Im Naturpark Karwendelgebirge nach Österreich

Der Hinweg erfordert einige Kondition und Ausdauer, denn der Weg führt anfangs länger bergauf. Herrliche Ausblicke in das schöne Karwendel und steile Schluchten neben der Straße entschädigen dafür. Es folgen immer wieder entspannende ebene Fahrtstrecken stets auf einsamen breiten Forststraßen, die in österreichisches Gebiet führen. Der Rückweg erfolgt auf dem Hinweg und lässt sich fast durchgehend bergab rollend zurücklegen. (Autor: Lisa Bahnmüller)
Sylvensteinsee – Fall – Aquilla/Österreich – Dürrachstausee – Fall.
Vom Parkplatz radeln wir auf der geteerten Straße Richtung Aquilla (Hinweisschild »Gasthof«) . Nach 1,5km halten wir uns rechts und bleiben auf dem großen Hauptweg. Bald strapazieren wir unsere Muskeln für die erste Steigung von ca. 1,8km Länge. Dann geht es wieder fast eben weiter. Hoch über der wilden Dürrachschlucht überqueren wir immer wieder kleine Bäche. Manchmal strömt das Wasser in dicken Kaskaden direkt aus der Felswand neben der Straße. Bei 8,6km überqueren wir die österreichische Grenze, an der uns heute keiner mehr kontrolliert. Ab hier ist der Weg ungeteert, bald erreichen wir bei 9,3km die Abzweigung nach links zur nur 20m höher gelegenen Gastwirtschaft Aquilla. Wer noch Reserven besitzt, sollte geradeaus weiterfahren und erneut einen Anstieg von ca. 500m Länge versuchen. Denn gleich danach erreichen wir den kleinen Stausee des Dürrachbaches (12,5km) mit seinen schönen Sandbänken, die sich hervorragend zum Rasten und als Picknickstellen eigenen. Der Rückweg erfolgt wie der Hinweg, wir können entspannt fast bis zum Parkplatz rollen .
Wissenswertes.
Sylvensteinspeicher: Der 610 ha große Stausee wurde 1959 zum Schutz vor den alljährlichen Isarhochwassern gebaut. Man nutzte die natürliche Engstelle bei Fall im oberen Isartal und staute die Isar und ihre Zuflüsse Walchen und Dürrach zwischen den Bergen zu einem fjordartigen See auf. Die mittlerweile 44 m hohe Dammkrone reduziert die jährliche Überschwemmungsgefahr in Tölz und München auf ein Minimum. In Trockenzeiten sorgt der Stausee für ausreichenden Wasserfluss in der Isar, zwei Wasserkraftwerke dienen der Energiegewinnung. Dafür mussten die Bewohner von Fall, das durch den Roman »Der Jäger von Fall« von Ludwig Ganghofer berühmt wurde, ihre Häuser verlassen. Sie wurden 1957 zum Teil unter großem Protest in das neue Fall umgesiedelt. Bei niedrigem Wasserstand kann man von der Sylvensteinbrücke noch Grundmauern der alten Dorfhäuser erkennen. Die Isartalbewohner sagen: »Das alte Fall schnappt Luft.«

kindgerecht

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour23 km
Höhenunterschied748 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktSylvensteinstausee - Parkplatz von Fall.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterMeist finden Kinder die erste kleine »Mountainbiketour« in dieser großartigen Kulisse sehr spannend und lassen sich auch zu etwas An-strengenderem motivieren. Anhalten und Rasten kann man immer wieder und Schieben ist keine Schande. Man kann jederzeit abbrechen, genauso lässt sich die Tour weit über den Dürrachstausee hinaus verlängern.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Nr. 182, Isarwinkel, 1 - 50000.
VerkehrsanbindungMit dem Auto - auf der Garmischer Autobahn A 95, Ausfahrt Sindelsdorf nach Bad Tölz, weiter auf der B13 nach Lenggries, weiter zum Sylvensteinspeicher/Fall, Parkplatz gleich nach der Brücke auf der linken Seite.
GastronomieGasthaus Aquilla vom 1. Mai–31.Okt. geöffnet, einfache Küche mit Mini-Spielplatz. Fall - Faller Hof mit nettem Café. Fleck zwischen Lenggries und Sylvenstein: gute bayerische Wirtschaft Zum Papyrer.
Informationen
Baden im selten warmen Sylvensteinstausee. Zum Planschen eignet sich auch der Dürrachstausee.
Tourismusbüro
Gästeinformation Lenggries, Tel.: 08042/50180.
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