Über den Reitsteig auf das Grasköpfl

Vergleichsweise einsame und waldreiche Wanderung entlang eines schönen Wildbachs. Die Gipfelbesteigung erfordert etwas Trittsicherheit. Rißbach – Wiesbauern-Hochleger – Grasköpfl – Wiesbauern-Hochleger – Rißbach (Autor: Michael Pröttel)
12 km
950 m
4.00 h
Am Beginn der Wanderung, direkt an der Straße nach Hinterriß, steht ein weißes DAV-Schild: »Reitsteig – Wiesbauern-Hochleger«. Wir folgen diesem halblinks und wandern einen alten Fahrweg entlang. Nach Überquerung eines Bachbetts verschmälert sich unser Weg zum Fußweg. Bei einer Gabelung gehen wir links und folgen den roten Markierungen (an Bäumen). In Serpentinen geht es bergan und über eine Holzbrücke, dann wird es flacher, und wir kommen zu einem Forstweg. Diesem folgen wir nun ein Stück und müssen an der zweiten Linkskurve aufpassen: Hier zweigt – kurz bevor der Weg eine Freifläche erreicht – unser Fußweg scharf nah rechts ab (rote Pfeile an Bäumen). Wir wandern über eine Lichtung, wobei wir zweimal den Fahrweg kreuzen. Schließlich wendet sich unser Weg nach Südosten und quert leicht abfallend in das schöne Tal eines Wildbaches. Diesen überquert man auf einer Holzbrücke; auf der gegenüberliegenden Seite geht es dann in Serpentinen durch wunderschönen Bergmischwald bergauf. Der Weg wird etwas flacher, und wir überqueren abermals den Bach, um am Gegenhang weiter aufzusteigen. Kurz nach einer Lichtung erreichen wir eine freie Almfläche, über die wir auf einem Wiesenpfad zu einem Wegweiser weiterwandern (1:50 Std.). An diesem geht es nach links (»Grammersberg nach Fall«) und auf die Almhütte Wiesbauern-Hochleger. Links daran vorbei, quert der Weg zuerst über Wiesen, dann durch Wald in Richtung Nordwesten. Man kommt an einer kleinen Wasserfassung vorbei und hat bald Aussicht auf den Sylvensteinspeicher. Kurze Zeit später erreicht man den Rand eines weiten Erosionstrichters; der Weg wendet sich kurz von diesem ab und quert dann wieder leicht ansteigend den Kessel in seiner gesamten Länge. Von hier aus sehen wir das Gipfelkreuz über uns, wandern aber sozusagen unter diesem hindurch weiter nach Norden. Auf der gegenüberliegenden Seite muss man aufpassen: Dort wo der Weg fast schon die schmale, mit Latschen bewachsene Kammlinie erreicht, zweigt scharf links ein schmaler Fußweg ab (unmarkiert). Dieser führt zuerst durch Latschen und zum Schluss über einen steilen Wiesenhang zum höchsten Punkt (2:30 Std, 1753 m). Der Abstieg erfolgt auf dem Anstiegsweg (4:30 Std.).

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied950 m
Dauer4.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktParkbucht 2,5 km südlich von Vorderriß.
EndpunktWie Ausgangspunkt
TourencharakterBesonders nette Touren entdeckt man per Zufall: Ein früher Wintereinbruch im September 2002 machte meine Pläne, auf den Schafreuter zu steigen, zunichte. Ich studierte die Karte und fand im Grasköpfl ein fast schneefreies und wunderschönes Ausweichziel.
Beste Jahreszeit
KartentippWK 323 »Karwendel – Mittenwald«, 1:50 000, Freytag & Berndt.
MarkierungenRote Punkte.
VerkehrsanbindungMit dem Auto: Von München über Bad Tölz und Lenggries zum Sylvensteinspeicher. Hier rechts nach Vorderriß und weiter Richtung Hinterriß. Nach 2,5 km auf der in Fahrtrichtung linken Seite parken.
GastronomieUnterwegs keine.
Unterkunft
Gasthof Zur Post, Vorderriß.
Tourismusbüro
Lenggries.

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