Streifzug durch den Ebersberger Forst

Radeln durch den größten geschlossenen Flachlandforst Deutschlands (Autor: Armin Scheider)
26 km
175 m
3.00 h
Von Ebersberg zur Hohenlindener Sauschütt: Am Klostersee und den Weihern entlang nach Egglsee, über Hinteregglburg Eintritt in den Ebersberger Forst, Fahrt am Forsthaus St. Hubertus vorbei zur Hohenlindener Sauschütt. Vom imposanten Rathaus in Ebersberg geht es rechts auf Sieghart- und Semptstraße sowie dem Richardisweg in gerader Linie zur Eberhardstraße am Klostersee (gelbe Radschilder St. Hubertus). Gegenüber folgen wir der Josef-Maier-Promenade am Seeufer, wechseln wenig später die Seite und radeln am Kleinen und Langweiher vorbei auf schmalem Weg zum Seeweberhof und danach links hoch zum Wirtshaus zur Gass in Egglsee. Nächstes Ziel ist der Nordrand von Vorderegglburg, den wir erreichen, indem wir direkt nach dem Wirtshaus rechts hinunter radeln und über einen nur schwach ausgeprägten Wiesenweg auf eine einzeln stehende Scheune am Ortsrand zufahren. Unterwegs sind zwei erdgeschichtliche Besonderheiten interessant, nämlich halbrechts das sogenannte Os, ein gleichmäßig geformter Buckel aus Kies und Sand, der zur Eiszeit dem abfließenden Wasser des Inntalgletschers widerstehen konnte. Zum anderen ein vom Gletscher verschleppter Felsblock am Rand von Vorderegglburg, Findling genannt, der aus dem südlichen Inntal stammt. Wir fahren rechts nach Hinteregglburg und nehmen im Weiler das links hinausführende Schottersträßchen, auf dem wir bei schönen Ausblicken auf den Egglburger See konsequent bleiben, bis wir den Waldrand erreichen. An der Gabel dort geht es an der rechten Abzweigung (Radschilder) hinein in den Ebersberger Forst, der immerhin so groß wie der Chiemsee ist. Dann plötzlich stehen wir vor einem verschlossenen Gatter, doch ein paar Schritte rechts davon ist das kleine Tor offen. An der Kreuzung dahinter setzen wir rechts fort (Radlschild), münden nach 800 m in eine Forststraße und bleiben an der gleich folgenden Gabel links (also nicht dem Schild Sauschütt nach!). Nach Queren der Schotterstraße Anzing–Ebersberg sind wir am Forsthaus St. Hubertus. Ob Sie eine kurze Rast einlegen oder nicht, weiter geht es nach Norden und jenseits der Straße Markt Schwaben–Ebersberg an einer Bushaltestelle auf kurzem und verwildertem Pfad zur nächsten Schotterstraße. Dort rechts, nach 400 m an der Kreuzung wieder links und nach weiteren 1,3 km rechts ab Richtung Sauschütt. Wenn man – wie hier – öfter die Richtung ändern muss, ist ein Fahrradtacho unverzichtbar, denn markante Orientierungspunkte sind im Forst rar. An der Hohenlindener Sauschütt befindet sich ebenfalls ein Wirtshaus mit Garten, zudem ein Waldlehrsteig und ein Wildgehege. Von der Sauschütt zurück nach Ebersberg: Staatsstraße 2086 überqueren, Einfahrt in den Forst Hohenlinden und auf einsamen Wegen hinauf nach Kraiß, Abfahrt über Dietmering und Zaißing nach Berg, jetzt auf Westkurs über Sigersdorf zur B 304 und zurück nach Ebersberg. Von der Sauschütt radeln wir nach Osten zur Straße Hohenlinden–Ebersberg. Wie Sie sicher schon bemerkt haben, ist der Ebersberger Forst nicht überall ein dunkler, abweisender Nadelwald, sondern besitzt auch Bestände an Laubbäumen, die mit ihren hellgrünen Blättern ein weiches Licht erzeugen. Gegenüber der Hauptstraße radeln wir auf dem Waldweg 300 m zu einer kleinen Kreuzung und biegen dort rechts ab. Der folgende Abschnitt bis Kraiß ist ein einsamer, aber reizvoller Kurs, der aber auch etwas Orientierungssinn erfordert und ein paar schlechtere Wegstücke enthält. Der eingeschlagene Waldweg führt über eine Kreuzung hinweg nach 1 km zu einer weiteren Kreuzung an einem kleinen Wegedreieck, die wir erneut geradlinig überqueren. Danach beginnt der Weg leicht und stetig anzusteigen und führt schließlich über mehrere Kreuzungen hinweg an den südlichen Waldrand. Nach Waldaustritt erreichen wir eine Höhenrippe oberhalb von Kraiß: Jetzt sehen wir uns für einige Unbequemlichkeiten entschädigt: Es breitet sich ein wunderbarer Landschaftsrahmen aus, gekrönt von der dahinter stehenden Gebirgskette. Dieses Panorama bleibt auch bei der anschließenden Abfahrt erhalten. Sie verläuft über Dietmering und Zaißing zur Straße unterhalb von Meiletskirchen. Dort geht es rechts weiter bis Berg, dann hinauf nach Sigersdorf und Meiling und wieder hinunter zur B 304. Die kurz vor der Bundesstraße rechts hochführende Abt-Häfele-Straße bringt uns wieder ins Zentrum von Ebersberg (Bhf.) zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour26 km
Höhenunterschied175 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktMarienplatz in Ebersberg; hier auch Endpunkt der Tour.
TourencharakterWir radeln durch den größten geschlossenen Flachlandforst Deutschlands. Beliebte Anlaufstationen sind das Forsthaus St. Hubertus und die Hohenlindener Sauschütt. Nach langer Waldpassage folgt eine Abfahrt bei herrlichem Gebirgspanorama.
Beste Jahreszeit
KartentippTopografische Karte 1:50.000 »München Ost« des Bayerischen Landesvermessungsamtes München.
MarkierungenKeine einheitliche und durchgehende Markierung. Schilder an der Strecke werden ggf. im Text angesprochen.
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der B 304. Per Bahn mit der S4.
GastronomieEbersberg: Hotel-Gasthof Hölzerbräu mit Biergarten; Ebersberger Alm mit Terrasse (Di Ruhetag). Egglsee: Wirtshaus zur Gass mit Biergarten (Mo Ruhetag). Ebersberger Forst: Forsthaus St. Hubertus mit Biergarten (Mo/Di Ruhetage); Hohenlindener Sauschütt mit Biergarten (Mo/Di Ruhetage).
Tipps
Baden im Freibad am Klostersee in Ebersberg.
Tourismusbüro
Tourismusverband München-Oberbayern e.V., Tel.: 089/82 92 18-0, E-Mail: touristinfo@oberbayern.de, www.oberbayern.de; Ebersberg: Tel.: 08092/82 55-0, www.ebersberg.de

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