Rothenburg ob der Tauber erkunden

Gemütlicher Stadtbummel (Autor: Michael Reimer, Wolfgang Taschner)
3 km
3.00 h
Die Gründung der Stadt liegt im 12. Jahrhundert, etliche Tore,Türme und mächtige Mauern stammen noch aus dieser Zeit. ImMittelalter besaß Rothenburg ob der Tauber eine große Macht imSüden Deutschlands, erst in der Zeit des Dreißigjährigen Kriegesgingen politischer Einfluss und Reichtum zurück. Die engen Gassenund alten Gebäude vermitteln das Gefühl, als sei die Zeit stehengeblieben. Ein Rundgang führt an zahlreichen Sehenswürdigkeitenvorbei. Vom Rathausturm am Marktplatz hat mandie beste Aussicht über Stadt und Land.Die Plattform ist über 220 Stufen vomHauptportal des Rathauses zu erreichen(April–Oktober tgl. 9.30–12.30 und 13–17Uhr). Die St.-Jakobs-Kirche in der Klostergasse15 gilt als bedeutendster Sakralbauder Stadt. Große Beachtung finden der Heilig-Blut-Altar von Tilman Riemenschneider,der Zwölfbotenaltar von FriedrichHerlin sowie die Glasfenster des Ostchores (April–Oktober 9–17.15 Uhr, 11 und 14.30 Uhr Führung). Die St.-Wolfgangskirche inder Klingenbastei ist eine Wehrkirche mit Kasematten im Festungsbereichdes Klingentores. Im angeschlossenen Schäfertanz-Kabinett lebt der Schäfertanz (siehe Kasten) auf (April–Septembertgl. 10–13 und 14.30–17 Uhr).Das Reichsstadtmuseum im Klosterhof ist in den Räumen einesmittelalterlichen Dominikanerinnenklosters untergebracht. Hier gibt es Kunst und Kultur der ehemaligen Reichsstadt Rothenburgzu sehen, wie zum Beispiel die noch erhaltene Klosterküche, dieTafeln der Rothenburger Passion, die Waffen- und KunstsammlungBaumann sowie die Gemäldegaleriemit Künstlern des 19. Jahrhundertsund eine bedeutende Judaika-Abteilung(April–Oktober 10–17 Uhr).Das Mittelalterliche Kriminalmuseumin der Burggasse 3 stellt unter anderemFolterinstrumente, Urkunden und Siegelaus sieben Jahrhunderten aus (Mai–Oktober tgl. 10–18 Uhr).Im Deutschen Weihnachtsmuseum inder Herrngasse 1 gibt es das ganze Jahrüber Weihnachtsschmuck aus verschiedenenEpochen, historische Nussknackerund Weihnachtsbäume aus derZeit um 1900 zu bewundern (April–Dezember tgl. 10–17.30 Uhr).200 Jahre Spielzeuggeschichte sind imPuppen- und Spielzeugmuseumin derHofbronnengasse 13 ausgestellt. Zu sehensind über 1000 Puppen sowie zahlreichePuppenhäuser, Kaufläden, Stuben,Theater und Spielzeug (März–Dezember9.30–18 Uhr).In elf original eingerichteten Räumenist im Alt-Rothenburger Handwerkerhaus am Alten Stadtgraben 26 das Leben der Handwerker in frühererZeit dargestellt (Ostern–Oktober Mo–Fr 11–17 Uhr, Sa u. So10–17 Uhr).ImJudentanzhaus an der Ecke Judengasse/Weißer Turmmit demRabbi-Meir-ben-Baruch-Gärtchen sind jüdische Grabsteine zu sehen.Die älteste Kirche der Stadt ist die Franziskanerkirche in derHerrngasse. Zu erwähnen sind der Franziskusaltar von TilmanRiemenschneider, das Grab Dietrich von Berlichingens sowie diemodernen Glasfenster von Johannes Schreiter im Ostchor (Februar–Dezember 10–12 und 14–16 Uhr).Mit dem Rad bequem erreichbar ist das Topplerschlösschen imTaubertalweg 100, das 1388 erbaut wurde (Fr, Sa u. So 13–16 Uhr).In unmittelbarer Nähe des Topplerschlösschens steht im Taubertalweg103 die Fuchsmühle, die noch wie zu Beginn des 20. Jahrhundertseingerichtet ist (Sa u. So 14.30–18.30 Uhr).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour3 km
Dauer3.00 h
StartortRothenburg ob der Tauber
AusgangspunktRothenburg ob der Tauber
Endpunkt Rothenburg ob der Tauber
Tourencharakter Gang durch die Geschichte
Beste Jahreszeit
KartentippStadtplan von Rothenburg ob der Tauber, erhältlich im Tourismus Service
VerkehrsanbindungStündliche Bahnverbindung auf der Strecke Würzburg– Marktbreit–Ansbach– Treuchtlingen mit Umsteigen in Steinach bei Rothenburg. Mit dem Auto auf der Autobahn A 7 Würzburg– Ulm bis zur Ausfahrt Rothenburg. Außerhalb der alten Stadtmauer sind mehrere große Parkplätze ausgeschildert.
GastronomieZahlreiche Restaurants undCafés im gesamten Stadtgebiet
Informationen
Der SchäfertanzDer beliebte Figurentanzwird mehrmals im Jahr aufdem Rothenburger Marktplatzaufgeführt. Die buntenGewänder der Frauenund die bänderverziertenSchippen der Burschen vermittelnein farbenfrohesBild.Die jungen Damen trageneine Biedermeiertracht (um1800) aus Rock, Spenzerund Schultertuch. Der Rockist stark in Falten gelegtund mit farblich abgestimmtenPaspeln besetzt.Die Männer in ihren ledernenKniebundhosen und einerblauen oder grünen Jackemit Revers und Silberknöpfenhaben während desTanzes eine bändergeschmückteSchippe beisich. Zu jedem Tanz bestickendie Mädchen bunteBänder und befestigen siean der Schippe ihres Tanzpartners.Die Musik mit ihrem übermütigen,leichten und lebendigenCharakter erinnertan das Hüpfen und Springeneiner Schafherde.
Tourismusbüro
Rothenburg Tourismus Service, Marktplatz, 91541 Rothenburg ob der Tauber, Tel. 09861/404800, www.rothenburg. De
Tags: