Über das Thanninger Hügelland

Tour zu einem der Geheimtipps im Münchner Umland (Autor: Armin Scheider)
Von Egling nach Baiernrain: Von der Ortsmitte Egling Richtung Aufhofen ausfahren und von dort nach Eulenschwang, hier nach Süden einschwenken und über Attenham bis Thanning, weiter über Feldkirchen, Reichertshausen und Linden bis Baiernrain. Hinaus geht es in Egling auf der Sauerlacher Straße zu einem Kreisverkehr. Direkt dahinter läuft links ein Asphaltweg (Aufhofener Feld) hoch, geht in Schotter über und gabelt sich nach 400 m. Rechts führt er – bei einigen Steigungen, aber auch mit Gebirgsblicken – als Feldweg nach Aufhofen. In dem Dorf gilt nicht nur der Jägerwirt als Geheimtipp, sondern auch der Aufhofener Badeweiher. Wir setzen in Ostrichtung fort, müssen wenig später eine kräftige Steigung bewältigen und stoßen nach dem Wald auf ein Quersträßchen vor Eulenschwang, an dem wir uns nach rechts wenden. So kommt man über Sonnenham nach Attenham zur Durchgangsstraße. Wir müssen sie nach rechts für 150 m nutzen, um dann links bei betörendem Alpenpanorama nach Wörschhausen hinunterzuradeln. Dort geht es rechts weiter und nach 1km an einer Einzelscheune links auf dem Weiherweg nach Thanning. Beachten Sie bei der Durchfahrt die schönen alten Holzhäuser. Nun folgen wir der Hauptstraße nach Süden, erfreuen uns nach dem Dorf erneut am schönen Landschaftsbild und treffen 1 km nach Feldkirchen auf eine Kreuzung, wo wir links nach Reichertshausen hochradeln. Bei der Auffahrt bieten sich schöne Rückblicke auf das Thanninger Land. Der Weiler wird in einer Links-rechts-Biegung durchquert, dann leitet uns das Sträßchen Richtung Reuth in reizvoller Waldfahrt an eine Querstraße, wo wir links abbiegen. Wenn man einen 500-m-Anstieg und den Weiler Reuth hinter sich gelassen hat, gelangt man bald darauf nach Linden . Die wunderschönen alten Fresken in der Dorfkirche sind allemal eine Pause wert. Wir verlassen das Dorf wieder auf dem Baiernrainer Weg und erreichen mit schöner Bergsicht Baiernrain, den Wendepunkt der Tour. Von Baiernrain bis Peretshofen: Am Wendepunkt der Tour nach Süden abbiegen und zuerst Lochen, dann St. Leonhard ansteuern, nun mit Nordwestkurs bis Föggenbeuern, wiederum nach Süden eindrehen und über Thankirchen und Punding nach Peretshofen. Der nächste Teilabschnitt bis Lochen eröffnet wiederum ein hinreißendes Gebirgspanorama! An der Durchgangsstraße in Lochen geht es rechts durch den Ort und gegen Ende links nach Schlickenried. Dort läuft direkt am Haus Nr. 1 ein Schotterweg hinunter, gabelt sich nach 200 m und bringt uns auf dem rechten Abzweig durch naturgeschützten Wald zur stärker befahrenen Straße Linden–Dietramszell. Wir biegen dort links und nach 400 m an der Wallfahrtskirche St. Leonhard wieder rechts ab und vertrauen uns jetzt dem stillen Sträßchen an, das uns in Nordwestrichtung nach Föggenbeuern leitet. Am jenseitigen Dorfende dreht die Route wieder auf Süd, biegt also links ab und führt knapp 2 km abwärts durch Wald. Nachdem dann die Straße Humbach–Dietramszell überquert ist, durchfährt man nacheinander die Dörfer Thankirchen, Manhartshofen und Punding, stellenweise mit glänzender Bergsicht, und gelangt rechts hinüber nach Peretshofen . Beachten Sie die am Weg liegenden alten Höfe (siehe Infokasten) und die Aussichtshöhe in Peretshofen (siehe Tippkasten). Von Peretshofen nach Egling zurück: Bei striktem Nordkurs nach Podling und hinunter zum Harmatinger Weiher, an ihm entlang hinauf nach Schallkofen und zurück nach Egling.Direkt unterhalb der Höhe führt uns nach dem letzten Hof rechts ein Sträßchen in freundlicher Landschaft über Podling zur Straße Ascholding–Dietramszell. Dort lassen wir links das Rad fast 2 km hinuntersausen bis zum Großen Harmatinger Weiher, wo man baden kann. Wir biegen dort scharf rechts ab und steuern am Weiher entlang das hochgelegene Schallkofen an. Dort eingetroffen, geht es nach einem Rechts-links-Knick über Moosham nach Egling zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour43 km
Höhenunterschied345 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktOrtsmitte an der Kirche in Egling.
TourencharakterAuch diese Region zählt zu den Geheimtipps im Münchner Umland: landschaftlich von vielfältigem Reiz, zahlreiche schöne Aussichtspunkte und – in keiner Weise überlaufen. Dafür ist die Tour umso steigungsintensiver; sie dürfte eine der anspruchsvollsten des Buches sein.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte 1:50.000 »Ammersee, Starnberger See, München-Süd« des Bayerischen Landesvermessungsamtes München.
MarkierungenKeine einheitliche und durchgehende Markierung. Schilder an der Strecke werden ggf. im Text angesprochen.
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf die Staatsstraße 2072 über Grünwald und Straßlach. Kein Bahnanschluss.
GastronomieEgling: Zur Post (Mo Ruhetag). Aufhofen: Jägerwirt mit Biergarten (Mo–Mi Ruhetage). Linden: Baur mit Garten. Baiernrain: Baiernrain mit Biergarten.
Tipps
Baden in den Strandbädern am Aufhofener, Thanninger und Harmatinger Weiher. Holzhäuser und Fresken: Auf dieser Tour begegnen Sie schönen alten Höfen in Holzbauweise, die zum Teil mit Fresken und Schriften, vor allem aber mit Blumen geschmückt sind. Besonders in Thanning, Föggenbeuern, Thankirchen und in Manhartshofen stehen prächtige Exemplare. Gut erhaltene gotische Wandmalereien um 1400 von beachtlicher Vollständigkeit sind in der Kirche St. Maria und Maternus in Linden zu sehen. Im Hof gegenüber wird der Kirchenschlüssel aufbewahrt. Die Wallfahrtskirche St. Leonhard mit beachtlicher Ausstattung ist leider fast immer verschlossen. Aussichtspunkt: Einer der bekanntesten und eindrucksvollsten Aussichtspunkte im Münchner Vorland ist die Peretshofer Höhe (729m). Steigen Sie am Westrand des Dorfes 300 m hinauf und genießen Sie das erhabene Landschaftsbild: Im Vordergrund das Isar- und Loisachtal, hinten die Bergkette, u. a. mit Benediktenwand sowie Karwendel- und Wettersteingebirge (Zugspitze).
Tourismusbüro
Tourismusverband München-Oberbayern e.V., Tel.: 089/82 92 18-0, E-Mail: touristinfo@oberbayern.de, www.oberbayern.de

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