Von Hütte zu Hütte

Weitwanderungen und Höhenwege im Naturpark Zillertaler Alpen

Alpine Landschaften, eine einmalige Flora und Fauna und urige sowie moderne Hütten zur gemütlichen Einkehr – deshalb erlebt Bergwandern derzeit einen Boom. Im Naturpark Zillertaler Alpen lassen mehrtägige Touren über den Berliner Höhenweg, die Gipfelumrundung der westlichen Zillertaler Alpen über die Peter-Habeler-Runde oder eine Tageswanderung über die Neumarkter Runde die Herzen der Bergfreunde höher schlagen.
 
Schritt für Schritt bis zur nächsten Hütte des Berliner Höhenwegs © Anne Gabl
Schritt für Schritt bis zur nächsten Hütte des Berliner Höhenwegs
„Das Wandern erlebt eine tolle Wiedergeburt“, sagt Bergsteigerlegende Prof. Peter Habeler. „Immer mehr junge Leute entdecken das Wandern für sich neu. Familien genießen es, von Hütte zu Hütte zu wandern und dabei die Schönheit der Berge und die Vielfalt der Natur zu bewundern.“ Der Wandergenuss rückt in den Fokus des Urlaubs, der Kreislauf wird angeregt und die Muskulatur wird sanft gestärkt.

Ganz neue Begrifflichkeiten sind Trailrunning und Trailhiking“, meint der Bergläufer Markus Kröll. Gemeint sind hierbei Bergläufe und Bergwanderungen abseits asphaltierter Straßen. Markus Kröll lief vor vier Jahren den Berliner Höhenweg mit 70 Kilometern Länge in weniger als 24 Stunden und weiß wovon er spricht.

Der Berliner Höhenweg

70 Kilometer in sieben Tagen zu bewältigen, das ist das Ziel des Berliner Höhenweges. Von der Gamshütte bei Finkenberg bis zur Karl-von-Edel-Hütte in Mayrhofen gilt es, die Zillertaler Runde, wie der Höhenweg auch genannt wird, zu erwandern. 6.700 Höhenmeter sind bei dieser anspruchsvollen Tour durch das Herz des Hochgebirgs-Naturpark Zillertaler Alpen und „Naturpark des Jahres 2015“ zu überwinden.

Der Berliner Höhenweg ist ein Tourenklassiker, der neben einer ausgezeichneten Ausrüstung auch alpine Erfahrung, eine gute Kondition sowie Schwindelfreiheit und Trittsicherheit erfordert. Wer nicht die gesamte Runde bewältigen möchte oder eine Schlechtwetterfront aufziehen sollte, kann von jeder Hütte aus absteigen. Besonders komfortabel ist die Buchung der Trekking-Pauschale: Sie beinhaltet Leistungen wie die Reservierung der Schutzhütten, Busgutscheine für den Transfer zum Ausgangs- und zu den Endpunkten und topografische Alpenvereinskarten.

Die Peter-Habeler-Runde

Die knapp 60 Kilometer lange Rundwanderung führt über sechs gemütliche Hütten mit Tagesdistanzen von 3,5 bis 13 Kilometern – mit und ohne Gipfelbesteigungen. Dieser Höhenweg wurde anlässlich des 70. Geburtstages dem Mayrhofner Bergprofessor und Mount Everest Bezwinger Peter Habeler gewidmet.

Die jeweiligen Routen gliedern sich in Gehzeiten von 2,5 bis 8 Stunden mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden und führen über leichtes Gelände wie Almwiesen sowie über Moränen und Blocksteinen. Bei dieser Gipfelumrundung der westlichen Zillertaler Alpen mit ihrer herrlichen hochalpinen Landschaft sind insgesamt rund 5.000 Höhenmeter im Auf- und Abstieg zu bewältigen – nicht selten unter Beobachtung von Murmeltieren und Gämsen. Die Zustiege sind über Ginzling und Hintertux sowie über das Wipptal und das Pfitschtal oder den Brennerpass möglich.

Über das Zillertal hinaus

Eine nicht ganz alltägliche Herausforderung ist die Alpenüberquerung, die innerhalb einer Woche auf leichten bis mittelschweren Wegen vom Tegernsee über den Achensee und das Zillertal nach Südtirol/Sterzing führt – eine Transalp für Jedermann und mit Sicherheit ein unvergessliches Erlebnis. Mehr Informationen unter www.die-alpenueberquerung.com.
 
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