Mooslandschaft und Wessobrunner Barock

Starker Verkehr in Weilheim und vor Wessobrunn (Radweg). Sonst weitgehend verkehrsarm. (Autor: Armin Scheider)
36 km
140 m
3.00 h
Abschnitt Weilheim–Paterzell. Vom Bahnhof geht es über Bahnhof- und Münchener Straße, dann rechts abdrehend auf der Schützenstraße Richtung Wessobrunn. Wenig später die Ammerbrücke, nach der wir dem Uferweg in Südrichtung folgen, wo schöne Flussbilder geboten werden. An der Bahnlinie fahren wir rechts vor zur Unterführung und nehmen Kurs auf Oderding. In weiter Moosgegend mit imposantem Alpenpanorama erreichen wir das Dorf und biegen gleich am Ortsrand scharf rechts Richtung Grasla /Hungerwies ab. In der Folge überquert man die Bahn und kommt an ein Wegedreieck. Dort hält man sich rechts und radelt über Kugelsbühl nach Norden. Nach Waldende folgt eine markante Linkskurve, dort geht es rechts auf einen Feldweg und am nächsten Asphaltsträßchen links bis Moosmühle. Wir fahren vor zur Straße Peißenberg–Zellsee und gelangen rechts nach Paterzell.Abschnitt Paterzell–Wessobrunn. Ob man nun in Paterzell den berühmten Eibenwald besichtigt oder den gleichnamigen Gasthof aufsucht, weiter geht es in jedem Fall nach Norden durch den Eibenwald und an der Straße St. Leonhard–Zellsee zwei Kilometer rechts hinunter zur Straße Weilheim–Wessobrunn. Auf der Gegenseite nutzen wir den Radweg und haben nun bis zum Kloster Wessobrunn fast zwei Kilometer leichte bis mittlere Steigungen zu absolvieren.Abschnitt Wessobrunn–Weilheim. Hinter dem Klosterhof führt der Tassiloweg hinaus und leitet uns mit herrlicher Sicht auf das Weilheimer Moos und die Alpenkette hinunter zu einer Linksabzweigung (mit Radschild), der wir folgen. Der grob geschotterte Waldweg fällt durchgehend ab und stößt unten auf einen Querweg, auf dem wir rechts wieder zur großen Straße nach Wessobrunn kommen. Wir bleiben diesseits, setzen links auf dem Radweg fort und biegen nach 600 Metern links Richtung Lichtenau ab. Knapp einen Kilometer weiter macht der Weg einen Rechtsknick (Radschild Weilheim) und verläuft nun schnurstracks nach Osten, durch anmutige Mooslandschaft und mit Ausblicken bis hin zu den Bergen. Nach knapp drei Kilometern ein Waldstück, an dessen Ende unsere Route links und nach 350 Metern wieder rechts abzweigt und nun mit Aussicht nach Raisting und Pähl erneut auf Ostkurs geht. Endpunkt dieser Etappe ist eine Brücke über die Ammer, die wir überqueren, um gut 200 Meter danach dem halb rechts abgehenden Schotterweg zu folgen (Radschild). Er führt am Ostufer der Ammer entlang, geht später in einen Asphaltweg über und bringt uns zur großen Wessobrunner Straße in Weilheim. Dort geht es links ins Zentrum zurück.Abstecher über den Hohen Peißenberg. Hier noch ein Angebot für konditionsstarke Radler: Anstatt vom Wegedreieck zwei Kilometer westlich Oderfing über Kugelsbühl nach Zellsee zu fahren, kann man auch einen Schlenker über den Hohen Peißenberg (1000 m) machen, allerdings mit einigen Anforderungen – vier Kilometer Anstieg, davon zweieinhalb Kilometer steiler und Erweiterung der Tour von 37 auf 48 km. Als Gegenleistung erhält man eine grandiose Aussicht auf das Alpenvorland und die Bergkette auf einer Breite von rund 200 Kilometern. Wenn Sie sich für diesen Abstecher entscheiden, geht es vom besagten Wegedreieck links ab, später an der Westseite der Bahn entlang, dann an dem Bahnübergang, wo gegen-über ein Schotterweg weiterläuft, rechts ab und nach 500 Metern links in die Thalackerstraße geradewegs nach oben. An der Gärtnerei Fuchs eine Gabelung, dort links und nach einem ruppigen Schotterstück an der Asphaltstraße rechts, bis wir in die eigentliche Auffahrtsstraße einmünden. Dort geht es rechts die letzten 500 Meter nach oben zum Gasthof Bayerischer Rigi. Vor allem der letzte Teil der Auffahrt ist bereits mit prächtigen Ausblicken verbunden. Die Abfahrt ist schnell geschildert. Wir radeln auf gleicher Strecke zur Gärtnerei Fuchs zurück, biegen dort links ab und erreichen über Tritschenkreut die Straße nach Peißenberg. Dort ein Links-/Rechtsschwenk und weiter in Wiesenlandschaft über Faistenau und St. Leonhard zur Abzweigung Richtung Eibenwald. Der weitere Kurs ist oben beschrieben. Wenn Sie allerdings Wessobrunn auslassen und stattdessen über Kugelbühl nach Weilheim zurückradeln wollen, bleibt es bei einer Gesamtstrecke von nur 37 Kilometern.

Länge:

Gesamtlänge ca. 4,5 km, davon 2,2 km stärker ansteigend. Hauptanstiege um Paterzell und vor Wessobrunn. Sonst nur kurze Steigungen.

Höhenunterschied: ca. 140 Hm.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour36 km
Höhenunterschied140 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBahnhof Weilheim
TourencharakterEine reizvolle Verbindung: Erst radelt man in anmutiger Mooslandschaft, dann folgt der Besuch in Wessobrunn, wo einst die berühmtesten Barockkünstler Bayerns wirkten und im Kloster Zeugnisse ihres Könnens hinterlassen haben. Bei einem Abstecher auf den Hohen Peißenberg erlebt man die spektakulärste Aussicht des Alpenvorlands.
Hinweise
Freibäder: Kein Freibad an der Strecke
VerkehrsanbindungAutoanfahrt von München A 95/952 bis Starnberg, dann B 2 über Traubing. Ca. 52 km, Fahrzeit 1 Std. Bahnverbindung Mehrmals täglich München–Weilheim (direkt) und zurück. Fahrzeit ca. 40 Min. Fahrradmitnahme möglich.
GastronomieEinkehr Weilheim Hotel Vollmann Terrasse, So. Ruhetag Allgäuer Hof Terrasse, kein Ruhetag Paterzell Zum Eibenwald Terrasse, kein Ruhetag Wessobrunn: Zur Post Terrasse, kein Ruhetag
Informationen
Gründung des Klosters Wessobrunn: Es ist eine schöne Legende: Tassilo III., späterer bayerischer Herzog und Sohn Herzog Odilos war 753 als Zwölfjähriger auf Eberjagd. Als er unter einer Linde schlief, träumte er von drei Quellen, die tags darauf tatsächlich der Erde entsprangen. Tassilo deutete das als Auftrag, hier ein Kloster zu gründen. Die mehrstämmige Tassilolinde steht heute noch und hat einen Gesamtumfang von mehr als 13 m. Auch die drei Quellen sprudeln noch und zwar im Brunnhaus nördlich der Pfarrkirche, das allerdings aus neuerer Zeit (1735) stammt.
Tourismusbüro
Weilheim: Tel. 08 81/682-0 www.weilheim.de; Wessobrunn: Tel. 0 88 09/31300 www.wessobrunn.de

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