Eine Runde um den Höglberg

Insgesamt gut 3 km, davon 2 km Schiebestrecke. Zwei längere Anstiege vor Ulrichshögl und in Vachenlueg. Höhenunterschied - rund 110 m. Gefällstrecken gesamt ca. 3 km. Verkehr: Auf der Straße beiderseits Thundorf leicht auflebend, sonst kaum Autos. Wege: Rund 5 km geschotterte Wege, ausreichend befahrbar, ansonsten Asphaltstraßen. (Autor: Armin Scheider)
23 km
110 m
2.00 h
Ausgangspunkt unserer Tour ist die Kirche in Piding. Man radelt zunächst auf der Salzburger Straße nach Osten, biegt dann rechts in die Haindlstraße und folgt knapp 300 Meter danach dem rechts abgehenden Schotterweg. Er führt über die Bahn zum Ufer eines Saalach-Arms, wo man diesseits nach Norden weiterradelt und später an die Saalach selbst und bald darauf an ein Asphaltsträßchen vor Bichlbruck (Km 2) kommt. Setzt man in bisheriger Richtung fort, ist man wenig später in Hammerau (Km 4,5). Man passiert den Auwirt und gelangt zur B 20. Hier fährt man rechts 100 Meter weiter, dann über die Bundesstraße durch eine Fußgängerpassage auf die Kogelstraße. An ihrem Ende geht es über die Gleise, an der nächsten Kreuzung rechts und schließlich kurz nach Rauchenbücheln vor einer markanten Rechtskurve links auf den Schotterweg nach Ainring (Km 8). Man beachte auch hier wieder die schöne Aussicht! In Ainring biegen wir an der Ulrichshögler Straße links ab. Vor uns ein etwa ein Kilometer langer Anstieg. Hat man diesen überwunden, wird man jedoch durch die prächtige Sicht auf das Salzburger Becken hinreichend entschädigt. Dann sind wir in Ulrichshögl (Km 9,5) und steuern hier entweder zuerst einmal das Gasthaus Ulrichshögl – mit wunderschöner Aussichtsterrasse – oder aber den nächsten Streckenpunkt Thundorf an. Dazu radelt man zur Straße Ainring – Teisendorf hinunter und biegt links ab. Bei mäßigem Verkehr erreicht man in bäuerlicher Gegend über Thundorf die links hochführende Zufahrt nach Vachenlueg (Km 14). Dort hinauf, geradeaus durch den Ort und am Westrand an der Straße nach Anger erneut links hoch. Nach 200 Metern ein rechts wegführender Asphaltweg, der in einen Feldweg übergeht. Ab hier folgen wir stets den Schildern nach Höglwörth. Die nächsten zweieinhalb Kilometer enthalten einige schlechtere Wegestücke und ein paar kurze Anstiege. 500 Meter weiter ein Rechtsknick der Route, danach kommt man über den Weiler Praxenthal (Km 15,5) und die Thalstraße bei herrlicher Aussicht an die verkehrsreiche Straße Teisendorf – Anger. Drüben geht es dann durch die Gehöftegruppe ein kurzes Stück schlechten Weges zum Kloster Höglwörth (Km 16,5) hinunter. Im schönen Biergarten beim Klosterwirt bereiten wir uns auf die Schlussetappe vor. Zuerst vertrauen wir uns dem Klosterweg an, der uns nach Anger (Km 18,5) zum Dorfplatz bringt. Auf dieser Strecke können wir wieder den Blick auf die Berge genießen. An der Kirche fahren wir hinunter, biegen nach 150 Metern scharf rechts auf den Mühlenweg ab und folgen gleich dem nach Osten hinausführenden Zweig dieses Weges. Die folgende kleine Holzbrücke und die vorbeiführende Scheiterstraße überqueren wir und radeln auf dem Wanderweg Aufham nach Südosten hinaus. Diese Strecke fällt ganz leicht ab und gehört zu den schönsten Radrouten in Oberbayern - Unseren Blicken bietet sich eine wunderbare Voralpenlandschaft und ein berückendes Bergpanorama, u. a. mit Untersberg und Hochstaufen. Der Weg führt zunächst an die Autobahnunterführung vor Aufham (Km 20,5). Dort biegen wir (vor der Autobahn) links auf den Wiesenweg (Asphaltstraße) ab, fahren geradewegs durch die Siedlung und halten uns an der Jechlinger Straße wieder links. So kommen wir mit Prachtblick nach Jechling (Km 22), durchqueren das Dorf auf der Jechlinger Straße, um dann an der Brückenstraße links und an der Pidinger Straße wieder rechts abzubiegen. Abermals begeistert uns eine grandiose Aussicht, bevor wir nahe der B 20 links auf den Innebergweg abbiegen (Radschild Piding), an der Högler Straße rechts und unter der B 20 hindurch nach Piding zurückkehren. In Piding angekommen, können Sie sich überlegen, ob Sie noch genügend Zeit – und Kraft – haben, einen Abstecher ins vier Kilometer entfernte Bad Reichenhall zu machen. Der bekannte Kurort bietet einiges, was einen Besuch lohnt (siehe Tipp des Tages). Im Bürgerbräu können Sie dann den Tag ausklingen lassen.

Hindernisse - Ein geradezu idealer Platz für eine kleine Rast ist Höglwörth. Sie können sich im Biergarten stärken, das Kloster besichtigen, um den See spazieren oder sich mit einem Bad im See erfrischen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour23 km
Höhenunterschied110 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterEine kurze und nur stellenweise etwas anstrengende Rundfahrt, die im äußersten Südosten Oberbayerns verläuft. Zwei besondere Höhepunkte hat sie aufzuweisen, nämlich den kleinen Höglwörther See und sein malerisch gelegenes Kloster sowie das aussichtsreiche Wegstück zwischen Anger und Piding mit seinen Landschafts- und Gebirgsbildern.
Beste Jahreszeit
KartentippKompass Wanderkarte Nr. 16 »Traunstein, Waginger See«
VerkehrsanbindungAuto - BAB Salzburg bis Bad Reichenhall, dann nach Piding. Bahn: München–Piding stündlich über Freilassing.
GastronomiePiding - Gasthof Altwirt, Di Ruhetag, Biergarten. Au: Gasthof Auwirt, Di Ruhetag, Biergarten. Ainring: Rupertihof (Gasthof zum singenden Wirt), kein Ruhetag, einige Tische im Freien. Ulrichshögl: Gasthaus Ulrichshögl, Di & Mi Ruhetage, Aussichtsterrasse. Höglwörth: Klosterwirt, Di Ruhetag, schöner Biergarten. Anger: Gasthof Alpenhof, Di Ruhetag, Jun – Aug kein Ruhetag, Terrasse.
Tipps
Nach der Tour bietet sich ein Besuch in Bad Reichenhall an - Der gepflegte Kurort am Fuße des Predigtstuhls kann mit attraktiven Sehenswürdigkeiten aufwarten: So ist die Stiftskirche St. Zeno die größte romanische Basilika Altbayerns. In der Nikolauskirche befinden sich neben Apsisgemälden auch 14 Medaillonbilder von Moritz von Schwind. Besuchenswerte Museen sind das Heimatmuseum (Di – Fr 14 –18, 1. So im Monat 10 –12 Uhr) und der Quellenbau der Alten Saline (Führungen täglich 10 –11.30 und 14 –16 Uhr).
Verleih
In Piding.
Informationen
Neben den beiden kunstgeschichtlichen Highlights der Tour – Höglwörth und Anger – verdienen auch folgende Kirchen Erwähnung - Mariä Geburt von 1761 in Piding (Rokokoausstattung, Rotmarmorportal und -grabsteine); in Ainring St. Laurentius und Mauritius (im Kern gotisch, 1736 barockisiert, mit sehenswerten Altären, Figuren und stuckierter Kanzel); St. Ulrich von 1470 in Ulrichshögl (u. a. Ulrich-Figur und Grabplatte, beide um 1470, Taufstein aus dem 12. Jh.). ® Höglwörth: Ehemaliges Augustiner-Chorherrenstift, reizvoll auf einer kleinen Halbinsel im Höglwörther See gelegen. Kirche St. Petrus und Paulus* (ehemalige Stiftskirche) ab 1675 neu erbaut. Im Rokokoinnenraum beeindrucken u. a. der elegante Wessobrunner Stuck in Zartgrün, die bewegten Deckenfresken (u. a. Himmelfahrt Mariens), die Altäre mit Schnitzfiguren und Gemälden sowie eine Holzfigur (Halbrelief) des Stifters Luitpold III. von 1510. ® Höglwörther See: Von Wald umsäumter kleiner See mit nur 2 km Umfang und einer Tiefe bis über 6 m. Warmer Badesee mit Strandbad am Nordufer und Badeplatz an der Südostseite. ® Anger: Stattliches Dorf, aussichtsreich auf einer Höhe gelegen. König Ludwig I. nannte es bereits »mein schönstes Dorf«. Um einen langgezogenen Dorfplatz gruppieren sich Wohnhäuser (meist 18./19.Jh.) und die von Weitem sichtbare Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt*, von Georg Dehio als »eine der interessantesten spätgotischen Landkirchen des Gebietes« bezeichnet. Im eher nüchternen Innenraum finden sich kostbare Ausstattungsstücke: eine barocke Rosenkranzmadonna von 1680, ein spätgotisches Vesperbild (1550), Schnitzfiguren, Gemälde u. a.
Tourismusbüro
Piding Tel. 086 51 / 38 60 Ainring Tel. 086 54 / 80 11 Anger Tel. 086 56 / 98 89 22
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