Von Sassnitz nach Göhren

Auf erst ebenen, dann ansteigenden Wegen, zum Teil etwas holprig an der Ostküste Rügens entlang (Autor: Michael Graf)
35 km
100 m
3.00 h
Von Sassnitz nach Binz: Von der Information in Sassnitz der Beschilderung Rügen– Hamburg/Fährhafen nach links, an den Hafengebäuden entlang, am neuen Hafenmuseum vorbei, am Hafenende bei Rügenfisch nach rechts, die Straße in einer steilen Kurve hoch, oben links (Richtung Fährhafen) in die Straße Fischerring. Am Kreisel links und gleich wieder rechts. Die Mukraner Straße entlang, am Ende von Sassnitz trifft man auf die Ortsstraße. Diese queren und nach links auf dem Radweg weiter. Es geht über die Bahnlinie, vor dem Fährhafen queren, auf dem Radweg weiter bis Neu Mukran. Über die Eisenbahnbrücke auf einem sehr schmalen Rad/Fußweg, danach kleiner Sandstreifen an der viel befahrenen Straße. Beim Ortsschild queren, auf dem Plattenweg weiter und am Ortsendeschild nochmals queren. Nun folgt ein neuer Radweg abseits der Straße entlang der Prorer Wiek bis zu den Ruinen von Prora. Die Ferienanlage Prora wurde von den Nationalsozialisten als Kraft-durch-Freude-(KdF-)Haus entlang des Sandstrandes der Prorer Wiek errichtet. Mit einer Länge von 4,5 Kilometern ist es eines der größten Gebäude der Welt. Der architektonisch langweilige, da absolut gleichförmig gebaute Riegel beeindruckt nur durch seine immense Länge. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden einzelne Teile im Osten von Pionieren gesprengt. Ein Teil von Prora wurde mittlerweile saniert und zu Wohnungen ausgebaut, der östliche Teil besteht aus Ruinen. Im KdF-Museum Prora in Block 3, Trakt 3, kann man sich über die Geschichte der Anlage informieren. Öffnungszeiten: April–Sept. 10–18 Uhr, Okt.–März (beheizt) 10–16 Uhr; Führungen zur Geschichte der Prora-Anlage mit Besuch des historischen Proramuseums tägl. um 11.45 Uhr, von April–Okt. auch um 14.30 Uhr. Außerdem befindet sich in Prora das Eisenbahn- & Technikmuseum Rügen mit zahlreichen Exponaten. Öffnungszeiten: April– Okt. tägl. 10–17 Uhr. An der Querstraße links Richtung Binz. Danach erst links-, dann rechtsseitiger Radweg nach Binz. Am Ortsanfang über die Bahnlinie, dann Radweg. Schlechte oder fehlende Radbeschilderung in Binz. Beim Dünenpark Binz in die Dollaner Straße Richtung Bahnhof, am großen Kreisel geradeaus. Binz, etwas überschwänglich »Sorrent des Nordens« betitelt, ist ein sehr beliebter Ferienort. Zahlreiche Gebäude im Stil der Bäderarchitektur der Jahrhundertwende mit verspielten Jugendstilornamenten an Balkonen und Terrassen säumen die Promenade und die Hauptstraße. Von der 370 Meter langen Seebrücke, 1994 erbaut, starten Schiffsausflüge u.a. zu den Kreidefelsen oder nach Peenemünde. Von Binz nach Göhren: Beim Hotel Granitz rechts auf separatem Radweg, anschließend rechts ab auf kleinem, schönem Waldweg entlang des Ufers des Schmachter Sees. Nach den Bahngleisen des »Rasenden Rolands« links auf den geteerten Radweg, dann rechts und nochmals rechts. Am großen Radverteiler Richtung Sellin. Man erreicht wieder die Bahnlinie, quert und fährt gegenüber weiter. Am Ende der Allee von Binz links in den Waldweg. Bei der Wegekreuzung im Wald links, steil aufwärts (Granitz). An der Abzweigung zum Schloss Granitz geradeaus. Abstecher zum Jagdschloss Granitz: Nach rechts geht es ordentlich aufwärts durch den Wald zum Jagdschloss Granitz. Auf dem gleichen Weg wieder zurück. Mit dem »Rasenden Roland« kann man auch von den Seebädern aus bis zur unterhalb des Schlosses liegenden Haltestelle Granitz fahren und dann aufsteigen. Im 40 Quadratkilometer großen, ehemaligen Jagdgebiet der Grafschaft Putbus, der Granitz, befindet sich das Jagdschloss Granitz , das auf der höchsten Erhebung Ostrügens, dem Tempelberg, von Fürst Malte von Putbus 1836–1846 errichtet wurde. Es ist ein Viereckbau im Stil der norditalienischen Renaissancekastelle; statt des Lichthofs wurde jedoch von Schinkel ein 35 Meter hoher Mittelturm eingefügt, der über eine sehenswerte Wendeltreppe verfügt. Von der Aussichtsplattform ergibt sich eine prächtige Aussicht auf die Halbinsel Mönchgut. Öffnungszeiten: Hauptsaison tägl. 9–18 Uhr, ansonsten Di–So 10–16 Uhr. An der T-Kreuzung links, dann geradeaus, auf betoniertem Weg steil abwärts. Es geht auf und ab, man erreicht Sellin bei der 1913 erbauten Gnadenkirche. Auch Sellin weist in der beeindruckenden Wilhelmstraße schöne Häuser und Villen im Stil der Bäderarchitektur auf. Sie verläuft aufwärts zum Meer, da hier die Küste steil abfällt. Die im Meer liegende bebaute Seebrücke ist das Wahrzeichen der Stadt. An der Seebrücke steht auch die futuristische Tauchgondel, mit der man in die Ostsee eintauchen kann. Öffnungszeiten: Nov.–April 11–16 Uhr (Mo, Di Ruhetag), Mai/Sept./Okt. 10–18 Uhr, Juni–Aug. 10– 21 Uhr. Eine Tauchfahrt dauert etwa 30 bis 40 Minuten. Außerdem gibt es in Sellin das einzige Bernsteinmuseum Rügens. Öffnungszeiten: Mo–Fr 10–12 Uhr und 14–17 Uhr, Sa 10–12 Uhr. Der Bahnhof in Sellin ist der einzige, der noch sein ursprüngliches Aussehen von 1896 bewahrt hat. Man fährt die August-Bebel-Straße auf dem Radweg rechts hinab, unten links, die Granitzer Straße entlang. Ein Sandstreifen verläuft neben der Straße entlang des Küstenwalds. Am Bahnhof geradeaus weiter auf dem Radweg nach Baabe. Baabe ist ein modernes Seebad, das erst am Ende des 19. Jh. vom Fischerdorf zum Badeort umgewandelt wurde. Der »Rasende Roland« fährt mitten durch den Ort. Baabe liegt am sogenannten Mönchsgraben, einem slawischen Wallgraben, der die Halbinsel Mönchgut von den Eldenaer Klosterbesitzungen trennte. Am Anfang von Baabe links Richtung Göhren, kurz danach rechts ab (Waldstraße). Anschließend links in den Göhrener Weg, es geht durch den Wald. Man quert die Bahnstrecke (Vorsicht wegen schlechtem Gleis!), biegt links ab in den kleinen Waldweg Richtung Göhren bis zur Querstraße. Dort fährt man links der Beschilderung Campingplatz/Nordstrand nach und erreicht den Campingplatz und den Bahnhof von Göhren. In Göhren liegt der Frachtkahn Luise im Hafen vor Anker. Sehenswert ist auch das Mönchguter Museum mit einem Fischerkaten, Rookhus genannt. Dort sieht man das ländliche Fischerei- und Lotsenwesen. In der Kirche sind Modelle von Segelschiffen und Großplastiken eines Mönchguter Bauernpaares ausgestellt. Hinter der Kirche befindet sich das Hügelgrab Speckbusch. 200 Meter vor der Küste des Nordstrandes liegt mit 1600 Tonnen der größte Findling der Ostseeküste, der Buskam, was slawisch »Gottesstein« bedeutet.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour35 km
Höhenunterschied100 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSassnitz, Hafen
EndpunktGöhren, Bahnhof
TourencharakterEntlang der Prorer Wiek am längsten Gebäude der Welt vorbei geht es in das beliebte Ostseebad Binz und aufwärts durch den Wald der Granitz in den alten Badeort Sellin. Über Baabe fahren wir weiter durch den Wald nach Göhren auf Mönchgut im Osten Rügens.
Beste Jahreszeit
KartentippWander- und Radwanderkarte, Rügen mit Hiddensee, 1:75000, Verlag Nordland
MarkierungenLokal, Rügenrundtour und teilweise Ostseeküsten-Radweg
VerkehrsanbindungAnreise: Sassnitz ist der Endpunkt der Bahnlinie Stralsund-Bergen-Sassnitz. Rückfahrt: Mit dem »Rasenden Roland« von Göhren nach Putbus, dort mit der DB bis Sassnitz.
GastronomieZahlreiche Cafés und Restaurants in Binz, Sellin, Baabe. Göhren: gutes Fischrestaurant neben dem Bahnhof
Tipps
Kombination: Weiter nach Putbus
Informationen
Der »Rasende Roland«: Die wegen ihrer »Geschwindigkeit« »Rasender Roland« genannte Kleinspurbahn verbindet seit 1899 die Seebäder Sellin, Baabe und Göhren mit Putbus. Eine Zugfahrt mit der Dampflokbahn ist ein wahres Erlebnis, in vielen Kurven schlängelt sich die Bahn durch die schöne Landschaft. In einem eigenen Gepäckwagen können die Fahrräder untergebracht werden.
Unterkunft
Göhren: zahlreiche Hotels und Pensionen sowie Campingplatz
Tourismusbüro
Ostseebad Binz: Kurverwaltung, Heinrich-Heine-Str. 7, Tel. 038393/30675, www.ostseebad-binz.de. Ostseebad Sellin: Kurverwaltung, Warmbadstr. 4, Tel. 038303/1611, www.ostseebad-sellin.de. Ostseebad Baabe: Kurverwaltung, F.-Worm-Str. 1, Tel. 038303/1420, www.ostseebad-baabe.de. Ostseebad Göhren, Kurverwaltung, Poststr. 9, Tel. 038308/66790, www.ostseebad-goehren.de
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