Von Ruhpolding um den Zinnkopf nach Siegsdorf

Eine herrliche Rundtour, die ein wenig Kondition voraussetzt. Die Steigungen sind jedoch gleich zu Beginn der Tour und dann geht es gemütlicher auf Feld- und Radwegen weiter. (Autor: Lisa und Wilfried Bahnmüller)
32 km
300 m
2.00 h
Zu Beginn des 19. Jh. ging der gewaltige Holzvorrat in den Berchtesgadener Bergen zur Neige. Um weiter Holz zum Verdampfen des Wassers aus der Salzsole zu haben, beschloss man, eine neue Saline in Rosenheim zu bauen, weil hier in der Umgebung genügend Torf zum Heizen zur Verfügung stand. Dafür wurde die Salzsole von Reichenhall bis Rosenheim durch eine lange Pipeline aus hölzernen Rohren gepumpt. Die Radtour - Am südlichen Ende des Bahnhofs, am neuen Kreisverkehr, starten wir in die Waldbahnstraße. Vor der starken Linkskurve radeln wir rechts über das kleine Brücklein und sind flussaufwärts an den Tennisanlagen vorbei auf einem Radweg. Geradeaus überqueren wir am Bädersteg die Traun. Wir passieren eine Kneippanlage und stoßen gleich darauf auf die Autostraße. Wenige Meter nach rechts und gleich wieder links dem Schild »Landebahn/Fischerwirt« nach. Wir radeln durch den Golfplatz, halten uns an der zu einem Tor geschnittenen Buchenhecke links, bis wir erneut auf eine Autostraße stoßen. Hier teilen wir uns die Straße mit dem Autoverkehr, aber nur bis kurz vor dem Windbach. Vor der Brücke biegen wir links in den Infang-Weg (3??km) ein und folgen nun ein Stück dem Mozartradweg. Jetzt wird es, anfangs noch sacht, immer am Bach entlang, steiler und der Bachlauf immer schmäler. Wir lassen alle Abzweigungen unberücksichtigt und fahren steil aufwärts zum Scheitelpunkt (7??km). Hier werden wir mit einer herrlichen Aussicht auf den Rauschberg für die Mühen belohnt. Jetzt gleiten wir mit weiter Sicht an Bauernhöfen und dem Froschsee vorbei ins Inzeller Becken. An der Kesselalm können wir eine Rast einlegen. Von hier ist es nicht mehr weit nach Inzell. Im Tal an der großen Autostraße können wir für die Ortsbesichtigung geradeaus in den schmalen Feldweg radeln, ansonsten biegen wir hier links ab und passieren die Liebfrauenkirche in Niederachen, einem Ortsteil von Inzell (11??km). Weiter folgen wir der Kalorienpromenade in den Salinenweg, der uns entlang der Roten Traun bis Hammer führt (18??km). Wir lassen den Gasthof Hammerwirt links liegen (oder genehmigen uns im Biergarten eine Brotzeit) und bleiben auf der rechen Seite des Flusses. Weiter nach Norden entlang der ehemaligen Soleleitung. Beim Sägewerk in Frauenstätt wechseln wir die Uferseite und folgen geradeaus den Schildern »Siegsdorfer Runde« durch mehrere Weiler. An der Straße folgen wir dem Schild nach Vitzthum unter der Autobahn hindurch. Nun biegen die Straßen schnell hintereinander ab, denn wir sind schon fast in Siegsdorf. Achtung: Am Edeka und Getränkemarkt geht es links ab, man übersieht das Radwegschild leicht. Jetzt wird es an den Brücken und Unterführungen eng und schon überqueren wir an einem Parkplatz die Traun. Am Freibad geht es links weiter, mitten durch Siegsdorf (24??km), nun an der Weißen Traun entlang. Am Mammutmuseum müssen wir erneut aufpassen. Am Kreisverkehr auf der gegenüberliegenden Uferseite halten wir uns ganz links am Fluss und passieren den engen Durchgang zwischen Haus und Fluss (nicht geradeaus in das Werksgelände der Siegsdorfer Petrusquelle!). Ein schmaler Uferweg bringt uns an Schleusen vorbei direkt nach Süden. In Eisenärzt wechseln wir zweimal die Uferseiten. Jetzt verlassen wir den Fluss und der Radweg verläuft ansteigend parallel zur Autostraße. Bald schon liegt wieder Ruhpolding vor uns, auf das wir sanft abwärts zurollen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour32 km
Höhenunterschied300 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktRuhpolding, großer kostenfreier Parkplatz am Bahnhof.
EndpunktRuhpolding, großer kostenfreier Parkplatz am Bahnhof.
TourencharakterWir radeln um den Zinnkopf im Inzeller Becken und an den Ufern der Roten und Weißen Traun. Ein Streckenabschnitt führt uns entlang der ehemaligen Soleleitung.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Nr.??16, Traunstein – Waginger See, 1 - 50??000
VerkehrsanbindungAuto - A??8, Ausfahrt Traunstein/Siegsdorf, Richtung Süden, über Siegsdorf bis Ruhpolding. Der Parkplatz liegt mitten im Ortszentrum und ist ausgeschildert.
GastronomieUnterwegs - die urige Kesselalm bei Inzell mit einer herrlichen Sonnenterrasse und gemütlichen Stub´n. Ebenfalls an der Strecke liegt bei Hammer der schöne Hammerwirt mit Biergarten. In Ruhpolding gibt es zum Abschluss noch viele Eisdielen und Lokale.
Tipps
Ein Besuch im Siegsdorfer Mammutmuseum rundet den Ausflug ab. Im Museum ist alles Wissenswerte rund um die geologischen Besonderheiten des Chiemgaus, seine Fossilien und die Eiszeit dargestellt. Das bekannteste Ausstellungsstück ist Rudi, das 40??000 Jahre alte Skelett eines Mammuts, das den lichtdurchfluteten Raum komplett einnimmt. In einem unheimlichen dunklen Höhlengang warten außerdem noch der Höhlenlöwe, Bären und jede Menge Werkzeuge und Waffen aus der Steinzeit auf uns.

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