Von Fürstenfeld zum Haspelmoor

Steigungsarme Tour mittlerer Länge über bäuerliches Land. Stärkere oder längere Anstiege fehlen ganz, verkehrsreich ist nur das kurze Stück vor Mammendorf. Die Schotterwege sind problemlos nutzbar. Insgesamt ein gemütlicher Kurs, bei dem sich höchstens die Länge bemerkbar macht. (Autor: Armin Scheider)
37 km
104 m
3.00 h
Nachdem wir den glanzvollen Barockraum der Fürstenfelder Klosterkirche bestaunt haben, verlassen wir den Innenhof des Klosters durch das Tor gegenüber der Kirche und steuern links die Bahnunterführung an, um danach rechts der Zellhofstraße zu folgen. Die Route verläuft durch das Naturschutzgebiet der Amperauen nach Südwesten, kommt am Zellhof vorbei und trifft auf die Holzhausener Straße, wo wir rechts abbiegen. Gut 600 m weiter das Gasthaus zur Post, dort geht es rechts über die Amper-Arme (Enterbruck) und kurz danach, dem Schild Landsberied folgend, links nach Schöngeising. Nachdem das lang gestreckte Straßendorf bei leichten Steigungen und mäßigem Verkehr geradlinig durchfahren und der Bahnhof passiert wurde, radeln wir nach Landsberied. Hier heißt es aufpassen: Gegen Ende des Dorfes zweigt links ein Teersträßchen ab, geht wenig später in Schotter über und führt in gerader Linie nach Westen auf Jesenwang zu. Die Gegend wirkt wie ein weites, flaches Becken, das von Wald umsäumt ist. Nun taucht die einzeln stehende Wallfahrtskirche St. Willibald auf, zu der uns ein Feldweg hinüberbringt. Hinter der Kirche läuft eine Straße nach links an den Rand von Jesenwang, wo wir unsere Fahrt auf der Römerstraße geradewegs nach Westen fortsetzen. 1 km weiter der Motorflugplatz Jesenwang, wo Sie das Rad gegen ein Flugzeug eintauschen und einen Rundflug starten können (Tel. 08146 / 14 44). Weiter geht es auf angenehmer Radstrecke über Adelshofen bis Nassenhausen, dort direkt vor der Kirche nach links Richtung Luttenwang und 200 m weiter auf den (regenanfälligen) Schotterweg rechts. Damit sind wir auf Kurs zum Haspelmoor (grünweißes Radschild). Beachten Sie zu Anfang die schöne alte Birkenallee, später wird die Bewachsung dichter. Studieren können Sie Moor-typen sowie eine vielfältige Flora. Wenn der Weg nach fast 2,5 km wieder in die Straße einmündet, fahren wir rechts nach Hattenhofen und dort vor der Kirche rechts Richtung Loitershofen. Vor uns liegt ein besonders angenehmes Radsträßchen mit ansprechender Landschaft und eindrucksvoller Fernsicht. In Loitershofen wählen wir die Ausfahrt Richtung Mammendorf, bewegen uns erneut auf einer schönen Radstrecke und stoßen hinter Peretshofen auf die stark befahrene B 2. Um nach Mammendorf zur Kirche zu kommen, müssen wir sie leider ein Stück befahren. Die weitere Route führt gegenüber der Kirche auf der Straße Zum Seefeld ortsauswärts, nach knapp 200 m links ab und auf einem Teersträßchen strikt nach Osten bis zur Eitelsrieder Straße. Dort befindet sich die Freizeitanlage Mammendorfer See mit einer an heißen Tagen sicher willkommenen Badegelegenheit. Wir gehen nun auf Südkurs, kommen in gefälliger Landschaft mit weiter Aussicht nach Eitelsried und von dort – in Ostrichtung abdrehend – nach Aich. Am Ende des Dorfes folgen wir dem Schild nach links Richtung Puch und radeln mit weiter Aussicht hinüber bis Puch, wo es einiges zu sehen gibt (siehe Kasten). Auf dem Klosteranger fahren wir in den unteren Dorfbereich, biegen an der Querstraße Zur Kaisersäule rechts und 150 m danach links auf dem Radweg ab und steuern nun Fürstenfeldbruck an. Halten Sie auch bei der Einfahrt in die Stadt konsequent Ostkurs und biegen Sie erst an der Pucher Straße links ab. Dann kommen Sie direkt zur marktartigen Hauptstraße im Zentrum der Stadt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour37 km
Höhenunterschied104 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktKloster Fürstenfeld.
EndpunktFürstenfeldbruck.
TourencharakterHier eine der schönsten Klosterkirchen Bayerns, dort das Haspelmoor mit vielfältiger Fauna und Flora – das sind die gegensätzlichen Pole dieser Tour. Sie führt im übrigen durch bäuerlich geprägte Landschaft, in der auch einige besondere Anziehungspunkte auf uns warten.
Beste Jahreszeit
KartentippMünchen und Umgebung 1 : 100 000, Bayerisches Landesvermessungsamt München.
MarkierungenRadschilder (siehe Tourenverlauf) sowie Orts- und Straßenbeschilderung.
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der B 2 bis Fürstenfeldbruck. S-Bahn: Mit der S 4.
GastronomieKloster Fürstenfeld: Gasthof Klosterstüberl mit Biergarten (Mo Ruhetag), Hotel-Gasthof Post mit Garten (Sa und Sonntagabend Ruhetage). Schöngeising: Gasthof Zum Unteren Wirt mit Biergarten. Jesenwang: Gasthof zum Huberwirt (Mi Ruhetag).
Tipps
Badegelegenheit auf dieser Tour gibt es nur eine: in der Freizeitanlage Mammendorf. Dort erwarten Sie u. a. große Liegewiesen, ein 50 m-Becken und ein Weiher, ein Kinderbecken sowie ein Wasserpilz und eine 173 m-Rutsche. Für kunsthandwerklich interessierte Radler ein wichtiger Termin: Alljährlich Mitte August steigt im Klosterhof Fürstenfeld für zwei Tage ein Markt für Töpfereien und Kunsthandwerk. Umrahmt wird das Ganze mit Musik, gekrönt werden kann ein Besuch mit der Besichtigung der prachtvollen Klosterkirche. Sicher ein gelungener Ausflug!
Verleih
Fahrrad Fischbeck in Fürstenfeldbruck, Schöngeisinger Str. 76, Tel. 08141 / 34 95 54.
Informationen
Die Klosterkirche des Klosters Fürstenfeld, eines ehemaligen Zisterzienserklosters, zählt zu den prachtvollsten Kirchen Bayerns. Ab 1700 neu erbaut, erstrahlt der Innenraum im Barockschmuck. Erwähnenswert u. a. die Fresken der Gebrüder Asam, der reiche Stuck, der prächtige Hochaltar von E. Q. Asam sowie das Chorgestühl und gotische Schnitzfiguren. Das Stadtmuseum im Kloster (Di–Sa13–17, So/Fei 11–17 Uhr) informiert mit Sammlungen zur Geschichte des Klosters und der Stadt.
Tourismusbüro
Stadtverwaltung Fürstenfeldbruck, Hauptstraße 31, 82256 Fürstenfeldbruck, Tel. 081 41 / 28-0, Fax 08141 / 28-331, E-Mail info@fuerstenfeldbruck.de, Internet www.fuerstenfeldbruck.de

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