Im Leitzachtal zum Seehamer See

Tour mittlerer Länge rund um den Seehamer See. Immer wieder kurze leichte Steigungen, nur der Anstieg ab Auerschmiede lang gezogen und relativ steil. Dieser Abschnitt auch geschottert, sonst ausschließlich geteerte Nebenstraßen mit geringem bis ganz fehlendem Verkehr. (Autor: Armin Scheider)
32 km
345 m
3.00 h
Vom Alten Wirt führt die Route auf der Durchgangsstraße nach Norden hinaus, unter der Autobahn hindurch und durch hügeliges, von Wald umsäumtes Bauernland bis Fentbach. 1 km hinter Fentbach nehmen wir am Straßendreieck die rechte Abzweigung nach Westerham. Es geht etwas später durch Wald hinunter zur Straße Westerham – Holzolling, dort rechts und nach 500 m wieder links mit Kurs auf Naring. Um uns herum die anmutige Landschaft des Leitzachtals mit schönen Ausblicken. Am Ortsrand von Naring wenden wir uns an der Straße nach rechts und gelangen nach Holzolling. Wer jetzt schon eine Stärkung nötig hat, findet im dortigen Gasthof Kreuzmair (Mo Ruhetag) die geeignete Einkehr. Von Holzolling läuft in Ostrichtung ein Sträßchen nach Esterndorf und weiter im Zuge der Leitzach – vorbei an den Wasserrohren des Leitzach-Kraftwerks – nach Nieder- und Oberhasling, hier verbunden mit herrlichen Ausblicken auf die Berge. Nachdem die Autobahn unterquert wurde, gelangen wir – an der nächsten Querstraße links abzweigend – zum Gasthof Auerschmiede, dem Wendepunkt unserer Tour. Nun wäre in der Tat eine Stärkung angebracht, denn das direkt nach dem Gasthaus rechts abgehende Sträßchen steigt auf einer Länge von rund 1km leicht bis mittel an, bevor es die oben liegende Gehöftegruppe Hinteröd erreicht. Sie werden den kräftezehrenden Anstieg nicht bereuen! Von den prachtvollen Ausblicken auf das Land und die Berge abgesehen, radeln Sie hinein in ein stilles unberührtes Hochtal, das wie ein großer Park wirkt. Radeln in seiner schönsten Form! Gut 1,5 km nach Hinteröd stoßen wir auf ein Straßendreieck und setzen unsere Fahrt dort halblinks fort, Richtung Pienzenau. Danach ein Anstieg hoch zum Anwesen Giglberg, dann schon – knapp 1,5 km weiter – der Ortsrand von Kleinpienzenau. Unten im Dorf biegen wir an der Straße rechts ab, durchfahren wenig später Großpienzenau in gerader Linie und müssen nochmals gut 800 m radeln, bevor uns ein rechts abgehendes Sträßchen nach Reichersdorf bringt. Dort heißt es für jeden, der auch nur ein wenig an Kunst interessiert ist, kurz zu verhalten: Die Kirche dieses Dorfes birgt nämlich, was nur wenige wissen, kostbare Schnitzwerke (um 1500) des berühmten Münchner Bildhauers Erasmus Grasser. Die Kirche ist meist verschlossen, Familie Bichl im Hof gegenüber schließt Ihnen den Raum aber auf. Nun ziehen wir noch einen großen Bogen nach Osten über den Weiler Pfisterer um den Seehamer See herum und landen nach herrlichen Ausblicken auf den See in Großseeham. Es geht in Westrichtung wieder hinaus aus dem Dorf, wobei wir dort, wo die Straße einen leichten Rechtsknick macht, geradeaus radeln. So überqueren wir später einen Damm, wo sich erneut prächtige Aussicht auf den See bietet, und treffen in Kleinseeham ein. Wenn wir auch dieses Dorf geradlinig durchfahren und an der nächsten Querstraße rechts abbiegen, münden wir in die Straße Weyarn – Bruck, auf der wir nach links über Wattersdorf nach Weyarn zurückkehren. Hier haben Sie eine abschließende Entscheidung zu treffen: Entweder Weyarner Klosterkirche oder Alter Wirt. Unsere Empfehlung: Beides, Reihenfolge egal!

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour32 km
Höhenunterschied345 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGasthof Alter Wirt in Weyarn.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterLandschaftliche Höhepunkte sind das Leitzachtal ab Naring, das parkartige und aussichtsreiche Hochtal oberhalb der Auerschmiede und der Seehamer See. Kunstgeschichtlich ragen die Ignaz Günther-Figuren in Weyarn und die Schnitzwerke Erasmus Grassers in Reichersdorf heraus.
Beste Jahreszeit
KartentippMünchen und Umgebung 1 : 100 000, Bayerisches Landesvermessungsamt München.
MarkierungenOrts- und Straßenbeschilderung.
VerkehrsanbindungMit Auto über A 8.
GastronomieWeyarn: Landgasthof Alter Wirt mit Biergarten. Naring: Gasthaus zum Goldenen Tal mit Terrasse (Mo, Di Ruhetage). Holzolling: Landgasthof Kreuzmair mit Garten (Mo Ruhetag). Auerschmiede: Landgasthof Auerschmied. Großseeham: Spießbratenhaus mit Biergarten (Mi Ruhetag).
Tipps
In Fentbach ist zu überlegen, ob Sie das Fahrrad unten stehen lassen und zu Fuß einen Abstecher (ca. 1 km einfach) hoch zum spätkeltischen Oppidum machen, dem Ringwall einer ehemaligen Keltenfestung, von der vor allem der innere Wall noch sehr gut erhalten ist. Zeitbedarf insgesamt rund 1 Std.
Informationen
Sehenswert ist in Weyarn die Stiftskirche des ehemaligen Augustiner-Chorherrenstifts St. Petrus und Paulus, 1693 neu erbaut. Ihren Ruhm begründen vor allem die Schnitzwerke des großen bayerischen Rokoko-Bildhauers Ignaz Günther, so die »Verkündigung«, eine ergreifende »Pietà« und eine »Mater Dolorosa«. Maler und Stuckateur der Kirche war der nicht minder namhafte Johann Baptist Zimmermann.
Tourismusbüro
Gemeindeverwaltung Weyarn, Ignaz-Günther-Str. 5, 83629 Weyarn, Tel. 08020 / 18 87-17 / -18, Fax 08020 / 18 87-20.

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