Rundtour von Geltendorf über Landsberg und Schloss Kaltenberg

Auf den Spuren der Geschichte Abwechslungsreiche Tour mit schattigen Waldpassagen, vielen autofreien Wegen durch Wiesen und Felder und ein Stück weit am Lech entlang. (Autor: Michael Reimer, Wolfgang Taschner)
43 km
200 m
3.00 h
Besichtigung von Landsberg: Neben dem Rundgang durch die historische Altstadt bietet sich ein Besuch im Inselbad am Lechufer an. Der Radweg am gegenüberliegenden linken Lechufer bringt einen dann weiter nach Kaufering, wo an der Brücke die Flussseite gewechselt wird. Anschließend geht es gleich nach links dem Wegweiser nach Riedhof folgend. Doch schon etwa 300 m hinter dem Ortsschild beginnt rechts eine landwirtschaftlich genutzte Nebenstraße, die geradeaus auf den Wald zuführt. Nach etwa 1,5 Kilometern zweigt nach den ersten Bäumen ein Weg rechts nach Weil ab. Die folgenden Etappenorte auf dem Weg nach Kaltenberg sind Aumühle, Petzenhausen und Jedelstetten.Schauplatz der Ritterspiele:Das Schloss Kaltenberg, heute im Besitz des Prinzen Luitpold von Bayern – und Urenkel Ludwigs III., des letzten bayerischen Königs – ist bekannt als Schauplatz der historischen Ritterspiele. Unterhalb des dortigen Biergartens führt ein steiler Weg in den kleinen Ort hinunter, dort geht es zunächst links und dann gleich nach dem Bahnübergang rechts auf der linken Seite der Bahnlinie nach Geltendorf zurück.

Dauer:3,5 Geltendorf – Eresing 0,25 Std. – Penzing 0,75 Std. – Landsberg 0,5 Std. – Kaufering 0,5 Std. – Kaltenberg 1 Std. – Geltendorf 0,5 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour43 km
Höhenunterschied200 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktS-Bahnhof Geltendorf.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterDie Salzstraße galt im Mittelalter als eine der größten Handelsstraßen Europas, auf der das wertvolle Gut transportiert wurde. Und mit dem Salz kam auch das große Geld nach Landsberg: Die durchreisenden Fuhrleute mussten nämlich hier ihre Ware abladen und drei Tage lagern. Für diese Prozedur wurden ihnen – zusätzlich zu Brücken- und Pflastergeld – weitere Gebühren abverlangt. Die zahlreichen prachtvollen Gebäude in der historischen Altstadt zeugen von diesem Reichtum. Den heutigen Radlern hingegen reichen ein paar Euro in der Tasche, um sich in Landsberg ein Eis, ein Mineralwasser oder eine Tasse Kaffee zu kaufen. Die Tour beginnt am S-Bahnhof in Geltendorf. Vor dem Bahnhofsgebäude geht es zunächst rechts auf der Straße den Bahngleisen entlang in Richtung München. Gleich hinter der Bahnunterführung auf der rechten Seite beginnt eine für den Autoverkehr gesperrte schöne Eschenallee, die direkt an der Klosterpforte von St. Ottilien endet. Die oberbayerische Erzabtei der Missionsbenediktiner zählt heute etwa 200 Mönche. Von St. Ottilien geht es der Beschilderung nach auf der Landstraße nach Eresing und dort mitten im Ort rechts auf die Ramsacher Straße. Abseits vom Autoverkehr führt der landwirtschaftlich genutzte Weg über Ramsach nach Penzing. Als Orientierungshilfe dient der Radwegweiser nach Landsberg. Vor der Tankstelle in Penzing empfiehlt es sich jedoch, den Wegweiser zu ignorieren und links auf der gleichnamigen, wesentlich ruhigeren Straße zunächst nach Schwifting zu radeln. Hier geht es links über die Lindenstraße weiter nach Reisch und dort rechts an der Kirche vorbei über den Radweg »R4« nach Landsberg.
Hinweise
Dauer: 3,5 Geltendorf – Eresing 0,25 Std. – Penzing 0,75 Std. – Landsberg 0,5 Std. – Kaufering 0,5 Std. – Kaltenberg 1 Std. – Geltendorf 0,5 Std.
KartentippADFC-Regionalkarte Augsburg und Umgebung, 1:75000.
MarkierungenRadwanderweg Landsberg
VerkehrsanbindungAus München im 20-bis 40-Minuten-Takt mit der S4. Mit dem Auto auf der A96 München-Lindau bis zu Anschlussstelle Eresing und weiter auf der Landstraße in Richtung Geltendorf. Direkt am Bahnhof sind Parkplätze vorhanden.
GastronomieIn allen durchfahrenen Orten gibt es Wirtshäuser und Biergärten, in Landsberg auch Straßencafés und Eisdielen.
Tipps
Die Ottilianer Mönche: Die Mönche im Kloster St. Ottilien leben im benediktinischen Rhythmus von Gebet und Arbeit. Um 4.50 Uhr morgens läutet die »grauslich laute« Hausglocke. Nach dem Morgengebet um 5.15 Uhr beginnt eine Stunde später die Hl. Messe. Frühstück gibt es dann um 7 Uhr. Danach beginnen die Arbeiten in den landwirtschaftlichen Anlagen des Klosters. Um 12 Uhr folgt die Mittagshore, ein 30-minütiges Gebet. Nach dem Essen geht um 13.30 Uhr die Arbeit weiter. Von 17 bis 18 Uhr haben die Mönche dann Gelegenheit sich spirituell zu bilden. Um 18 Uhr beginnt die Vesper mit anschließender Vigil. Nach dem Abendessen, das um 19 Uhr beginnt, haben die Mönche in der Rekreation eine halbe Stunde Zeit zum Austausch oder geselligen Beisammensein. Es folgt das viertelstündige Abendgebet, dann herrscht ab 20.15 Uhr Silentium – bis um 4.50 Uhr wieder die Glocke ertönt.
Tourismusbüro
Tourismusverband Ammersee-Lech, Hauptplatz 152, 86899 Landsberg am Lech, Tel. 08191/128247, www.ammerseelech.de; Kultur- und Fremdenverkehrsamt , Hauptplatz 152, 86899 Landsberg am Lech, Tel. 08191/128246, www.landsberg.de
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