Rund um den Starnberger See

Die Tour führt zu herrlichen Badestellen und bietet faszinierende Blicke über den See zu den Gipfeln der Bayerischen Alpen. Trotzdem stellt die Runde aufgrund ihrer Länge gewisse Anforderungen an die Kondition. Man kann die Tour aber an den zahlreichen Anlegestellen der Seeflotte abbrechen und mit den Linienschiffen zum Ausgangspunkt zurückkehren. (Autor: Bernhard Irlinger)
49 km
110 m
4.00 h
Starnberg, Kreisstadt und Hauptort am Starnberger See, wurde dank des Sees und aufgrund der frühen Bahnverbindung im 19. Jahrhundert von den wohlhabenden Münchnern entdeckt – heute gilt die Stadt als einer der Ortemit dem höchsten Pro-Kopf-Einkommen in Deutschland und als Rückzugsgebiet der Reichen und Prominenten. Was die Menschen hierher treibt, sind weniger großartige Sehenswürdigkeiten als vielmehr die herrliche Landschaft rund um denzweitgrößten See im Bayerischen Alpenvorland. Vor dem Bahnhof in Starnberg radeln wir auf der breiten Bahnhofstraße nach links. Sie leitet nach einer Rechtskurve kurz aufwärtsund geht links haltend in die Possenhofener Straße über. Noch vor der Bahnunterführung wechseln wir rechts in die mitRadwegweisern ausgeschilderte Wilhelmshöhenstraße, fahrenansteigend durch ein Villenviertel und dann sanft abwärts zumvorfahrtsberechtigten Oberen Seeweg. Auf ihm links über dieBahnlinie und nach wenigen Metern rechts in den Moritz-von-Schwind-Weg, der uns endgültig aus dem Ort führt.Nach den letzten Häusern fahren wir geradeaus auf eine Kiesstraße,die parallel zur Bahnlinie verläuft. Nach einem Kilometerfolgen wir an einer Weggabelung der Beschilderung RichtungPossenhofen nach links, halten uns nach kurzer Fahrt vor demWaldparkplatz am Badegelände »Paradies« rechts und radeln zueinem weiteren Parkplatz kurz vor Possenhofen. Wir folgen derZufahrtsstraße links zur Hauptstraße, die geradewegs überquertwird. Nun geht es hinab zum nahen Ufer des Starnberger Sees,dort rechts und an ihm entlang. Kurz darauf radeln wir am RenaissanceschlossPossenhofen vorbei, in dem Kaiserin Sissi ihreKindheit verbrachte und in das sie auch in späteren Jahren immerwieder gern zurückkehrte. Nach dem Schloss treffen wir auf eineschmale Teerstraße, der wir nach links folgen. Kurz nach dem Jachtclub Possenhofen knickt die Fahrstraße nachrechts hinauf. Wir radeln jedoch geradeaus auf den Weg, der nunimmer demOstufer des Starnberger Sees folgt. Bald sehenwir nahedem Ufer die kleine Roseninsel im See liegen. Der MärchenkönigLudwig II. ließ auf ihr einen Garten anlegen, dessen reichem Rosenschmuckdie ehemals »Wörth« genannte Insel ihren heutigenNamen verdankt. Hier traf er sich zu romantischen Stunden mitseiner geliebtenCousine Sissi. ImflachenWasser zwischen Seeuferund Insel entdeckten Archäologen die Reste steinzeitlicher Pfahlsiedlungen,die vor ca. 5000 Jahren errichtetwurden.Vorbei an zahlreichen Badestellen radeln wir zum Tutzinger OrtsteilGeratshofen und folgen weiterhin dem Seeufer bis zumBootssteg in Tutzing. Hier geht es kurz rechts aufwärts zurHauptstraße und auf ihr nach links durch den Ort. Am Ortsrandbiegen wir vor einemkurzenAnstieg links auf einen kleinen Parkplatz, an dem der schmale, alsRad- und Fußweg ausgeschilderteGeorg-Roth-Weg beginnt.Auf ihm zum Südbad, dortgeradewegs über die Teerstraßeund durch die Lindenalleenach Unterzeismering.Hier biegt unser Weg rechtszur Hauptstraße, auf der wiruns nun links halten unddurch den Ort radeln. AmOrtsende wechseln wir linksauf einen Radweg, der baldabseits der Straße durch eineAllee zum Parkplatz an der Kurklinik Höhenried hinaufleitet unddem Zaun folgt, der den Schlosspark von Höhenried umgibt.Bald lassen wir die Räder entlang der Hauptstraße kurz einenBerg hinabrollen. Links kann man nun durch ein schönes schmiedeeisernesTor zum modernen »Museum der Phantasie« radeln,das die umfangreichen Kunstsammlungen des Autors Lothar-Günther Buchheim zeigt.Nach der Besichtigung fahren wir auf dem Radweg entlang derHauptstraße ins nahe Bernried. Im Ort knickt die Hauptstraßenach rechts hinauf; wir radeln jedoch geradeaus in die Nebenstraße,die zum ehemaligen Kloster (12. Jh. gegründet) leitet, umdas sich dasmalerische Dorfmit seinen zahlreichen altenHäusernentwickelte. Sehenswert sind die ehemalige, barock umgestalteteStiftskirche und die kleinere Hofmarkskirche am Friedhof, an derin der angebauten Gruftkapelle eine Madonna aus dem 14. Jahrhunderteinst Ziel einerWallfahrt war.Das Kloster bleibt links; wir radeln an der Friedhofskapelle vorbeiauf dem Reitweg geradewegs aufwärts und folgen diesem an einerWeggabel links haltend weiter. Bald knickt die schmale Teerstraßenach rechts und wir fahren geradeaus auf eine Kiesstraße,die uns zum Seeufer hinabführt. Nun folgen wir immer dem mitRadwegweisern beschilderten Weg, bis wir in Seeseiten auf dieHauptstraße treffen. Auf ihr nun links am wunderschön gelegenenGasthof vorbei zumOrtsrand von Seeshaupt, wo wir auf eineVorfahrtsstraße treffen, auf der wir links durchs Ortszentrum radeln. Immer auf oder nahe der anWochenenden recht stark befahrenenSeeuferstraße geht es nun über St.Heinrichmit seiner ehemaligenWallfahrtskirche zum Ostufer der Starnberger Sees. Am Freizeitgeländevon Ambach können wir dann die breite Straße, die hiernach und nach vom Ufer wegführt, verlassen. Auf stiller Streckeist Ambach schnell erreicht. UnserWeg folgt nun immer demUferdes Starnberger Sees, und vorbei an zahlreichen Badeplätzen, andenen sich an schönen Sommerwochenenden zahllose Ausflüglersonnen, führt uns die schmale Straße nach Ammerland. Hiersteigt die Straße wenige Meter an, ehe wir links in eine Nebenstraßeeinbiegen, die uns weiterhin am Ufer entlang nach Leonibringt.An der Straßengabelung am Ortsende nicht steil rechts hinauf,sondern links in den Parkweg (Wegweiser »Votivkapelle«) undnach 200Metern durch ein Tor. Auf dem Kiesweg fahren wir kurzaufwärts zu einer Wegkreuzung und dort den Wegweisern folgendlinks zur neuromanischen Votivkapelle, die an den Tod desunglücklichen Bayernkönigs Ludwig II. erinnert. Unterhalb markiertein Kreuz im See jene Stelle, an der Ludwig II. ertrank. Wirradeln an der Kapelle vorbei in leichtem Auf und Ab durch denWald, bis wir in Berg wieder auf eine Teerstraßestoßen.Auf ihr lassen wir die Räder am bescheidenenWittelsbacher Schloss vorbei links zur Schiffsanlegestellevon Berg hinabrollen und folgen nunwieder dem Uferweg, der uns am See entlangnach Norden zum Erholungsgelände von Kempfenhausenführt. Wir radeln geradeaus und haltenuns an einer Weggabelung am Ende derbaumbestandenen Liegewiese rechts. Der geteerteWeg geht in eine schmale Straße über, dieuns an einer Bootswerft vorbei geradewegs biszur Autobahn bringt. An ihr bzw. an der breitenB 2 entlang radeln wir links über die Würm undan einer ersten Ampelkreuzung geradewegs übereine Nebenstraße. Nach kurzer Strecke knickt dieB 2 nach rechts; wir fahren hier geradeaus in dieschmale Perchastraße, die uns bald als Radwegunter der Bahnlinie hindurch zur breiten Kaiser-Wilhelm-Straße leitet, über die wir links direktzum Bahnhof von Starnberg zurückradeln.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour49 km
Höhenunterschied110 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
StartortStarnberg
AusgangspunktDer Bahnhof von Starnberg
Endpunkt Der Bahnhof von Starnberg
Tourencharakter Märchenhafte Roseninsel, Fantasiewelten und eine grandiose Bergschau
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Regionalkarte1:75 000, Blatt »BayerischeSeen« (Radtourenkarte)
VerkehrsanbindungMit dem Zug oder mit der S6 zum Bahnhof in Starnberg. Wer mit dem Auto anreist, findet die besten Parkmöglichkeiten, indem er die A 95 München–Garmisch an der Anschlussstelle Seeshaupt verlässt; große Parkplätze zwischen St.Heinrich und Ambach am See.
GastronomieGasthäuser in Possenhofen, Tutzing, Unterzeismering,Bernried, Seeseiten, Seeshaupt, St. Heinrich, Ambach, Ammerland, Leoni, Berg, Kempfenhausen und Starnberg
Informationen
Das »Museumder Phantasie«: Im Schlosspark von Höhenriedlockt mit dem »Museumder Phantasie« eine der Hauptattraktionen am Starnberger See. Geplant wurde das moderne Gebäudevom bekannten ArchitektenGünter Behnisch,um den umfangreichenSammlungen des RomanautorsLothar-GüntherBuchheim eine Heimat zugeben. Neben einer verwirrendenVielfalt von volksundvölkerkundlichen Ausstellungsstückensind auchWerke der expressionistischenKünstlergruppe »DieBrücke« zu sehen. Zusätzlichwerden Arbeiten desMultitalents Buchheim undwechselnde Ausstellungenberühmter moderner Künstleraus den SammlungenBuchheims gezeigt.
Tourismusbüro
Tourismusverband Starnberger Fünf-Seen-Land, Wittelsbacherstr. 2c, 82319 Starnberg, Tel. 08151/906 00, www.sta5.de; www.fuenfseen.de
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