Stille Runde in der Hersbrucker Alb

Rundgang in Hersbruck und Radtour durch Pegnitz- und Hirschbachtal. GPS-Track umfasst nur die Radtour. (Autor: Armin Scheider)
22 km
415 m
2.00 h
Ausgangspunkt Hersbruck. Hersbruck ist eine ländliche und sympathische Kleinstadt, die auf eine rund 1000-jährige Geschichte zurückblicken kann. Ein kurzer Rundgang führt uns zu den wichtigsten Punkten. In der Evangelischen Pfarrkirche mit älteren Teilen (13./14. Jh.) und Langhaus von 1738 ist das Prunkstück ein spät-gotischer Flügelaltar um 1490, der als Hauptwerk fränkischer Kunst dieser Ära gilt. Sehenswert sind auch die Spitalkirche St. Elisabeth, ebenfalls mit mittelalterlichen Flügelaltären, darunter der Elisabeth-altar (Kreuzaltar), sowie das ehemalige Pflegeschloss mit drei Flügeln, das 1517 neu erbaut wurde. Das Deutsche Hirtenmuseum, (Di–So 10–12 und 14–16 Uhr) zeigt einschlägige Sammlungen. Müde Glieder kann man nach der Radtour im über 30 Grad warmen Wasser der Frankenalb-Therme (Badstr. 20, täglich geöffnet) entspannen.n Information: Tel.: 09151/73 51 50; www.hersbruck.den Einkehr: Restaurant Café Bauer, Martin-Luther-Str. 16 (Mi Ruhetag); Schwarzer Adler, Martin-Luther-Str. 26, Terrasse (Do bis Fr Mittag Ruhetage).Radeln an der Pegnitz. Erster Schritt ist, vom Oberen Markt an die Nordseite der Bahnlinie zu gelangen. Dazu bieten sich ab der Grabenstraße drei Wege an. Dann geht es ab Gartenstraße konsequent an den Gleisen entlang nach Osten hinaus. Bei Kilometer 2,8 queren wir Straße und Bahn und radeln nun mit Blicken auf das Pegnitztal erst an der Südseite den Gleisen, später am Pegnitzufer entlang. Auf stillen Wegen passiert man Hohenstadt, durchfährt einen parkartigen Wiesengrund mit reizvoller Aussicht und gelangt bei Kilometer 7 an die Pegnitzbrücke in Eschenbach. Wir überqueren sie und biegen gleich danach links ab (Radschild), bleiben also entlang von Pegnitz und Bahn. Es folgen einige Buckel, verbunden mit schönen Talblicken, dann geht es wieder hinunter in den Talgrund und weiter bis an den Ostrand von Alfalter (Km 9). War die bisherige Strecke schon an-genehm zu fahren, werden die nächsten 6 km an der Pegnitz zum Genussradeln: verkehrsfreie Radwege, parkartige Flusslandschaft und schöne Ausblicke! Zunächst fährt man an Düsselbach vorbei, wechselt in Vorra das Ufer und kommt zwischen Bahn und Pegnitz zum Schloss Artelshofen (Km 14,5). Wir fahren dort über die Brücke, drüben in die Zufahrtsstraße zum Dorf (also nicht auf der Staatsstraße 2162) und durchqueren den Ort in ganzer Länge. Am Ende zweigt eine Straße nach Großmeinfeld ab.Über die Hersbrucker Alb. Nun fordert die Alb ihren Tribut! Fast 2 km muss man hinauf, davon sind für Normalradler wohl 1,5 km Schiebestrecke. Blick für die Schönheit der Mittelgebirgslandschaft hat man da nicht unbedingt. Wir passieren Groß- und biegen wenig später rechts nach Kleinmeinfeld (Km 20) ab, wo wir dem Schild Richtung Loch folgen und uns danach wieder am Anblick der sanft gewellten Hochebene erfreuen. In Loch halten wir uns am Orts-eingang links und steuern nun auf einem schönen asphaltierten Radsträßchen in genussvoller Abfahrt hinunter ins Hirschbachtal (Km 25). Ehrlicherweise muss man sagen, dass Hirschbach nicht mehr fränkisch ist, sondern zur Oberpfalz gehört. Aber dieser kleine Ausreißer tut der fränkischen Sache keinen Abbruch.Im Hirschbachtal zurück. Das Gröbste haben wir hinter uns. Nach einer kurzen Stärkung im Gasthaus »Goldener Hirsch« am Dorfplatz, geht es mit Westkurs auf verkehrsarmer Straße nach Fischbrunn und 300 m nach dem Dorf links auf ein asphaltiertes Radsträßchen, das uns nach Eschenbach (Km 30) bringt. Vor allem dieser letzte Abschnitt verläuft durch anmutige Tallandschaft mit schönen Ausblicken. Ab Eschenbach ist die Strecke bereits bekannt und wir kehren in beschaulicher Fahrt und mit neuem Blickwinkel nach Hersbruck zurück.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour22 km
Höhenunterschied415 m
Dauer2.00 h
TourencharakterDie Hersbrucker Alb ist Teil der Frankenalb, besitzt also Mittelgebirgscharakter. Das bekommt man auch bei dieser Radtour zu spüren. Sie läuft ab Hersbruck ein Stück im Pegnitztal nach Norden, überwindet dann einen steigungsintensiven Höhenzug und führt schließlich im reizvollen Hirschbachtal wieder zurück.
Beste Jahreszeit
KartentippReisekarte Franken: ADAC-Autokarte Bayern Nord, 1:200 000.Radtour Hersbruck: Topografische Karte UK 50-18 Nürnberger Land–Frankenalb, 1:50 000.
VerkehrsanbindungMit dem Auto ab München A 9, ab Augsburg B 300/A 9. Mit der Bahn von München/Augsburg aus regelmäßige Verbindungen nach Hersbruck; Radtransport nur im »Bayerntakt«, dann bisweilen längere Fahrzeiten.

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