Sentiero attrezzato Giulio Gabrielli

Zwischen dem Fleimstal (Val di Fiemme) im Norden und dem Val Sugana im Süden liegt ein großer, einsamer Gebirgsraum mit der Cima d’Asta (2847 m) als höchstem Gipfel. Er entsendet nach allen Himmelsrichtungen ausladende, teilweise schroff-zerklüftete Felsgrate. An seinem südwestlichen Kamm, dem Cresta di Socede, gibt es seit 1972 ein gesichertes Steiglein, von der »Großen Scharte« (Forcella Magna) bis zur Forcella Socede: ein etwa zweistündiges Schau- und Kraxelvergnügen. (Autor: Eugen E. Hüsler)
17 km
1200 m
6.00 h
Zustieg.
Zunächst auf breiter Schotterspur mäßig steigend im Val Sorgazza zur Talstation der Hüttenseilbahn (1647 m). Hier links und auf einem ehemaligen Kriegsweg in weiten Schleifen, zunächst noch teilweise schattig, hinauf in die Forcella Magna (2117 m).
Sentiero Gabrielli.
Unmittelbar an der Scharte beginnt der Gratweg. Am schrofigen Rücken erst steil bergan, dann flacher zu einer Verzweigung. Nun links auf einem ehemaligen Kriegssteig in Kehren zu einer grünen Anhöhe unter der Cima Tellina (2341 m). Hinter dem Gipfel leicht abwärts in die Forcella Tellina (2249 m), dann nach links zur Mündung eines wilden Grabens, über dem ein schlanker Felsturm, auffallend durch seine gelbe Färbung (Flechten), in den Himmel ragt. Hier beginnen die Sicherungen; an einem dicken Drahtseil steigt man über eine steile Felswand auf zu einer kleinen Kanzel. Dahinter im Geröll zwischen schroffen Felsen weiter zur nächsten Scharte, anschließend mit einigem Auf und Ab zum Eingang einer markanten Rinne. Nur ganz kurz in ihr aufwärts, dann an der linken Seite mit Hilfe von Eisenbügeln über fast senkrechte Felsen in leichtes Schrofengelände. Der deutlichen Wegspur folgend mehr oder weniger am Kamm zum Vorgipfel (2488 m) und weiter zum höchsten Punkt des zerklüfteten Socede-Grates, dem Col Verde (2586 m).
Am felsigen Kamm mit deutlichen Markierungen hinunter in den Passo Socede (2516 m), dann rechtshaltend zum Abfluss des Lago di Cima d’Asta (2451 m), in dessen Wassern sich die Südwand des Granitgipfels spiegelt, und kurz hinauf zum Rifugio Cima d’Asta (Ottone Brentari, 2476 m), 2 Std.
Abstieg.
Von der Hütte kurz zurück, dann auf dem gut markierten Hüttenzustieg bergab. Er führt über eine riesige, vom Gletschereis glatt gehobelte Felsschräge steil hinunter zur verfallenden Capanna dei Pastori (2131 m). Dieser (bei Nässe heikle) Wegabschnitt kann auf einer etwas längeren Variante (»facile«) links umgangen werden. Weiter unter den bizarren Türmen des Socede-Kamms ins innerste Sorgazza-Tal, wo man auf den Weg zur Forcella Magna stößt. Auf dem Anstiegsweg zurück zum Wanderparkplatz bei der Malga Sorgazza.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour17 km
Höhenunterschied1200 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktWanderparkplatz (1430 m) im Val Sorgazza.
Endpunktwie Ausgangspunkt
TourencharakterZwischen dem Fleimstal (Val di Fiemme) im Norden und dem Val Sugana im Süden liegt ein großer, einsamer Gebirgsraum mit der Cima d’Asta (2847 m) als höchstem Gipfel. Er entsendet nach allen Himmelsrichtungen ausladende, teilweise schroff-zerklüftete Felsgrate. An seinem südwestlichen Kamm, dem Cresta di Socede, gibt es seit 1972 ein gesichertes Steiglein, von der »Großen Scharte« (Forcella Magna) bis zur Forcella Socede: ein etwa zweistündiges Schau- und Kraxelvergnügen. Felsiges Terrain wechselt dabei immer wieder mit Gehgelände, mehrfach werden kleine Scharten tangiert bzw. überschritten.
Hinweise
Die bizarre Kulisse am Socede-Kamm.
VerkehrsanbindungÜber die Val-Sugana-Schnellstraße (Trento – Bassano del Grappa), Ausfahrt Strigno. Durch den Ort, dann via Bieno zu dem hübsch gelegenen Dorf Pieve Tesino (893 m). Am Ortsende links (Hinweis »Val Malene«) und auf schmaler, aber durchgehend as- phaltierter Straße nördlich taleinwärts, vorbei an der Bar Malene (1112 m) bis zur Malga Sorgazza, 9 km von Pieve Tesino. Großer Wanderparkplatz (1430 m).
GastronomieRifugio Cima d’Asta (Brentari, 2476 m), bewirtschaftet 20. Juni bis 20. September; Tel. 04 61/59 41 00.
Informationen
Gesamt 6.15 Std.; Zustieg 2.15 Std., »Sentiero Gabrielli« 2 Std., Abstieg 2 Std.

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