Von Bocholt zur Wasserburg Anholt

Rundfahrt durch Wiesen, Feldflur und Wälder auf meist asphaltierten Wirtschaftswegen sowie auf Radwegen. (Autor: Bernhard Pollmann)
63 km
100 m
5.00 h
Vor dem Bahnhof und Busbahnhof Bocholt queren wir an der Ampel die Straße, fahren an der Tourist Information vorbei geradeaus in die Kreuzstraße, gelangen in die Fußgängerzone und schieben auf ihr kurz rechts Richtung historisches Rathaus. Die Altstadt von Bochum, des Zentrums des westlichen Münsterlands, wurde am Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 nahezu völlig zerbombt, das Rathaus (1618–21) wurde bis 1955 wieder aufgebaut als eine der herausragenden Leistungen der Renaissancearchitektur in Westfalen. Die 100-Schlösser-Route wechselt am ersten Durchlass links versetzt über die Bocholter Aa (Ludwig-Erhardt-Straße), gleich links schwingend parallel zur Aa (Schanze), an der Fußgängerzone erneut links und an der Ampelkreuzung geradeaus (Westend = B 67). An der nächsten Ampel verlassen wir die Bundesstraße auf der Schwanenstraße, wechseln in der Rechtskurve links auf die ruhige Straße Nevelkamp und verlassen die Stadt. Auf der ersten Brücke überquert die Schlösserroute die Aa und führt in den Ortsteil Lowick, dort geradeaus auf der Pannemannstraße durch Felder zum Ortsteil Mussum, hinter dem bei einer Raststelle mit Bänken und Schutzhütte das Schlösserroutenzeichen »Isselburg« rechts weist. Auf einem Asphaltweg geht es durch die Feldflur, an der Straße kurz rechts und sofort links Am Laaker Bach durch Felder und Wälder, in denen Wild über den Weg wechselt. Am Ende (hier ein Waldrastplatz mit Bänken und Tisch) wendet sich die Schlösserroute rechts, an der Straße geradeaus (Böstenkamp, übergehend in Isselpand) durch das Agrarland, aus dem sich als nächstes Etappenziel weithin sichtbar der Kirchturm von Werth erhebt. Auf einer Pappelallee erreichen wir Isselburg-Werth und folgen am Ende des Pendewegs der Deichstraße links zwischen Kirche und Windmühle. Der heute nach Isselburg eingemeindete Flecken Werth erhielt im Jahr 1426 städtische Rechte. Um diese Zeit wurden auf der Stadtmauer die im Ortsbild dominierende Turmwindmühle, die auch zu Verteidigungszwecken genutzt werden konnte, und die jetzt evangelische Pfarrkirche errichtet. Das Werther Schloss wurde 1886 abgebrochen, auf seinen Grundmauern wurde die katholische Pfarrkirche errichtet. Nach Überqueren der Issel schwingt die Straße halb rechts, bald darauf geht es rechts ab auf den Zehntweg und durch die Feldflur nach Isselburg (Dierteweg, übergehend in Drengfurter Straße) und dort geradeaus bis zur Radroutenverzweigung an der Kirche. Hier folgen wir der Schlösserroute links an der Kirche vorbei Richtung Gendringen und biegen gleich rechts in die Minervastraße ab. Nach Passieren des aus einer Krangießpfanne der Isselburger Hütte plätschernden Marktbrunnens vor dem Rathaus biegen wir links in die Parkstraße ab, fahren an der Vorfahrtsstraße geradeaus und gelangen in die Wälder der Anholter Schweiz, der am weitesten westlich gelegenen unter den »Schweizen« des Nordens. Mit Seen, Felsen und einem nachgebauten Schweizerhaus (heute Gaststätte) ließ Fürst Leopold zu Salm-Salm hier im flachen Tal der Issel im Grenzbereich der Bistümer Münster, Köln und Utrecht eine »Schweiz« nachbilden. Heute befindet sich hier der Biotopwildpark Anholter Schweiz. Am Ende führt die Schlösserroute rechts zum Schloss Anholt, auf zwei von der Issel umflossenen Inseln im 12. Jh. als Wasserburg errichtet und im 17. Jh von den Fürsten zu Salm im Stil des niederländischen Barock zum Schloss ausgebaut. Die aus der vierflügeligen Oberburg (Museum) und einer Dreiflügelanlage (Hotel) bestehende Anlage ist umgeben von einem Wassergarten niederländischer Art (18. Jh.) und einem englischen Landschaftspark (19. Jh.) und enthält eine bedeutende Gemäldesammlung vor allem niederländischer Meister (darunter Rembrandts »Diana und Actaeon«) sowie eine Porzellan-, eine Waffen- und eine Münzsammlung. Vom Schloss folgen wir der Klever Straße weiter Richtung Gendringen. An der Gaststätte »Pannebecker« zweigt die Schlösserroute halb rechts ab (Dwarsefeld) zum Jüdischen Friedhof und wechselt bald nach Passieren einer Gärtnerei an einer alten Eiche rechts auf einen ungeteerten Weg Richtung Dinxperlo. Schon bald taucht der Weg in den Wald ein und folgt siedlungsfern der deutsch-niederländischen Grenze, zuletzt asphaltiert auf einer Eichenallee. Vor der Grabeskapelle an der ersten Straße geht es links durch das Dorf An der Regniet und am Ende rechts ab auf eine Pappelallee, ehe zuletzt ein Asphaltpättke zur Bocholter Aa führt. Auf der asphaltierten Krone des Deichs radeln wir flussaufwärts und erreichen beim Hotel Brüggenhütte an der zweiten Aabrücke eine Radroutenverzweigung. Während die Naturpark-Hohe-Mark-Route der Aa weiter aufwärts nach Bocholt folgt (noch 11 km), überquert die Schlösserroute den Fluss und folgt einer radweglosen Zweistaatenstraße (links niederländische Straßennamen und Geschäfte in Dinxperlo, rechts deutsche) nach Bocholt-Suderwick. Dort geht es vor der Kirche links ab auf den Grenzweg und sofort rechts auf die Johannes-Meis-Straße, ehe die nächste Straße (Wehrstraße) links aus dem Ort führt, am Ende rechts hinaus in die Feldmark und wenig später links (Elf-Apostel-Weg). Im Wechsel von Wiesen, Feldern und kleinen Laubwäldern rollen wir über den Asphaltweg, am Ende links (Emsingsweg) und vor dem Wald rechts (Am Reyerdingsbach, übergehend in Bettingsbusch), bis links der Kreuzkapellenweg abzweigt – eine wunderschöne Fahrt; hin und wieder laden Sitzbänke zur Rast. Schließlich zweigt die Route rechts auf die Alte Aaltener Straße ab nach Hemden, passiert hinter der »Waldschänke« das Spaßbad Bahia und wechselt an der Bushaltestelle »Alffstraße« links auf den Schürnbuschweg, übergehend in Im Ellerbrock, am Ende kurz links, dann rechts auf dem Radweg der Gerhard-Ahold-Straße folgend bis zur Routenverzweigung BT 659. Während die Schlösserroute hier Richtung Südlohn weiterführt (siehe Variantenkasten), folgen wir der Naturpark-Hohe-Mark-Route auf dem Radweg geradeaus Richtung Bocholt (noch 5,4 km) und die nächste rechts in den Bocholter Stadtwald hinein – eine sehr schöne Passage, die auch gern von Rollerbladern befahren wird. Nach Durchfahren des Stadtwalds leitet die Wiener Allee (übergehend in die Blücherstraße) geradeaus zur B 67, dort fahren wir kurz links und die erste rechts hinein (Königsmühlenweg) und treffen an der Radroutenverzweigung beim Textilmuseum wieder auf die 100-Schlösser-Route. Der Schlösserroute folgen wir geradeaus zur Ampel (hier links Abstecher zum Aasee: 1 Minute) und dort rechts durch die Industriestraße zurück zum Bahnhof.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour63 km
Höhenunterschied100 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof/Busbahnhof Bocholt (Radstation). Wer mit dem Pkw anreist, findet Parkplätze östlich des Bahnhofs am Aasee, der an der B 67 ausgeschildert ist.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDie West-Münsterlandtour zur Wasserburg Anholt zählt zu den attraktivsten Passagen der 100-Schlösser-Route. Den landschaftlichen Höhepunkt bilden die siedlungsferne nördliche Grenzlandregion mit ihren Feldfluren und Wäldern und die Deichfahrt längs der Bocholter Aa.
Beste Jahreszeit
KartentippRadwanderkarte 1:50000 Radelpark Münsterland, Blatt Kreis Borken.
MarkierungenSchloss, Richtungspfeile und namentliche Ausschilderung.
VerkehrsanbindungA 3 Ruhrgebiet – Arnhem Ausfahrt Hamminkeln; Bahnlinie Wesel – Bocholt.
GastronomieBocholt, Lowick, Werth, Isselburg, Anholter Schweiz, Anholt, Dinxperlo/Suderwick, Bocholt.
Tipps
Der 1983 errichtete Bocholter Aasee (32 ha) ist ein Bade- und Segelrevier. Alljährlich wird hier der Bocholter Aasee-Triathlon ausgetragen. Variante: Wer am Teilungspunkt nördlich von Bocholt die 100-Schlösser-Route Richtung Südlohn fortsetzt, kann den Eintages- zu einem attraktiven Zweitages-Rundkurs verlängern: Via Schloss Diepenbrock und durch den Klosterort Burlo führt die 100-Schlösser-Route nach Südlohn, schwingt dort südwärts nach Borken und folgt der Bocholter Aa via Haus Pröbsting und Rhede zurück nach Bocholt. Für diese Verlängerung sind noch einmal 60 km zu veranschlagen.
Tourismusbüro
Stadtinformation Bocholt, Kreuzstraße 27, 46395 Bocholt, Tel. 02871/5044, Fax 02871/185927, Internet www.bocholt.de.
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