Von Obertrubach zum Signalstein

Bequeme Wanderung vorwiegend auf breiten Wiesen- und Feldwegen mit schönen Ausblicken, im Trubachtal verläuft der Weg am Hang durch Wald. (Autor: Tassilo Wengel)
12 km
148 m
3.00 h
Durch das Gründleinstal.
Unsere Wanderung beginnt in Obertrubach bei der Kirche, wo wir die Teichstraße entlanggehen und der Markierung grüne Raute folgen. Beim Wanderparkplatz biegen wir nach rechts in die Straße Am Kohlberg und gelangen auf einem breiten Wiesenweg zu einer Lehrtafel. Nun geht es auf einem Pfad weiter an Schlehenhecken vorbei, die im zeitigen Frühjahr ihr weißes Blütenkleid angelegt haben. Im Herbst schmücken sie sich mit dunkelblauen, bereiften Früchten, aus denen in Franken Likör, Geist, Gelee und Marmelade hergestellt wird. Eine Lehrtafel berichtet eindrucksvoll über den Lebensraum Hecke. An einer Bank vorbei gelangen wir bald zu dem Wanderweg, der durch das Gründleinstal führt. Zwischen Wiesen und Waldflächen steigt der Weg leicht an. Im oberen Bereich treten nun bizarr geformte Felsen auf, die als Naturdenkmal geschützt sind. Bald sehen wir die ersten Häuser von Bärnfels, wo am oberen Ende des Gründleinstales das Café Brütting zur Rast einlädt.
Zum Signalstein.
Unser Weg mündet beim Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr auf die Straße, dort wenden wir uns nach links und folgen dem Wegweiser zum Signalstein mit der Markierung roter Punkt. Wir gehen durch den Ort, überqueren eine Asphaltstraße und folgen dem allmählich ansteigenden Weg. Kurz vor dem Ortsausgang schwenken wir nach links und wandern nun auf einem schönen Wald- und Wiesenweg. Besonders schön ist es hier im Mai und Juni, wenn die reiche Pflanzenwelt in voller Blüte steht. Blau blühender Ehrenpreis mischt sich mit karminroten Steinnelken, dazwischen haben auch der lilablaue Salbei, rosafarbener Spitzkiel und andere Blumen ihre farbenfrohen Blüten geöffnet. Unser Wanderweg führt nun durch den Wald zur Straße. Sie wird überquert, wir gehen am Waldrand weiter abwärts und treffen nach einer Wiese auf eine Asphaltstraße. Dort wenden wir uns nach rechts, folgen an der nächsten Straßengabelung dem Wegweiser in Richtung Wolfsberg. Wir gehen nun etwa einen Kilometer auf der Asphaltstraße bis zu einem Abzweig mit Sperrschild. Dort folgen wir dem Forstweg zu einer Gabelung mit Bank und dem Wegweiser »Rundweg Geschwand – Signalstein« (Markierung roter Ring und roter Punkt). Der linke Weg führt leicht ansteigend durch den Wald zum Signalstein, der mit 582 Metern Höhe zu den schönsten Aussichtspunkten in der Fränkischen Schweiz gehört. Man kann ihn über eine Metallleiter besteigen, allerdings sollte man dazu schwindelfrei sein.
Nach Wolfsberg.
Vom Signalstein zurück, sind es nur wenige Meter bis zur Asphaltstraße am Ortsanfang von Sorg. Wir gehen geradeaus auf den Ort zu und schwenken gleich nach dem Ortsanfang links in Richtung Wolfsberg mit der Markierung roter Punkt. Auf einem Wiesenweg wandern wir leicht abwärts zwischen Obstbäumen hindurch mit herrlicher Aussicht auf die bewaldete Hügellandschaft nach Wolfsberg.
Die Häuser des kleinen Ortes reihen sich entlang der Straße, und die Burgruine auf der Höhe erinnert an die Geschichte des Ortes. Bereits im 12. Jh. wird von »Gozpold de Wolfsperch« eine Burg errichtet, die wie viele andere Burgen in der Fränkischen Schweiz mehrfach zerstört und wieder aufgebaut wurde. Seit dem Ende des 19. Jh. in Privatbesitz, verfällt sie immer mehr. Nördlich der Ruine kann man an der Straße zum Dorf noch den früheren Burgkeller und den Burgbrunnen sehen.
Durch das Trubachtal.
Von Wolfsberg aus folgen wir der Markierung grüner Punkt durch das Trubachtal. Anfangs steigt der Weg etwas an, fällt ab und überquert die Trubach sowie die Straße beim Hartelstein, einem sehr beliebten Kletterfelsen. Dort wenden wir uns nach rechts, gehen über einen Parkplatz und folgen dem Weg parallel oberhalb der Straße am Richard-Wagner-Felsen vorbei, dessen Profil dem berühmten Bayreuther ähnelt. Wir nähern uns der schön gelegenen Reichelsmühle, die heute noch als Sägewerk in Betrieb ist. Sie kam 1547 in den Besitz von Heino Reichel und wird seitdem Reichelsmühle genannt. Gegenüber lohnt sich eine Rast im Restaurant Treiber mit Terrassencafé, Hausgebäck und täglich frischen Forellen. Bald wird die Ziegelmühle sichtbar, die seit 1383 im Besitz der Herren von Egloffstein und mit ihrem schönen Fachwerk ein wahres Juwel im Trubachtal ist. Am Weg zur Schlöttermühle liegt eine Bogenbrücke, die zwischen 1835 und 1840 im römischen Stil errichtet wurde. An der 1547 erstmals erwähnten Hackermühle vorbei kommen wir zum Blechstein, der im 16. Jh. die Grenzscheide zwischen Hiltpoltstein, Betzenstein und Pottenstein war. Nun tauchen schon die ersten Häuser von Obertrubach auf. Auf der Trubachtalstraße führt unser Weg am Café Leistner mit schönem Cafégarten vorbei. Der Blick schweift hier auf den Hang gegenüber, wo sich häufig Schafherden tummeln. Am Hangfuß, gleich neben der Straße, entspringt die Trubach. Schnell erreichen wir den Ausgangspunkt bei der Kirche.
Der Trubachtalwanderweg.
Das Trubachtal ist in seinem oberen Bereich recht schmal, tief eingeschnitten und gehört immer noch zu den beliebtesten Tälern in der Fränkischen Schweiz. Hoch aufragende Kletterfelsen bestimmen neben zahlreichen Mühlen das Bild der Landschaft. Auf dem 19 Kilometer langen Trubachtalwanderweg zwischen Obertrubach und Pretzfeld (Markierung blauer Querstrich) reihen sich zahlreiche Möglichkeiten zum Einkehren und Genießen.

Gehzeiten.
Obertrubach – Bärnfels 3/4 Std. – Signalstein 11/2 Std. – Wolfsberg 1/4 Std. – zurück nach Obertrubach 3/4 Std.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied148 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
StartortObertrubach
AusgangspunktObertrubach, Ortsmitte bei der Kirche.
EndpunktObertrubach, Ortsmitte bei der Kirche.
TourencharakterStille bestimmt die herrliche Wiesenwanderung durch das Gründleinstal, das mit seiner reichen Flora ein Kleinod unter den Tälern in der Frän- kischen Schweiz ist. Dagegen wurde das Trubachtal wegen seiner zahl- reichen Mühlen berühmt, die ihm neben steil aufragenden, zerklüfteten Kletterfelsen besondere Reize verleihen.
Beste Jahreszeit
KartentippFritsch Wanderkarte Naturpark Fränkische Schweiz – Veldensteiner Forst – Hersbrucker Alb, Blatt Süd, Maßstab 1 - 50000.
VerkehrsanbindungAuto. Auf der Autobahn A 73 bis zur Anschlussstelle Forchheim-Nord oder -Süd, auf der B 470 bis zum Abzweig Pretzfeld, über Pretzfeld und Egloffstein nach Obertrubach. Bahn. Bahnstation Forchheim oder Ebermann-stadt, mit dem Bus nach Obertrubach.
GastronomieObertrubach - Gasthof Alte Post, Trubachtalstraße 1, Tel. 09245/322; Café Leistner, Trubachtalstraße 29, Tel. 09245/981110 (im Sommer kein Ruhetag, im Winter nur Sa, So geöffnet). Bärnfels: Café-Pension Brütting mit Caféterrasse, Dorfstraße 24, Tel. 09245/ 555 (ab 15 Uhr geöffnet, Freitag Ruhetag); Gasthof Drei Linden, Dorfstraße 38, Tel. 09245/9188 (im Winter Do Ruhetag). Reichelsmühle: Gasthof–Pension Treiber, Tel. 09245/489 (Mi Ruhetag).
Tipps
Pension–Café Brütting, Bärnfels. Wenn man das Gründleinstal von Obertrubach aus hinter sich gelassen hat, sollte man auf der Sonnenterrasse der Pension–Café Brütting in Bärnfels verschnaufen. Mit Sonnenterrasse und modernem, lichtdurchfluteten Gastraum lädt es von 15 bis 17 - 30 Uhr bei selbst gebackenem Kuchen zum Ver- weilen ein. Wer Übernachtung sucht, findet hier eine gemütliche und moderne Unterkunft mit allem Komfort. Dazu gehört auch ein reichhaltiges Frühstücksbüfett.
Informationen
Gasthof-Pension Zum Signalstein in Hundsdorf. Nicht direkt am Wanderweg gelegen, aber einen kleinen Abstecher wert ist der Gasthof Zum Signalstein in Hundsdorf. Er liegt direkt am neuen »Frankenweg« und bietet deftige Küche. Schweinefleisch aus eigener Aufzucht wird zu saftigem Braten, Haxen, Schnitzel und Schäuferla verarbeitet, Spezialitäten sind Bärlauchbratwürste, Blutwurstschnitzel und Holunderküchle. Außerdem gibt es Dosenwurst zum Mitnehmen.
Unterkunft
Obertrubach - Hotel Grüner, Neudorfer Weg 3, Tel. 09245/9870, www.hotelgruener.de; Gasthof Alte Post, Trubachtalstraße 1, Tel. 09245/322, www.postritter.de; Gasthof Fränkische Schweiz, Bergstraße 1, Tel. 09245/218, www.gasthoffraenkischeschweiz.de.
Tourismusbüro
Touristinformation Obertrubach, Teichstr. 5, 91286 Obertrubach, Tel. 09245/98813, E-Mail: obertrubach@trubachtal.com, www.trubachtal.com.

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