Variante von Ehingen durch das Blautal nach Ulm

Auf Nebenstrecken ohne große Mühen durch das tief eingeschnittene Tal, durch das einstmals die Donau floss. (Autor: Bernhard Irlinger Michael Reimer WolfgangTaschner)
37 km
355 m
3.00 h
Wir beginnen die Tour auf dem Marktplatz von Ehingen. Von hier leitet uns die Bahnhofstraße abwärts. Wir wenden uns nach dem Postamt nach rechts, durchqueren den Park und halten uns an seinem Ende links. Auf einem Radweg fahren wir an der Schmiech entlang. Wir stoßen auf die Rosenstraße, die uns links nach Berkach führt. Rechts haltend in den Ort und am Rand des Allmendinger Rieds nach Klein-Allmendingen. Wir fahren geradewegs durch das Dorf und biegen vor der Bahnlinie links ab. Nach zwei Kilometern auf einer Vorfahrtsstraße kurz nach rechts und dann links zum bewaldeten Talhang, vor dem wir rechts nach Schmiechen radeln. Fachwerkstädte und Steinzeithöhlen Hier fahren wir rechts haltend zur B 492 und an ihr entlang in das nahe Schelklingen, über dem der Bergfried der Burgruine Hohenschelklingen aufragt. Neben einer Anzahl historischer Fachwerkhäuser findet man am Marktplatz das alte Rathaus, in dem das Schelklinger Heimatmuseum untergebracht ist. Hier sind Steinzeitfunde vom »Hohlen Fels« ausgestellt. Unbedingt sehenswert ist die St.-Afra-Kapelle mit einem herrlichen, vollständig erhaltenen gotischen Freskenzyklus (Schlüssel im Café Bachner).
Der Donauradweg lässt das Ortszentrum von Schelklingen links liegen und folgt der B 492. Kurz nach dem Abzweig nach Ringingen biegen wir rechts ab. Vorbei am Freibad radeln wir zum »Hohlen Fels«. Im von Höhlen durchlöcherten Jurafels lebten während der Eiszeit altsteinzeitliche Jäger. Etwa einen Kilometer weiter auf einem Quersträßchen kurz nach links und dann rechts zum Bruckfels am Ortsrand von Weiler. In den Felsen versteckt liegt die »Geißenklösterle« genannte Höhle, die zu den bedeutendsten Fundplätzen aus der Altsteinzeit zählt. Man stieß hier auf 30000 Jahre alte Elfenbeinschnitzereien und einen vor 37000 Jahren bemalten Stein, der als
älteste Malerei in Europa gilt.
Wir überqueren die Ach und wenig später die Bundesstraße. Ein Radweg führt uns bis zum Ortsrand von Blaubeuren. An der Bundesstraßenkreuzung über die Ampel und jenseits in die Weilerstraße. Nach kurzer Fahrt biegen wir rechts in den Talmühlweg und fahren danach auf der Karlstraße links in das Zentrum von Blaubeuren.
Durch das Blautal nach Ulm Vor dem Blautopf fahren wir nach rechts, überqueren die Blau und folgen den Wegweisern, die uns durch das Tal nach Gerhausen führen. Auf der Bundesstraße kurz nach links und dann rechts in eine Nebenstraße. Den Wegweisern folgend durch den Ort und rechts der Blau am Fuße des Talhanges nach Arnegg. Wir radeln geradewegs durch das Dorf und finden am Ortsende links einen Kiesweg, der uns zwischen Wiesen nach Klingenstein bringt. Wir überqueren die Hauptstraße geradeaus und fahren auf der Arnegger Straße bis zur B 28. Auf ihr links über die Bahngleise und dann rechts der guten Beschilderung folgend zur Blau. Wir radeln am Freizeitbad »Bad Blau« vorbei und am Flüsschen entlang nach Ulm. Dort in einer Unterführung unter der B 10 hindurch und an ihr entlang nach rechts zum Busbahnhof am Ehinger Tor. Wir fahren links haltend unter der Bahnlinie durch und den Markierungen folgend durch den Stadtgarten zum Donauufer in Ulm, wo wir wieder auf die Hauptroute treffen.

FAHRZEITEN: Ehingen – Schelklingen 1 Std. – Blaubeuren 30 Min. – Blaustein-Klingenstein 1 Std. – Ulm 45 Min.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour37 km
Höhenunterschied355 m
Dauer3.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktDer Marktplatz von Ehingen.
EndpunktBahnhof oder Altstadt von Ulm.
TourencharakterAls empfehlenswerte Alternative zum Radweg entlang der Donau bietet sich zwischen Ehingen und Ulm die Fahrt durch das Urdonautal an. Bis vor 200000 Jahren floss die Donau in einem windungsreichen Tal durch den Jura, ehe sie weiter südlich den einfacheren Weg nach Ulm fand.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Radtourenkarte 1:150000, Blatt 25 Bodensee – Schwäbische Alb.
VerkehrsanbindungANFAHRT: Ehingen liegt westlich von Ulm an der Kreuzung von B 311, B 465 und B 492 im Tal der Donau. Anreisemöglichkeit mit der Bahn. RÜCKFAHRT: Ulm liegt im Kreuzungspunkt mehrerer Fernverkehrsstraßen im Donautal. Rückkehrmöglichkeit nach Ehingen mit der Bahn.
GastronomieIn Allmendingen, Schmiechen, Schelklingen, Weiler, Blaubeuren, Gerhausen, Arnegg, Blaustein-Klingenstein und Ulm.
Tipps
Blaubeuren und der Blautopf: Die Geschichte der Stadt begann mit der Gründung des Klosters im Jahre 1085. Neben dem Fachwerkrathaus aus dem 15. Jahrhundert und zahlreichen alten Bürgerhäusern verdient die Stadtkirche dank eines gotischen Altars der Ulmer Schule besondere Beachtung. Das nahe Heilig-Geist-Spital beherbergt das sehenswerte urgeschichtliche Museum. Es zeigt die reichen Funde aus den Höhlen rund um Blaubeuren, in denen Neandertaler und frühe Steinzeitmenschen lebten. Vom Stadtzentrum sind es nur wenige Meter zum berühmten Kloster. Die um 1500 erbauten Fachwerkgebäude sind perfekt renoviert und der spätgotische Altar in der Klosterkirche gilt als herausragendes Werk der Ulmer Schule. Am Hangfuß hinter dem Kloster liegt die bekannteste Karstquelle Deutschlands, der sagenumwobene, in geheimnisvollen Grün- und Blautönen leuchtende Blautopf. An seinem Rand steht eine 500 Jahre alte Hammerschmiede.
Unterkunft
In Allmendingen, Schmiechen, Schelklingen, Weiler, Blaubeuren, Blaustein, Ulm und Neu-Ulm; in Blaubeuren auch Jugendherberge, Tel. 07344/6444; in Ulm: Geschwister-Scholl-Jugendherberge, Tel. 0731/384455.
Tourismusbüro
Tourist-Information Ulm/Neu-Ulm, Münsterplatz, 89075 Ulm, Tel. 0731/1612830, Fax 0731/1611641, info@tourismus.ulm.de, www.tourismus.ulm.de; Allmendingen: Bürgermeisteramt, Tel. 07391/80059; Schelklingen: Fremdenverkehrsverein Schmiechtal, Tel. 07394/2480; Blaubeuren: Stadtverwaltung, Tel. 07344/96690, und Tourismuszentrale, Tel. 07344/921025 (am Wochenende); Blaustein: Bürgermeisteramt, Tel. 07304/8020.

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