Von Barth nach Stralsund

Auf abgeschiedenen und sehr ruhigen Wegen geht es meist entlang des Boddens nach Stralsund: Barth - Glöwitz - Dabitz Hafen - Neudorf - Kinnbackenhagen - Klausdorf - Damitz - Stralsund (Autor: Michael Graf)
42 km
30 m
3.00 h
Von Barth nach Stralsund: Vom Marktplatz in Barth hinab Richtung Hafen, dort rechts auf den Radweg. Kurz danach links in die Straße Trebbin, großes Schild Ostseeküsten-Radweg. Auf dem linksseitigen Radweg bis zum Abzweig Glöwitz, entlang des Boddens auf dem rechtsseitigen Radweg. An der Kreuzung in Glöwitz rechts (Stralsund), an der Jugendherberge vorbei, dann links ab Richtung Stralsund. Die Straße führt etwas auf und ab bis Dabitz Hafen. Auf einem kleinen Teerweg entlang des Boddens weiter, dann auf schmalem Weg auf die Dammkrone, dann wieder Teerweg. Man fährt vom Boddenweg und in einem Bogen wieder darauf zu. Dann bei der großen Radbeschilderung links Richtung Stralsund (man fährt auf das Windrad zu). Das weithin sichtbare Windkraftschöpfwerk Arbshagen , erbaut 1912–14 zur Entwässerung der eingedeichten Flächen, ist ein 14 Meter hoher Stahlturm mit sieben Meter messenden Propellerflügeln. Es ist das letzte erhaltene Windschöpfrad entlang des Grabower Boddens und heute technisches Denkmal. Man folgt der Beschilderung Stralsund, fährt am Zühlendorfer Hafen vorbei, dann sehr schön entlang des Boddens. Es folgt ein kurzes Waldstück mit Sandweg, dann geht es auf dem Deichweg weiter. In Nisdorf links, auf dem guten Teerweg parallel des Boddens mit mehreren Utkieks. Nach dem Küstenwald durch Kinnbackenhagen, danach vor dem Wald rechts, auf der schmalen Verbindungsstraße nach Bisdorf. Geradeaus der Ortsstraße nach, an der Bushaltestelle links, auf der Straße nach Hohendorf. Auf dem linken Gehweg neben der alten Findlingsstraße bis zur Querstraße. Abstecher zum Kranich-Informationszentrum: An der Durchgangsstraße geht es rechts nach Groß Mohrdorf, wo sich das Kranich-Informationszentrum befindet. Jedes Jahr rasten ab Mitte September bis zu 50000 Kraniche auf ihrem Durchzug nach Süden hier und vor allem nördlich davon um die Kleine und Große Werder. Öffnungszeiten: März–Mai Mo–So 10–16 Uhr, Juni/Juli Mo–Fr 10–16.30 Uhr, Aug. Mo–So 10–16.30, Sept./Okt. Mo–So 9.30–17.30 Uhr. An der Querstraße links Richtung Schloss Hohendorf, dann rechts zum Schloss. Schloss Hohendorf wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jh. erbaut und erhielt sein endgültiges Aussehen durch den großen Baumeister des Klassizismus, Karl Friedrich Schinkel. Es gilt als eines der schönsten klassizistischen Schlösser, gelegen inmitten eines großen Parks. Nach der Wende wurde Schloss Hohendorf von den Nachfahren seiner Erbauer wieder erworben und restauriert. Heute beherbergt es ein Hotel, auf der Terrasse kann man mit Blick auf den Park die Stille genießen. Vom Schloss zurück an der Kreuzung rechts. Außerhalb des Orts auf einem Teerweg leicht aufwärts. Dann erst sehr schlechter Betonweg, später Teerstraße. In Klausdorf rechts, entlang einer Eichenallee auf den Bodden zu, abwechselnd auf Betonplatten oder breitem Sandweg. Immer geradeaus Richtung Stralsund. Man durchquert Groß Damitz, nach der Straßenquerung linksseitiger Radweg. In Parow bei der alten Scheune links und gleich wieder rechts in die Parower Straße. Auf separatem Radweg immer geradeaus Richtung Stralsund. Beim Kreisel in Stralsund links Richtung Altstadt. Auf dem roten Radstreifen bis zum Knieperdamm. Um den Knieperteich herum gelangt man geradeaus durch das Knieper Tor und die Knieper Straße zum Alten Markt von Stralsund.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour42 km
Höhenunterschied30 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBarth, Marktplatz
EndpunktStralsund, Marktplatz
TourencharakterDiese landschaftlich schöne Tour verläuft sehr ruhig entlang des Boddens, dann durchs Land und parallel zum Strelasund in die alte Hansestadt Stralsund.
Beste Jahreszeit
KartentippU.a. ADFC-Regionalkarte, Fischland-Darß, 1:50000, BVA
MarkierungenLokal und Ostseeküsten-Radweg, gute Beschilderung.
VerkehrsanbindungBahnanbindung in Barth
GastronomieBarth: leckere Rauchwurst am Hafen auf dem Fischkutter Johanna L. Keine Einkehrmöglichkeiten auf der ersten Hälfte der Tour. Klausdorf: Zum Kranich mit Biergarten. Hohendorf: Restaurant und Außenbewirtschaftung im Schloss Hohendorf
Tipps
Kombination: Weiter auf die Insel Rügen oder direkt von Stralsund nach Greifswald. Stralsund: Stralsund verdankt, wie so viele Städte der Ostseeküste, seine Bedeutung der für den Handel günstigen Lage am Wasser und der Mitgliedschaft in der Hanse. 1234 gegründet, wurde die Altstadt, wie Wismar, von der UNESCO als internationales Flächenbaudenkmal in ihre Liste aufgenommen, obwohl ein Drittel der Bauten im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Trotz dieser Schäden und der Vernachlässigung der Stadt in der DDR-Zeit präsentiert die Altstadt noch zahlreiche historische Häuser aus verschiedenen Stilepochen. Von Stralsunds einstiger Macht zeugt das gotische Rathaus mit seiner originellen Schaufassade um 1400. Daneben thront die von der selbstbewussten Bürgerschaft errichtete Pfarrkirche St. Nikolai von 1270–1360, eine Backsteinbasilika mit beherrschender Doppelturmfront und wertvoller Innenausstattung wie der astronomischen Uhr und den Resten des Nowgorodfahrer-Gestühls. Sehenswert sind u.a. auch die Marienkirche in der Gestalt des 15. Jh. und vor allem das Katharinenkloster, in dem heute das Kulturhistorische Museum und das Meeresmuseum untergebracht sind. Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund ist einen ausführlichen Besuch wert. Zahllose Ausstellungsobjekte, u.a. das 16 Meter lange Skelett eines Finnwals, zeigen anschaulich Themen der Meereskunde und speziell die Flora und Fauna der Ostsee. Ausführlich ist auch die Seefischerei dargestellt. Besonderer Anziehungspunkt ist das Meeresaquarium. Neu erbaut erhebt sich auf der Hafeninsel das sehr moderne Ozeaneum, das sich in großen Aquarien hauptsächlich der Meereswelt der umgebenden Ostsee widmet und die größte Ostseeausstellung Europas ist. Öffnungszeiten: Okt.–Mai 9.30–19 Uhr, Juni–Sept. 9.30–21 Uhr.
Unterkunft
Gaststätte Zum Kranich. Hohendorf: Schloss Hohendorf (gehoben). Stralsund: zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten.
Tourismusbüro
Hansestadt Stralsund: Stadt-Information, Alter Markt 9, Tel. 03831/24690, Fax 03831/246949, www.stralsund.de
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