Von Fischbachau nach Neubeuern

Fischbachau – Sonnenreuth – Bad Feilnbach – Neubeuern (Autor: Thorsten Brönner)
0 km
210 m
2.00 h
Von Fischbachau nach Bad Feilnbach: Von Fischbachau dem Talboden nach Norden durch die Weiler Stög und Lehen nach Elbach folgen. Kurz entlang der St 2077 bis Dürnbach, dort rechts in die Nebenstraße nach Greisbach und Schwarzenberg. Dann über die MB 22, linker Hand vorbei an Effenstätt bis Sonnenreuth. Hier der Straße in einer sehr langen Abfahrt über Niklasreuth bis Karrenhub folgen. Dort weiter bergab und mehrere Streusiedlungen passieren. In Gottschalling über die Straße und auf Nebenwegen nach Bad Feilnbach hineinfahren. Wir starten am Martinsmünster von Fischbachau und radeln links auf der Badstraße nach Norden, wobei wir Elbach ansteuern. Auf der Fahrt durch das friedliche, weit ausladende Tal, das herrliche Rundblicke auf die dunkel bewaldeten Ausläufer der Alpen vermittelt, kommen wir durch die Bauernsiedlungen Stög und Lehen. Letzteres erreichen wir, indem wir eine knackige Steigung hinauftreten. Der nächste Wegpunkt ist Elbach, dessen markanter Kirchturm uns schon von Weitem begrüßt. Dort angelangt, fahren wir auf der Kirchstraße bis zur mäßig befahrenen St 2077 vor. Hier müssen wir uns an den Radweg der links hochführenden Leitzachtalstraße halten, die uns in den Nachbarort Dürnbach bringt. An der nördlichen Straßengabelung verlassen Sie die St 2077 und so geht es auf der Schwarzenbergstraße nach Greisbach und Schwarzenberg hoch. Unweit des Ortsausgangs setzen wir vorsichtig über die Kreisstraße MB22 (Feilnbacher Straße) und finden uns in einer herrlichen Abfahrt nach Effenstätt wieder. Wir bleiben auf diesem überwiegend abschüssigen Nebenweg, lassen rechts auf der Höhe von Effenstätt die kleine Kapelle rechts liegen und gelangen, wenn wir geradeaus fahren, nach Sonnenreuth. Dort wählen wir die Rechtsabzweigung nach Niklasreuth und sehen sogleich, dass die Straße sich erneut einen Hügel hinaufschwingt. Nachdem dieser Aufstieg gemeistert ist, werden wir mit der längsten Abfahrt der Reise belohnt. So rollen wir durch ein Wäldchen und erreichen den nächsten Ort. In Niklasreuth bleiben wir auf der breitesten Straße, die uns eine genussvolle Fahrt beschert. An der kleinen Pfarrkirche (1697 geweiht) können Interessierte die Fahrt für eine Besichtigung unterbrechen. Das Gotteshaus, das zu den schönsten des Oberlands gezählt wird, birgt in seinem Inneren eine Gedenktafel, die an einen schlimmen Dorfbrand erinnert. Der Originaltext erzählt: »Im Jahre 1800, den 6.Dezember, also am Schutzfest des hl. Nikolaus, geriet das Dörflein in die größte Gefahr. Die französischen Truppen zündeten bei ihrem Durchmarsch allhier das Haus des Mair an, und da sie das Löschen verhinderten, nahm die Feuersbrunst sogleich überhand. Die Hitze wurde so groß, dass im Riebenlhaus die Fensterscheiben zersprangen ...« Nun drehen wir nach Osten ab (Richtung Au) und folgen der kurvenreichen Strecke. Der Nordhang des Aubergs bricht nun regelrecht ab und vermittelt eine spektakuläre Aussicht auf das über 250 Meter tiefer liegende Rosenheimer Becken. Wir erreichen einen Wald, der uns mit einem Gegenanstieg empfängt, bevor sich das berauschende Gefälle fortsetzt. Nach der Walddurchfahrt müssen wir aufpassen, dass wir in dem Geschwindigkeitsrausch nicht die nächste Abzweigung verpassen. Diese geht in Karrenhub rechts weg, führt mitten durch die Gebäude des Bauernhofes, wo uns ein unbefestigter Weg aufnimmt. Einen Kilometer weiter fahren wir wieder auf Asphalt und gelangen vorbei an mehreren Höfen nach Brettschleipfen. Dort stoßen wir auf eine T-Kreuzung, die wir rechts einschwenkend passieren und so in Gottschalling ankommen. Jetzt fahren wir rechts in die Kreisstraße RO24 (Gottschalling) und nutzen wenig später die einzig vorhandene Linksabzweigung, die uns nach einem Rechts-links-Knick zu einem Bachlauf geleitet. Schließlich fahren wir rechts ab, halten auf die Berge zu, radeln an dem ebenen Naturschutzgebiet Weitmoos entlang und folgen dem Flurweg, der beim Campingplatz nach rechts abbiegt, und gelangen kurz vor der Kreisstraße RO46 (Kampenwandstraße) an eine kleine Bachbrücke, die wir überqueren. Abstecher nach Bad Feilnbach: Das Ortszentrum des Moorheilbads befindet sich nur einen guten Kilometer von dem Fernradweg entfernt. Es verfügt über eine sehr gute Infrastruktur und ein breites Übernachtungsangebot. Um in den Ort zu gelangen, folgen Sie einfach dem ausgewiesenen Radweg entlang des Jenbachs. Bad Feilnbach liegt abseits der Touristenrouten und ist daher vor allem Zufluchtsort für Ruhesuchende. Erwähnenswert sind die Pfarrkirche Herz Jesu und die beiden Schwimmbäder. Das Natur-Heil-Dorf punktet hauptsächlich mit der umliegenden Landschaft – den nahen Bergen, den Mooren und Filzen sowie den naturbelassenen Obstanbaugebieten. Von Bad Feilnbach nach Neubeuern: Die Gemeinde Bad Feilnbach in Richtung Osten verlassen und auf dem flachen Jakobsweg über Wiechs nach Kleinholzhausen fahren. Danach auf ruhigen Flurstraßen bis Kirchdorf, dort den Inn überqueren und durch Altenbeuern nach Neubeuern hinaufradeln. An der Kreisstraße geht es auf dem Fahrradweg nach Osten weiter. Nach ca. 600 Metern überquert man die St2089 und fährt auf einem geschotterten Weg durch eine offene Wiesenlandschaft weiter, die man getrost zur Kategorie Genussradeln zählen kann. Kein Anstieg schmerzt in den Beinen, kein Hügel versperrt die Sicht auf die zahlreichen Obstbäume, die nordisch anmutenden Filzgebiete und die vielschichtigen Felder. Am Café Moosmühle wenden wir uns nach rechts und gelangen den Schildern folgend nach Wiechs. Hier lohnt es sich, die St.-Laurentius-Kirche von 1758 zu besuchen. Hinter der Kirche läuft die Strecke nach Osten und schlängelt sich auf dem Jakobsweg über das Land in Richtung Kirchdorf. Wir schwenken an der ersten T-Kreuzung rechts, an der rasch darauf folgenden Gabel links und kommen an der nächsten Straßenmündung zu einem Links-rechts-Knick, der nach Kleinholzhausen führt. Hier folgen wir der links abgehenden Dorfstraße. Wer jetzt die nächste Abzweigung rechts (Steinbrucker Straße) nimmt, gelangt nach wenigen Metern zum Urweltmuseum Neiderhell . In jahrelanger Arbeit hat hier die Wirtsfamilie des Landgasthofs Neiderhell eine beachtliche Sammlung zusammengetragen. Auf einer Ausstellungsfläche von 460Quadratmeter werden mehr als 2800 Fossilien und Mineralien vorgestellt und mit Schautafeln ausführlich beschrieben. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Erdgeschichte (geöffnet werktags außer Mi 10–14Uhr und an Wochenenden und Feiertagen 11–16Uhr). Zurück in der Gegenwart und auf der Dorfstraße, halten wir uns an die Kirchfeldgasse, die den Ort nach Osten verlässt. Am nächsten Wegkreuz fahren wir links und in Spöck rechts. Nach der Häuseransammlung radeln wir eine Links-rechts-Kombination ab, überqueren die A93, passieren nach einem Rechtsschwenk die Bahnlinie München–Innsbruck sowie die B 15 und treffen so in Kirchdorf (Bhf.) ein. Wir kommen an der Kirche vorbei und gelangen zur breiten Hauptstraße, die wir nach 100 Metern nach rechts (Neubeurer Straße) verlassen. Auf dem straßenbegleitenden Radweg geht es nun aus dem Ort hinaus, wo eine schöne Passage durch eine üppig grüne Auenlandschaft ansteht. Mit dem Inn haben wir den tiefsten Punkt (460m) des Fernradwegs erreicht. Der 517Kilometer lange Nebenfluss der Donau entspringt im Schweizer Engadin auf einer Höhe von rund 2500 Metern. Mit einer Abflussmenge von 740Kubikmetern pro Sekunde an der Mündung bei Passau ist er der zweitwasserreichste Fluss Bayerns. Nun radeln wir auf der Kreisstraße RO7 (Innstraße) bis zur ersten Kreuzung, an der wir uns rechts an den Weg Innlände halten. Nach 500m wählen wir links die bergan führende Schopperstraße, die sogleich von der links abknickenden Sailerbachstraße abgelöst wird, die in die RO7 Innstraße einmündet. Dort fahren wir rechts auf der ansteigenden Straße nach Neubeuern hinauf. Nun geht es durch das Tor in den historischen Dorfkern.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour0 km
Höhenunterschied210 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
StartortFischbachau
AusgangspunktFischbachau
EndpunktNeubeuern
TourencharakterAuf der Fahrt durch das ländliche Oberbayern kann man wunderbar die Seele baumeln lassen. Wir passieren kleine Dörfer und Weiler, die aussehen wie aus einem Heimatfilm, und lauschen dabei dem Läuten der Kuhglocken. Unterwegs verwöhnt uns die längste Abfahrt der Reise.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte 1:50 000, Lindau- Oberstaufen, www.geodaten.bayern.de; Radwanderkarte Bodensee-Königssee- Radweg 1:50 000, www.publicpress.de
MarkierungenBlauer Schriftzug »Bodensee-Königssee-Radweg« auf weißem Grund; durchgehend gleiche Markierung bis zum Königssee.
VerkehrsanbindungAnreise Der Bahnhof von Fischbachau liegt rund 3 km außerhalb des Hauptortes. Mit dem Pkw fährt man auf der A 8 München–Salzburg bis Ausfahrt Irschenberg und weiter auf verschiedenen Landstraßen nach Fischbachau.
GastronomieBad Feilnbach: Gasthaus Weingast, Café Moosmühle. Neubeuern: Hotel Trattoria Hofwirt; Dorfwirt Vornberger.
Verleih
Elbach: Radsport Sprenger, Leitzachtalstr. 117, Tel. 08028/905637, www.radsport-sprenger.de. Au: Radsport Antretter, Hauptstr. 17, Tel. 08064/ 93 13, www.radsport-antretter.de. Bad Feilnbach: Pede Pedalo, Wendelsteinstr. 56, Tel. 08066/15 18. Raubling: Iko Sportartikel, Kufsteiner Str. 72, Tel. 08035/8707148, www.iko-world.at
Unterkunft
Bad Feilnbach: Gasthof Kistlerwirt, Münchener Str. 21, Tel. 08066/903 60. Litzldorf: Land Wirtschaft Höß, Aiblinger Str. 30, Tel. 08066/355. Neubeuern: Hotel Burgdacherl, Marktplatz 23, Tel. 08035/24 56; Niederauer Hof, Niederau 1,Tel. 08034/77 83.
Tourismusbüro
Kur- und Gästeinformation Bad Feilnbach, Bahnhofstr. 5, Tel. 08066/14 44, E-Mail: info@feilnbach.de, www.bad-feilnbach.de
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