunkt (Km 8,5) hinter den Gehöften Moos und Larchen bietet sich ein Abstecher nach links zum Hochhorn (774 Meter) an - Der Weg dorthin ist 700 Meter lang und enthält 400 Meter Steigungen. Dafür ist die Aussicht großartig: im Blick das gesamte Salzburger Becken mit umliegenden Bergmassiven und dahinter das schneebedeckte Dachsteingebirge. Alternative Rückfahrt Traunstein: Wer nicht über den Hochberg möchte, fährt in Höll links ins Trauntal zur B 306, überquert kurz vor der Autobahn die Traun und radelt an ihrem Westufer nach Traunstein zurück. Das wären zwei zusätzliche Kilometer, die zwar keine Steigung, aber auch keine besonderen Höhepunkte aufweisen.
KartentippKompass Wanderkarte Nr. 16 »Traunstein, Waginger See«.
VerkehrsanbindungAuto - BAB Salzburg bis Traunstein/ Siegsdorf, dann auf der B 306 nach Traunstein. Bahn: München–Traun-stein stündlich Direkt-verbindung.
GastronomieTraunstein - Gasthof Schnitzlbaumer, kein Ruhetag, Terrasse; Gasthaus Sternbräu, kein Ruhetag, Biergarten. Neukirchen: Messnerwirt, Mo und Di Ruhetage, Terrasse. Hochberg: Alpengasthof Hochberg, Di sowie Mi bis 15 Uhr Ruhetage, Aussichtsterrasse.
Tipps
Wenn das Wetter mitspielt, reservieren Sie sich den Ostermontag für den Radausflug - An diesem Tag findet in Traunstein alljährlich der Georgiritt mit Schwertertanz statt. Am Vormittag zieht St. Georg, der Bauernheilige, gefolgt von einer bunten Schar an Rittern, Reitern und Landsknechten durch die Stadt bis Ettendorf und nach der Pferdesegnung wieder zurück. Nachmittags dann der seit 1530 überlieferte Schwertertanz auf dem Marktplatz als Zeichen, dass der Frühling den Winter besiegt hat.
Verleih
In Traunstein.
Informationen
Traunstein - Erste Siedlung um 1120. Gewinnt bald an Bedeutung wegen der Lage an der Römerstraße Salzburg – Augsburg. Kommt 1273 zu Bayern und erhält 1375 die Stadtrechte. Verheerende Brände 1371, 1704 und 1851. Dementsprechend stammen viele Gebäude aus der 2. Hälfte des 19. Jhs. Heute ist Traunstein Kreisstadt und größter Ort des Chiemgaus. Ein Stadtrundgang sollte u. a. einschließen: Stadtpfarrkirche St. Oswald*, Neubau 1675 –1690, wegen der Brände aber mehrfach ergänzt. Im Innern neubarocker Stuck, kleine Freskenspiegel und Hochaltar von 1909, die Schnitzfiguren dagegen meist aus dem 18. Jh. In der Salinenkapelle von 1631 Altäre mit Gemälden und Figuren sowie einer prächigen Empore mit Schnitzwerk. Am Stadtplatz der Liendl-Brunnen (1526) mit großer Figur aus Rotmarmor. Dort und in benachbarten Straßen auch sehenswerte Wohnhäuser, vereinzelt noch mit alter Bausubstanz. Von der Stadtbefestigung sind letzte Mauerreste, der Brothausturm (Kern 14. Jh.) und das Löwentor (1824) beachtenswert. Im Heimathaus (Apr – Okt Mo – Sa 10 – 15 Uhr, So 10 – 16 Uhr) findet man stadtgeschichtliche und wirtschaftliche Zeugnisse, aber auch bürgerlich/bäuerliche Sammlungen (Möbel, Kleidung, Hausrat) sowie sakrale Exponate. Die Städtische Galerie (Do 14 –17 Uhr, während Ausstellungen täglich geöffnet) zeigt in festen und wechselnden Ausstellungen vor allem Kunst des 20. Jahrhunderts. ® Ettendorf (Nordostrand von Traunstein): Die Kirche St. Vitus und Anna* (15. Jh.) ist alljährlich am Ostermontag Ziel des Georgirittes (siehe Tipp des Tages). Im Innenraum beeindrucken vor allem Wandfresken (16./18. Jh.) und reich geschmückte Barockaltäre mit Schnitzfiguren.
Tourismusbüro
Traunstein Tel. 08 61 / 65 273 Neukirchen Tel. 086 66 / 357
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