Leitzachrunde

Rundtour meist auf Forst- und Radwegen, die jedoch an wenigen Stellen etwas Kondition und sicheres Bergabfahren voraussetzt. Etwas Spaß daran, stellenweise über Wurzeln zu holpern, sollte man für diese Tour mitbringen. Meist geht es aber schön flach neben der Leitzach entlang. Die Tour lässt sich z. B. mit Kindern auch abkürzen: Dafür nicht links nach Fischbachau radeln, geradeaus bleiben bis Stauden. (Autor: Lisa und Wilfried Bahnmüller)
45 km
200 m
4.00 h
Der anstrengende Teil: Wir starten vom Bahnhof in Schliersee und radeln in die Werner-Bochmann-Straße. Dann überqueren wir die große Rathausstraße geradeaus und biegen an dem kleinen Platz links in die Karl-Haider-Straße ein. Wir radeln den Schildern »Attenberg« nach mit Blick auf Hausham und leicht bergauf, bis zu dem Weiler. Zwischen den Höfen hindurch macht die Straße einen Rechtsknick, und schon geht es leicht bergab in den Wald. An der Weggabelung radeln wir links und bleiben dann immer auf dem Waldweg. Nochmals steigt die Straße an. Nach etwas über 3 km halten wir uns erneut links. Bald haben wir das Schlimmste geschafft und rollen nun auf einem Schotterweg über Almwiesen abwärts. Wir überqueren die Autostraße (Schild »Parsberg«). Bei Halmer knickt unser Weg nach links, und wir folgen ihm bergab zu einer T-Kreuzung. Hier biegen wir rechts ein (Schild »Wörnsmühl«). Zum letzten Mal heißt es kräftig in die Pedale treten. Wir passieren den Weiler Lehen, an der Kreuzung geht es geradeaus und nun endlich bergab. In Nullkommanichts sind wir an der Hauptstraße in Wörnsmühl.Leitzachtalrunde: Wir fahren über die Leitzachbrücke und unmittelbar danach rechts ins Drachental. Jetzt führt unser Weg dicht am Wasser entlang, sodass wir genügend Stellen zum Pausieren und Rasten finden. Nach der Brücke mit dem Holzkreuz biegen wir links durch die Schranke auf den Weg »Leitzachtalrunde«. Nun wird es spannend: Der Weg ist schmal, direkt am Flussufer holpern wir über Wurzeln und schmale Holzstege. Wer kleine Bachzuläufe direkt durchpflügen möchte, dem steht, außer nassen Füßen, nichts im Wege. Unser Weg heißt nun »W 2a Fischbachau«. Ein kurzes Stück bergauf halten wir uns dann links, verlassen den ausgeschilderten Radweg und folgen der Bezeichnung »Hundham/Elbach« bergab. Über die Brücke der Leitzach radeln wir durch Achau weiter in Wassernähe etwas rechts. Am letzten Haus folgen wir erneut rechts dem Schild »Elbach/Fischbachau« in einen Wiesenweg. Immer geradeaus, die Beschilderung im Visier, erreichen wir etwas nach rechts wieder unseren »W 2a«. Wir überqueren erneut die Leitzach und biegen gleich danach links in den Wiesenweg »W 2a«ein. Nun immer parallel in der Nähe zur Leitzach bleibend Richtung Süden. An einer Brücke erreichen wir die Abzweigung nach Fischbachau.Zur Wallfahrtskirche: Wir folgen der Beschilderung in den Ort, überqueren die große Autostraße etwas nach links und biegen rechts in die Birkensteinstraße, hinauf zur Wallfahrtskirche Birkenstein. Über zwei Geschosse ist der kleine Bau nach dem Vorbild der Casa Santa in Loreto/Italien angelegt. Im oberen Stock befindet sich das Gnadenbild. Der Raum ist ganz im Stil des Rokoko ausgestattet. Wie in einem Theaterstück umflattern nicht weniger als 92 Engel und Putten das Gnadenbild Maria mit dem Jesuskind. Die Wände sind schier zugekleistert mit einer unglaublichen Vielzahl an Votivbildern. Alle haben eines gemeinsam: Sie erzählen von der wundersamen Erhörung der Gebete ihrer Spender durch die Muttergottes von Birkenstein.Nach der Besichtigungspause geht es zurück zur Birkensteinstraße, noch ein Stück weiter bergauf, dann dem Schild »Waldlehrpfad Hammer – Geitau – Bayrischzell« nach. Noch einmal steigt der Weg an, wird zu einem Forstweg mit Schranke, wo wir uns an der nächsten Weggabelung rechts halten. Jetzt geht es durch den Wald über Serpentinen abwärts. Wir überqueren einen kleinen Bach und folgen nun wieder stur den Schildern »Kapellentour«. Parallel zu den Gleisen radeln wir durch den Weiler mit dem einfallslosen Namen »Dorf«. Dort halten wir uns vor der Bahnüberquerung links auf dem schmäleren Weg unter der Wendelstein-Seilbahn hindurch. Am Bahnhof von Osterhofen können wir unsere Beine in der Kneippanlage erfrischen. Weiter folgen wir unserer »Kapellentour« und überqueren dabei die B 307 geradeaus. Zum Schliersee: Bald treffen wir wieder auf die Leitzach, die wir auf einer Brücke überqueren. Am anderen Ufer folgen wir nun dem Weg flussabwärts, den Schildern »Kapellentour« nach. Mehrere Viehgatter bremsen unser Tempo, wir stoßen wieder auf eine Teerstraße, in die wir links einbiegen, um kurz nach den Bauernhöfen wieder rechts zu radeln, weiter den Schildern nach. So kommen wir durch den malerischen Ort Geitau und überqueren die B 307. Weiter geht es neben den Eisenbahnschienen in den Wald, zur Ausflugsgaststätte Krugalm, die uns nun, vor dem großen Finale, sehr gelegen kommt.Der nächste Orientierungspunkt ist der Weiler Stauden, wo wir auf die große Staatsstraße treffen. Auf dem Radweg nach links geht es bis zur nächsten großen Straße, der B 307 in Aurach. Am Gasthof Wölflhof überqueren wir die Straße und radeln an der Kapelle dem Schild Campingplatz nach. Schon geht es wieder ruhig und ohne Autos dahin. Die Spitzingstraße überqueren wir geradeaus nach Neuhaus hinein. Im weiten Bogen nach Westen radeln wir durch die lange Aurachstraße. An deren Ende biegen wir nach rechts. An den modernen Kirchen vorbei mündet der Weg kurz darauf erneut in die B 307. Hier radeln wir links auf dem Radweg bis zu den Bahnschienen. (Hier ist ein Abstecher nach rechts zum Bauernhofmuseum von Markus Wasmeier möglich) Vor der Bahnschranke wenden wir uns links und folgen der Straße durch die Unterführung. Mühelos geht es zwischen Bauernhöfen hindurch abwärts zur Uferstraße. Zum Schluss erneut nach links, an der westlichen Seeuferstraße entlang, bis wir im Ort Schliersee sind. Durch die Westerbergstraße und die Breitenbachstraße sind wir schnell am Bahnhof zurück.

Motto: Wandern am Wasser

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour45 km
Höhenunterschied200 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSchliersee, Bahnhof
EndpunktSchliersee
TourencharakterNur der Anfang der Tour kostet ein wenig Kraft, wird aber durch die Bilderbuchlandschaft versüßt: Almwiesen, blumengeschmückte Höfe, Tiere auf den Weiden, und das alles umgeben von großer Bergkulisse. Später geht es an der wilden, naturbelassenen Leitzach entlang. Die Quellen der Leitzach liegen bei Bayerischzell, und sie mündet in der Nähe von Westerham in die Mangfall. Besichtigen können wir die Marienwallfahrtskirche Birkenstein oder das Markus-Wasmeier-Freilichtmuseum in Neuhaus am Schliersee.
Hinweise
AM SCHLIERSEE. Der Schliersee ist nicht tiefer als 40 m, sodass er, ungewöhnlich für einen Bergsee, rasch erfreuliche Badetemperaturen erreicht. Er ist das Herz der Ortschaften Schliersee, Neuhaus und Fischhausen. Hier lebten die Pioniere des bayerischen Wintersports. 1888 war Anton Finsterlin der erste Skifahrer, der auf 3,2 m langen finnischen Brettern die heimischen Schlierseer Berge, vor allem im Spitzinggebiet, unsicher machte. Die neue Sportart hatte schnell Freunde gefunden, und bereits 1902 wurde der erste Skiclub gegründet. Der Bau der Bahnstrecke München–Spitzing–Bayrischzell im Jahre 1911 ließ das Skifahren zum Massensport werden. Bereits um 1930 waren im Winter zwölf Abendzüge nach München nötig, um die erschöpften Skifahrer in die Stadt zurückzubringen.Bei Fischhausen liegt das Markus-Wasmeier-Bauernhofmuseum. Fünf restaurierte Bauernhäuser stehen für die Besucher offen. In dem nachgebauten altbayerischen Dorf wird man wie bei einer Zeitreise um 300 Jahre in der Geschichte zurückversetzt. Wir wandeln durch ein typisches Dorf aus dem oberländischen Alpenraum mit Dorfweiher, Mühle, Bauernhäusern und natürlich einer Wirtschaft, nur die kleine Dorfkirche steht noch nicht. Das Besondere daran ist, dass die Höfe bewirtschaftet werden und Mitarbeiter den Häusern Leben verleihen.Zwei große Brauchtumsveranstaltungen unterstreichen das weiß-blaue Paradeimage von Schliersee: Im August ziehen Trachtler auf dem Altschlierseer Kirchtag in festlich geschmückten Booten über das Wasser. Im November geht es zu Leonhardi auf dem Landweg mit Kutschen, Reitern und Truhenwägen nach Fischhausen, wo ein Gottesdienst gefeiert wird.
KartentippKompass Karte Nr. 8 Tegernsee/Schliersee, 1:50 000
VerkehrsanbindungVon München auf der A 8, Ausfahrt Weyarn, und auf der B 307 über Miesbach und Hausham bis zum Ort Schliersee; Parkplätze am Bahnhof. Mit der Bahn von München über Holzkirchen/Miesbach Richtung Bayrischzell, Haltestelle Schliersee.
GastronomieZu Beginn wenige, ab Fischbachau viele Möglichkeiten. Das Gasthaus Krugalm liegt sehr ruhig direkt am Weg. In historischem Ambiente isst man »Beim Wolfen« im Wasmeier-Museum.
Tipps
BADEMÖGLICHKEITEN: Freibad Wörnsmühl; Leitzach; in Schliersee Therme Vitalwelt

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