Von Plau um den Plauer See

Abwechslungsreiche Rundtour mit schönen Ausblicken auf den Plauer See sowie mehreren Badestellen. (Autor: Tassilo Wengel)
48 km
20 m
4.00 h
Wir starten am Bahnhof in Plau L, fahren auf der B 191 ein kurzes Stück Richtung Zentrum, bei der Post in die Steinstraße und zur Tourismusinformation in der Burgstraße. Bevor wir hier nach rechts schwenken, lohnt sich ein Abstecher nach links zum wenige Meter entfernten Burgturm, in dem ein Heimatmuseum untergebracht ist (geöffnet Juni–September Di–Sa 10.00–12.00 und 14.00–16.00 Uhr, So 10.00–13.00 Uhr, Oktober–Mai tägl. 10.00–12.00 und 13.00–16.00 Uhr).
Von hier zurück folgen
wir dem Radwegweiser bei der Tourismusinformation in Richtung Plötzenhöhe, Seelust durch die Große Burgstraße zur Elde. Hier überqueren wir die Hebebrücke und gelangen auf der Dammstraße zur B 103, überqueren sie und erreichen das Ufer des Plauer Sees. Auf dem Mecklenburgischen Seenradweg (SEEN und Markierung blauer Querstrich) steuern wir am Ufer an Badestelle und Campingplatz vorbei den Villenvorort Plötzenhöhe an. Hier entfernt sich der Radweg kurz vom Ufer, um es bei der nächsten Badestelle wieder zu erreichen. Nach der Reha-Klinik Silbermühle – der Name geht auf eine bis 1820 hier existierende Wasserschneidemühle zurück – folgt ein schmaler Waldweg zum überdachten Rastplatz bei der Dresenower Mühle.
Auf dem mit blauem Balken markierten Weg kommen wir am See entlang, am Campingplatz vorbei, überqueren eine kleine Brücke und erreichen das Südufer des Plauer Sees bei Bad Stuer. Der Ort ging in die Annalen ein, weil hier 1845 eine Kaltwasserbadeanstalt ihren Betrieb aufnahm, um die zahlreichen Quellen nahe dem Plauer See zu nutzen.
Zu den prominenten Gästen gehörte im Winter 1847/48 auch der Mundartdichter Fritz Reuter. Auf dem blau markierten Weg erreichen wir eine Straße, die nach rechts in
das Dorf Stuer führt, wo die kleine Fachwerkkirche vom Ende des. 17. Jh. sehenswert ist. Zu den ältesten Ausstattungsstücken gehört der Schnitzaltar mit der Darstellung der Kreuzigung im Mittelschrein (um 1500 entstanden). Von hier geht
es auf der Plattenstraße in Richtung Suckow weiter, das wir in leichtem
Auf und Ab zwischen Feldern erreichen. Wir rollen weiter nach Zislow hinab, wo eine Kirche aus dem Jahre 1749 mit frei stehendem Glockenstuhl auffällt.
Der Straße in Richtung Adamshoffnung folgend kommen wir an einem links liegenden Hügelgrab vorbei und schwenken nach etwa 1000 m nach links auf eine Naturstraße. Sie durchquert leicht abfallend das Waldgebiet Kaakbusch und mündet auf eine Asphaltstraße. Links schwenkend gelangen wir zur kleinen Siedlung Lenz und zur Brücke über die schmale Verbindung zwischen Plauer See und Petersdorfer See. An dieser Stelle nehmen wir einen schmalen Weg in Seeufernähe, genießen
die herrliche Aussicht über den Plauer See, durchqueren einen Campingplatz und kommen nach Jürgenshof. Hier schwenken wir nach rechts und radeln auf einem Plattenweg zur B 192. Dort wenden wir uns nach links und benutzen den Radweg neben der Straße, um nach Alt Schwerin ('Tour 9) zu gelangen. Nun folgen wir dem Wegweiser Plauer Werder und wenden uns in Seenähe nach rechts, um auf dem Radweg zur Naturparkstation Nossentiner und Schwinzer Heide zu gelangen. Ab hier müssen wir etwa 3 km auf der B 103 bis zur Gaststätte »Heidekrug« fahren, um von dort auf einem Waldweg nach Quetzin zu gelangen. Auf einem bequemen Radweg am Seeufer entlang erreichen wir die B 103 in Plau und über die Schulstraße den Bahnhof in Plau L.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour48 km
Höhenunterschied20 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktPlau, Bahnhof.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDer Plauer See gehört mit einer Fläche von 38,7 qkm zu den größten Seen der Mecklenburgischen Seenplatte. Dort, wo am Westufer die Elde an einer Schleuse den See verlässt, liegt die Kleinstadt Plau, ein beliebter Ausgangspunkt für Bootsfahrten, aber auch für Radler und Wanderer.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC Regionalkarte 1:75000 Mecklenburgische Seenplatte.
MarkierungenWegweiser, teilweise Mecklenburgischer Seenradweg (SEEN).
VerkehrsanbindungAutobahn A 19, Abfahrt Malchow, über B 198 bis Plau oder Abfahrt Röbel, auf B 192 bis Karow und auf B 103 bis Plau. Bahn bis Karow oder Güstrow, Schienenersatzverkehr bis Plau L.
GastronomiePlau, Seelust, Bad Stuer, Alt Schwerin.
Tipps
Der Bahnhof Plau wird nur im Schienenersatzverkehr mit Bus von Karow, Güstrow oder Meyenburg bedient. Die Mitnahme von Fahrrädern ist nicht immer garantiert. Auskunft: Deutsche Bahn, Tel. 03871/ 62310.
Informationen
Plau wurde 1225/26 durch Fürst Heinrich Borwin I. gegründet, der 1287 auf einer aufgeschütteten Insel (Burgwall) ein Schloss errichten und 1288 die Stadt mit Mauern und Gräben umgeben ließ. Zwischen 1448 und 1449 erfolgte der Ausbau des Schlosses zur Burg ...»weil man zu rauben pflegte, sollte eine Burgensperre als Schutz dienen«. Von der Burg, die zwischen 1538 und 1550 zur Festung ausgebaut wurde, ist nur noch der Turm mit 3 m dicken Wänden und einem 11 m tiefen Verlies erhalten.
Tourismusbüro
Land & Seen Touristik GmbH, Burgplatz 4, 19395 Plau am See, Tel. 038735/ 45678, Fax 038735/ 41421. E-Mail: land-und-seen-touristik@tocanet.de, Internet: www.info-plau.de. Informationszentrum Karower Meiler, Ziegenhorn 1, 19395 Karow, Tel. 038738/ 73840 oder 70292, Fax 038738/ 73841. E-Mail: np.nsh@t-online.de. Internet: www.naturparke.de.
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