Schlössertour am Malchiner See

Remplin – Basedow – Seedorf – Dahmen – Ziddorf – Schorssow – Schlitz – Bristow – Remplin (Autor: Tassilo Wengel)
Von Remplin nach Basedow In Remplin Richtung Wendischhagen. Beim Abzweig links über Basedow Höhe nach Basedow. Wir starten im Zentrum von Remplin und fahren in Richtung Wendischhagen, bis links eine Asphaltstraße nach Basedow abzweigt. Wir erreichen den sehenswerten Ort beim »Alten Schafstall «, wo Annette Gräfin Hahn von Burgsdorff ein Bauernmarkt- Café eingerichtet hat, in dem Erzeugnisse aus der Region angeboten werden. Nach der Rast setzen wir unsere Fahrt auf der Asphaltstraße fort. In der gotischen Backsteinkirche mit dem spitzen Turm (1247 geweiht) finden auf einer der ältesten Orgeln Mecklenburgs gelegentlich Orgelkonzerte statt, und im prächtigen Schloss gibt es täglich um 11, 14 und 16 Uhr Führungen (Tel. 039957/204 54). Das Schloss war bis 1945 Stammsitz des Rittergeschlechts derer von Hahn, danach wurde es als Domizil für Flüchtlinge und später als Wohnungen für Dorfbewohner genutzt. In dieser Zeit schritt der Verfall des Schlosses schnell voran. Seit 2000 erstrahlt es durch Investitionen der Treuhand wieder in altem Glanz. Der Landschaftspark beim Schloss ist eine der schönsten Schöpfungen Peter Joseph Lennés in Mecklenburg. Von Basedow nach Schorssow Von Basedow über Seedorf nach Dahmen. Auf dem Radweg Mecklenburgische Seen-Rügen über Ziddorf nach Schorssow. Vom Schloss folgen wir der Asphaltstraße weiter bis zum Wegweiser »Seedorf 2,4 km«. Hier biegen wir nach rechts, schwenken beim folgenden Wegweiser »Seedorf 2,1 km« abermals nach rechts und fahren auf dem sogenannten Balkonweg nach Seedorf . Dort halten wir uns links und setzen unsere Fahrt auf der Asphaltstraße nach Dahmen fort. Dieser kleine Ort liegt direkt am Malchiner See und wartet mit einem schönen Badestrand am Campingplatz und einer Strandgaststätte direkt am See auf. Sehenswert in Dahmen ist die kleine Backsteinkirche auf Feldsteinsockel. An der südlichen Mauer der Kirche sind Reste einer Sonnenuhr zu sehen. Von Dahmen geht es geradewegs nach Ziddorf, wo es eine ehemalige Wassermühle mit Bauerngarten zu sehen gibt. Die Wassermühle wurde 1866 vom Graf von Bassewitz erbaut und präsentiert heute ein Mühlenmuseum sowie eine Werkstatt, wo alte Handwerkstechniken wie Töpfern, Spinnen und Weben neu belebt werden. Zu kaufen gibt es handgefertigte Produkte aus Keramik, Wolle, Stoff und mehr, die Mühlenschänke bietet die Möglichkeit der Einkehr. Von Ziddorf führt unsere Tour auf dem Radweg Mecklenburgische Seenplatte- Rügen (MSEE-RÜG) nach Schorssow, wo ein prachtvolles Schlosshotel mit Kaffeegarten zur Rast einlädt. Es liegt direkt am Haussee und wird von einem großen Park umgeben. Von Schorssow nach Remplin Nach Norden bis Carlshof. Links und nach Schlitz. Über Carlshof zurück und nach links bis Bristow. Über Wendischhagen zurück nach Remplin. Von Schorssow radeln wir nach Carlshof und schwenken im Ort nach links. Unser Weg führt nun durch ein Waldgebiet weiter zum Parkplatz an der B 108 beim Schloss Burg Schlitz . Gleich an der Straße steht die Schmiede aus behauenen Feldsteinen. Sie beherbergt ein Schmiedemuseum, wo man Volkskunsterzeugnisse und Literatur erwerben kann. Zum Schloss Burg Schlitz auf einer Anhöhe führt eine alleenartige Auffahrt. Nach der Besichtigung folgen wir beim Parkplatz dem Wegweiser durch den Wald zurück nach Carlshof. Hier wenden wir uns nach links und radeln in Richtung Tessenow/ Bristow (Wegweiser). Teilweise müssen wir eine schlechte Wegstrecke auf festem Sand in Kauf nehmen, aber die romantische Streckenführung zwischen uralten Eichen entschädigt für die Mühe. Die herrliche Eichenallee wird bald von einer Kastanienallee abgelöst, die über Tessenow weiter nach Bristow führt. Recht reizvoll sind die Aussichten über eine schöne Hügellandschaft. Dazwischen breiten sich saftige Wiesen aus, auf denen gelegentlich Kühe grasen. Schließlich erreichen wir Bristow, wo eine Feldsteinkirche und ein Taubenhaus zu besichtigen sind. Dazu lädt eine idyllische Badestelle am Malchiner See zum Verschnaufen ein. Wir folgen dem Wegweiser nach Wendischhagen, fahren zunächst auf einem Plattenweg, dann auf einem festen Sandweg und können dabei den herrlichen Blick auf den Malchiner See genießen. In Wen - dischhagen geht es geradeaus weiter und beim folgenden Abzweig ebenfalls, um geradewegs zurück nach Remplin zu gelangen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour10 km
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortRemplin
AusgangspunktRemplin
EndpunktRemplin
TourencharakterEingebettet in eine reizvolle Hügellandschaft, breitet sich im Herzen der Mecklenburgischen Schweiz der Malchiner See aus. Eine Rundtour bietet eindrucksvolle Landschaftsbilder und mit Schloss Burg Schlitz sowie Schloss Basedow zwei der schönsten mecklenburgischen Adelsschlösser.
KartentippADFC-Regionalkarte 1:75 000, Mecklenburgische Seenplatte
MarkierungenWegweiser, teilweise Radweg Mecklenburgische Seenplatte-Rügen (MSEE-RÜG).
VerkehrsanbindungAnreise Mit dem Auto auf der A 19, Ausfahrt Güstrow, und auf der B 104 über Teterow nach Remplin. Remplin hat keinen Bahnanschluss. Busverbindung mit Malchin und Teterow.
GastronomieSchorssow: Romantisches Hotel Schloss Schorssow. Schlitz: Schloss Burg Schlitz. Dahmen: Gaststätte Pirna, Philosophenweg 4.
Tipps
Schloss Burg Schlitz ist vermutlich die bedeutendste klassizistische Schlossanlage Mecklenburgs, die heute als Schlosshotel mit exquisit eingerichteten Suiten und Zimmern genutzt wird. Zwischen 1806 und 1823 von Graf Schlitz erbaut, zieren das Entree, den Balkonsaal und den großen Säulengang Landschaftstapeten des 19. Jh. aus Berliner und Pariser Manufakturen. Die Öfen im Balkonsaal wurden von Karl Friedrich Schinkel entworfen, und im Rittersaal schmücken Wappen vom Gutsbesitzer und befreundeten Adligen das Deckengewölbe. Sehenswert ist auch der Landschaftspark mit seinem berühmten Jugendstilbrunnen von 1903 des Bildhauers Walter Schott. Auf dem Brunnenrand tanzen Nymphen einen Reigen. Gegenüber der Auffahrt zum Schloss befindet sich die ebenfalls im Stil des Klassizismus erbaute Gaststätte Zum goldenen Frieden.
Informationen
Zu den einflussreichsten Adelsgeschlechtern in Mecklenburg gehörte die Familie von Hahn, die von 1405 bis 1816 das Dorf Remplin besaß. Vor allem unter Friedrich II. von Hahn gelangte das Dorf zu Wohlstand. Er ließ hier unter anderem 1792/1793 auch die erste Sternwarte Mecklenburgs bauen, die 1801 durch einen vierstöckigen Turm mit drehbarer Kuppel erweitert wurde. Nach seinem Tode wurden die Geräte veräußert, das Gebäude verfiel. Seit 1980 kümmert sich ein Förderverein um den Turm und restaurierte ihn. Im 19. Jh. erwarb Herzog Georg von Mecklenburg- Strelitz das Schloss Remplin und ließ es 1851/52 nach Plänen von Friedrich Hitzig zu einem prachtvollen Ensemble im Stil der französischen Renaissance umbauen. Ein Brand vernichtete das Schloss 1940 bis auf den Nordflügel. Berühmt sind die sieben 200- jährigen Lindenalleen im Schlosspark, der im Barockstil angelegt wurde und 1851 von Peter Joseph Lenné im Stil eines englischen Landschaftsparks erweitert wurde.
Unterkunft
Teterow: Hotel Blücher, Warener Straße 50–52, Tel. 03996/157 80, www.hotelbluecher. de. Schorssow: Landhotel Schorssow, Tel. 039933/706 45, www.landhotel-schorssow.de
Tourismusbüro
Tourist-Information, Markt 9, 17166 Teterow, Tel. 3996/1720 28, Info@teterow.de, www.mv-p.de
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