Landpartie um Dietramszell

gut 5 km, davon 1 km Schiebestrecke. Anstiege meist kurz und nur mäßig. Höhenunterschied - rund 120 m, Gefällstrecken ca. 8 km. Verkehr: Zwischen Lochen und Foggenbeuern etwas auflebend, sonst sehr wenig Verkehr. Wege: Neben asphaltierten Straßen knapp 8 km Schotterwege, stellenweise etwas gröber (Teufelsgraben und Dietramszeller Wald). (Autor: Armin Scheider)
37 km
120 m
4.00 h
Ausgangspunkt ist die Südseite des Marktplatzes in Holzkirchen. Wir fahren auf der Hafner- und Roggersdorfer Straße in Westrichtung aus dem Ort und kommen nach zweieinhalb Kilometern an den Ortsrand von Roggersdorf. Direkt vor dem Elektrohäuschen folgen wir dem rechts abgehenden Asphaltweg, gelangen in den Wald und müssen nun den tief eingeschnittenen Teufelsgraben durchqueren. Erst geht es 200 Meter sehr steil nach unten (23 % Gefälle), hier das Rad unbedingt schieben (!), dann 100 Meter im Talgrund weiter und schließlich auf einem etwas ungepflegten Weg wieder 200 Meter halblinks bergauf. In der Tat kein sonderlich radlfreundlicher Abschnitt, aber auch kein unlösbares Problem. Wenig später sind wir in Palnkam (Km 4,5). An der Durchgangsstraße wenden wir uns ganz nach links Richtung Thalham. Nach einer Waldpassage führt rechts ein Sträßchen nach Jasberg hoch. Oben dann herrliche Bergsicht von der Zugspitze bis zum Wendelstein. Wir bleiben konsequent auf dieser Straße und sind bald darauf in Baiernrain (Km 9,5). Gegenüber vom Gasthaus Baiernrain geht es weiter Richtung Lochen (Vorsicht - nicht nach Linden fahren!). Vor uns tut sich wieder ein Bilderbuchpanorama mit Alpenkette und Lochener Kirchturm auf. Wir gelangen zur Durchgangsstraße in Lochen (Km 11,5), biegen dort rechts ab und radeln nun mit etwas mehr Verkehr zunächst zur Straße nach Dietramszell und – nach einem kurzem Links-/Rechtsknick – weiter bis nach Föggenbeuern (Km 14,5). Im Ort gibt es eine kleine Kirche, dort fahren wir rechts hoch Richtung Harmating, nach 400 Metern geht es dann dem links abzweigenden Sträßchen folgend mit grandioser Gebirgssicht über eine Straße hinweg nach Großeglsee hinauf. Dort läuft die Route zuerst ein Stück nach Westen und dann nach links in die Ortsmitte von Humbach. Von hier aus bringt uns die rechts abzweigende Straße schließlich nach Peretshofen (Km 19). Nach dem Aufstieg zur Peretshofer Höhe mit ihrer Prachtaussicht auf Alpen sowie Isar- und Loisachtal setzen wir die Fahrt fort, zunächst ein Stück auf der Humbacher Straße nach Süden, dann am Ortsschild links ab und auf dem Schotterweg (später Stockacher Weg) mit eindrucksvollem Panorama nach Südosten hinaus. Im Blickfeld haben wir nun die Bergkette von den Allgäuer Alpen über Wetterstein, Benediktenwand, Karwendel bis zum Wendelstein. Auch das ist wieder ein hinreißender Streckenabschnitt! Nach Überquerung einer Straße folgt ein Wegedreieck mit neuerlich bester Alpensicht, dort geht es links über Punding und Manhartshofen weiter Richtung Thankirchen. Kurz vor diesem Ort fahren wir rechts hinunter, gut einen Kilometer, dann trifft man auf eine Querstraße, die links nach Dietramszell (Km 26) führt. Nach dem Besuch der Klosterkirche fahren wir an der Klosterschänke Richtung Holzkirchen hinaus und biegen nach 300 Metern am Schild Gastwies halbrechts Richtung Pelletsmühle ab. Es folgt eine längere Walddurchfahrt, auf der man etwas Ortssinn entwickeln muss: Knapp drei Kilometer nach Gastwies geht im Wald links ein breiterer Weg ab. Aber Vorsicht: Es zweigen vorher schon zwei Wege ab, also nicht zu früh abbiegen. Orientierungshilfe an der richtigen Abbiegung: Ein Verbotsschild für Kraftwagen und Motorräder. Schräg gegenüber führt übrigens ein Weg in die Gegenrichtung ab. Ist es der richtige Weg, trifft man nach einem Kilometer auf einen Weiher, umfährt ihn links und kommt so an das Südufer des Hackensees. Von dort ist es dann nicht mehr weit bis nach Kleinhartpenning (Km 32). Nun steuern wir nach links den Schreinerwirt an und verlassen dort das Dorf in Richtung Holzkirchen. Drei Kilometer weiter fahren wir in die Straße nach Dietramszell, dort rechts vor zur B 13. Gegenüber sehen wir ein Schottersträßchen, auf dem wir mit großartigem Südpanorama Richtung Thann radeln. Gut einen Kilometer danach der querverlaufende Thanner Weg, der uns schließlich wieder nach Holzkirchen zurückbringt, wenn wir uns links halten.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour37 km
Höhenunterschied120 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterWer eine ruhige Radltour abseits der Ausflugsschwerpunkte sucht und auch ein paar Anstrengungen in Kauf nimmt, liegt hier genau richtig. Die Gegend um Dietramszell ist bäuerlich geprägt und noch unverfälscht. Die Tour glänzt vor allem mit wunderbaren Gebirgsblicken, weist aber auch fünf Kilometer Steigungen auf.
Hinweise
Der Teufelsgraben ist ein rund 15 Kilometer langer, schmaler und teils tiefer Einschnitt, ein Überbleibsel eines Eiszeitgletschers. Er zieht sich vom Kirchsee in Nordostrichtung bis zum Mangfallknie.
KartentippKompass Wanderkarte Nr. 180 »Starnberger – Ammersee«.
VerkehrsanbindungAuto - BAB Salzburg bis Ausfahrt Holzkirchen, dann zur Ortsmitte. Bahn: München– Holz-kirchen 20/40-Minuten-Takt mit der S-Bahn (S 2), stündlich mit der Bayer. Oberlandbahn (BOB).
GastronomieHolzkirchen - Gasthof Alte Post, Di Ruhetage, Terrasse. Baiernrain: Gasthaus Baiernrain, geöffnet Di–Do ab 17, Fr– So ab 10 Uhr. Garten. Lochen: Gasthaus Andrä, Fr Ruhetag, Terrasse. Humbach: Gasthaus Geiger, Mo und Di Ruhetage, Garten. Dietramszell: Klosterschänke, Di Ruhetag, Biergarten. Kleinhartpenning: Schreinerwirt, geöffnet Mi und Do ab 16, Fr ab 12, Sa/So/Fei ab 10 Uhr. Garten
Tipps
Von Lochen aus bietet sich ein kurzer Abstecher nach Linden an (ein Kilometer). In der dortigen Dorfkirche finden Sie einen Zyklus wunderschöner Wandfresken aus dem Mittelalter (um1400), der als einer der vollständigsten in Oberbayern gilt.
Informationen
Dietramszell - Kunstgeschichtlicher Höhepunkt der Tour ist die Kirche* des ehem. Augustiner-Chorherrenstifts in Dietramszell. Im Dreißigjährigen Krieg zerstört und bis 1741 wieder errichtet, besitzt sie einen bäuerlich-festlichen Innenraum mit reichem Goldschmuck, der zu den schönsten seiner Art in Südbayern zählt. Daran mitgewirkt haben bedeutende Künstler: Die herrlichen Stukkaturen und Gemälde stammen von Johann Baptist Zimmermann, während Franz Xaver Schmädl den mächtigen Hochaltar, die ersten zwei Seitenaltäre, die prächtige Kanzel und einige hervorragende Plastiken schuf. Oft wird die Kirche in Dietramszell mit der Klosterkirche in Schäftlarn verglichen, die als höfisches Gegenstück gilt. Eines der bekanntesten Brauchtumsfeste der Gegend ist der Leonhardiritt in Dietramszell alljährlich am dritten Samstag im Juli. Gegen 13 Uhr ziehen Reiter und Pferdefuhrwerke mit Bauersleuten in Tracht von Dietramszell zur zwei Kilometer nördlich stehenden Kapelle St. Leonhard, wo die Pferde gesegnet werden. An den Ständen und im Festzelt rund um die Kapelle treffen sich dann Akteure und Besucher zum gemütlichen Beisammensein. ® Manhartshofen und Thankirchen: In beiden Orten stehen alte Bauernhäuser, die besonders sehenswert sind. Sie besitzen meist einen Holzaufbau mit kleinen Fenstern, Holzbalkon und vorspringendem Dach, sind zum Teil mit Fresken bemalt und tragen im Sommer überquellenden Blumenschmuck.
Tourismusbüro
Holzkirchen Tel. 080 24 / 64 20 Dietramszell Tel. 080 27 / 90 58-0
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