Von Kinsau nach Peiting.

Kinsau – Hohenfurch – Altenstadt – Schongau – Peiting.
Reizvolle Tour in der Niederung des Lechs mit Wiesen und Feldern mit leichten An- und Abstiegen. (Autor: Tassilo Wengel)
14 km
30 m
2.00 h
Von Kinsau nach Peiting.
Auf Hohenfurcher Straße Schongau verlassen, über Hohenfurch nach Schwabniederhofen fahren, weiter nach Altenstadt und aussichtsreich nach Schongau radeln, abwärts zur Bundesstraße und aufwärts nach Peiting.
Wir biegen in Kinsau in die Bahnhofstraße, schwenken kurz danach nach rechts und verlassen den Ort auf der Hohenfurcher Straße. Nun fahren wir zwischen weiten Wiesenflächen gemächlich gen Süden. Nach einigen Kurven erreichen wir Hohenfurch, ein geschichtsträchtiges Gebiet. Bereits seit der Bronzezeit besiedelt, war Hohenfurch lange Zeit auch ein Dorf der Flößer. In Hohenfurch folgen wir an einer Gabelung den Wegweisern nach Schongau und Altenstadt und schwenken deshalb nach rechts in die Hoheneggstraße und unterqueren die Romantische Straße. Danach folgen wir links der Römerstraße, halten uns beim Rathaus rechts und biegen bei nächster Gelegenheit nach links ab, um den Schönbach zu überqueren. Wir gelangen zu einem Bauernhaus mit üppiger Bemalung, wo wir uns rechts halten und dem Bachlauf anvertrauen. So gelangen wir auf ruhigen Pfaden nach Schwabniederhofen.
Haben wir die Bahngleise überquert, steuert die Straße mit einer Kurve auf die Hauptstraße zu. Dieser folgen wir nach links durch den Ort und erreichen auf einer stärker befahrenen Straße Altenstadt. Nach der Besichtigung der Basilika St. Michael am Marienplatz setzen wir unsere Fahrt auf der Straße links neben der Kirche fort und radeln durch die St.-Michael-Straße, um dann in die Sonnenstraße einzubiegen. Wir fahren bis zur Schäfgasse und schwenken dort nach links in den Köllenweg. Dieser Straße folgen wir im Linksbogen, halten uns an der Vorfahrtsstraße, der Schönlinder Straße, rechts und können eine schöne Aussicht auf Schongau genießen. Wir treffen auf die Marktoberdorfer Straße, biegen nach links und müssen zur Stadtmitte von Schongau steil aufsteigen. Auf der Lechtorstraße, dann auf der Karmeliterstraße umfahren wir das Zentrum von Schongau und schwenken in Höhe Weinstraße nach rechts. Es geht abwärts bis zum Stoppschild. Hier halten wir uns rechts und fahren auf dem Radweg neben der Straße aufwärts nach Peiting.

Tour auf einen Blick.
km 0. Kinsau, über Hohenfurch nach Schongau.
km 11. Schongau, über den Lech nach Peiting.
km 14,5. Peiting, Ende der Tour.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied30 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortKinsau.
AusgangspunktKinsau.
EndpunktPeiting.
TourencharakterDer Pfaffenwinkel – eine Landschaft zwischen Lech und Isar südlich von München – wurde erstmals vom Dekan Franz Sales Gailler aus Raisting 1753 so bezeichnet. Einst sehr reich mit Klöstern gesegnet, ist der Pfaffenwinkel heute noch eine sehenswerte Kulturlandschaft mit Kirchen und Klöstern sowie schöner Natur.
Hinweise
Baden. Familien- und Erlebnisbad Plantsch in Schongau, lechuferstraße 6.
KartentippADFC-Radtourenkarte Nr. 26, Oberbayern/München, Maßstab 1:50 000; Stadtplan von Augsburg, erhältlich bei der Tourist-Information Augsburg.
MarkierungenRadweg Romantische Straße.
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der A 96 bis zur Abfahrt Landsberg am Lech-Nord, über Landsberg und Vilgertshofen nach Kinsau. Mit der Bahn bis Weilheim oder Landsberg; Weiterfahrt mit Bus.
GastronomieHohenfurch. Landgasthof Schönachhof, Kapellenstraße 22. Schongau: Offenbar, Weinstraße 4.
Tipps
Variante. Zur Wieskirche. Von Peiting kann man auf der Romantischen Straße über Kreuth direkt nach Steingaden fahren (12 km) und einen Abstecher zur berühmten Wieskirche unternehmen (5 km). Die folgende Tour Nr. 22 beschreibt den Weg zur Wieskirche und Steingaden von Peiting über Rottenbuch.
Verleih
Fahrradverleih. Eine Auswahl wichtiger Orte: Würzburg: Veloca, Landwehrstraße 13, Tel. 0931/126 27 Wertheim: Rösch, Spessartstraße 18, Tel. 09342/61 23 oder 382 70; Bahnhof, Tel. 09342/13 41 Bad Mergentheim: Fa. Fischer, Obere Mauergasse 61, Tel. 07931/77 63; Bahnhof, Tel. 07931/73 41 Weikersheim: Fahrradgeschäft Velo, Tel. 07934/297 Rothenburg: Fa. Herrmann, Geigerstraße, Tel. 09861/404 92; Rat und Tat, Bensenstraße 17, Tel. 09861/879 84 Dinkelsbühl: Tourist Service, Marktplatz, Tel. 09851/902 40 Nördlingen: Jet-Tankstelle, Auf der Kaiserwiese, Tel. 09081/801092; Zweirad Müller, Gewerbestraße 16, Tel. 09081/56 75; Radsport Böckle, Reimlinger Straße 19, Tel. 09081/801040 Donauwörth: Fa. Motorrad Sellmair, Dillinger Straße 53, Tel. 0906/56 80 Augsburg: Hauptbahnhof, Reisezentrum Schalter 6, täglich 6–20 Uhr, Tel. 0821/32 64 93 Landsberg: Fremdenverkehrsamt der Stadt Landsberg am Lech, Hauptplatz 1, Tel. 08191/128245-246 oder -268 Schongau: Wacht Sport-Service, Oskarvon-Miller-Straße 19, Tel. 08861/34 97 Füssen: Bahnhof, Tel. 08362/63 13; Radsport Zacherl, Rupprechtstraße 8 1/2, Tel. 08362/32 92; Jeti’s Mountainbike-Shop, Kemptener Straße 87, Tel. 08362/39712
Informationen
Schongau. Auch als das »Tor zum Pfaffenwinkel« bezeichnet, besticht Schongau durch eine gut erhaltene und sanierte Altstadt, die von einer Stadtmauer mit Toren, Türmen und einem begehbaren Wehrgang umgeben ist. Im Zentrum nahe des Marienplatzes steht das »neue« Rathaus (1922–1926erbaut) und daneben die Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt, die von 1751 bis 1753 anstelle eines gotischen Baues errichtet wurde. Schlendern wir weiter über den Marienplatz, kommen wir zum »Alten Rathaus«, das jetzt die Städtische Musikschule beherbergt. Dieses bürgerliche Palais aus der Barockzeit wurde von Franz Schmuzer durch reichen Stuck verziert. Am Ende des Marienplatzes steht das Ballenhaus, ein gotisches Gebäude mit schönem Treppengiebel und einer reich ausgestatteten Ratsstube. Es wurde 1419 und 1515 gebaut und diente als Warenlager für Rottfuhrleute. Die Mitte des Platzes ziert der Marienbrunnen aus Treuchtlinger Marmor, der 1949 durch den Bildhauer Bernd Schmitt errichtet wurde. Durch die Löwenstraße kommen wir an der ehemaligen Stadtapotheke mit gut erhaltenem Innenhof vorbei zum Frauentor, das bereits 1392 erwähnt wurde. An der Stadtmauer entlang geht es zum Polizeidienerturm, der mit 17,25 Metern der höchste Turm der Stadtmauer ist, und weiter zum Eckturm, nach dem wir in die Lechtorstraße einbiegen und in der Karmeliterstraße auf das Steingadener Richterhaus stoßen, das 1492 erbaut wurde. Rechts sehen wir die Heilig-Geist-Kirche, die 1720–1725 durch den Wessobrunner Joseph Schmuzer erbaut wurde und die eine wertvolle Orgel von 1725 beherbergt. Geradeaus weiter kommen wir zur Amtsgerichtsstraße und dem Friedhof mit der Kirche St. Sebastian, die drei Hochaltar-Figuren von Johann Pällandt (1697) beherbergt. Wir stoßen auf die Münzstraße, schwenken nach rechts und kommen zum Münzgebäude, wo Schongau am 21. April 1431 durch Kaiser Ludwig den Bayern das Münzrecht verliehen wurde. Über die Bauerngasse kommen wir zum Schloss Schongau, eine Kleinresidenz der Wittelsbacher im 15. Jahrhundert. Am Maxtor, dem ehemaligen Hoftor des Schlosses, wird auf einem Fresko die Stadtrechtsverleihung durch Kaiser Ludwig den Bayern 1238 dokumentiert.
Unterkunft
Schongau. Hotel Alte Post, Marienplatz 19, Tel. 08861/232 00; Hotel Holl, Altenstädter Straße 39, Tel. 08861/233 10. Peiting: Alpenhotel Pfaffenwinkel, Am Hauptplatz 10, Tel. 08861/252 60; Hotel garni Zum Pinzger, Am Hauptplatz 9, Tel. 08861/252 60.
Tourismusbüro
Tourist-Information Peiting, Ammergauer Straße 2, 86971 Peiting, Tel. 08861/65 35.