Lieblingshütten im November

Bayerische Almwanderungen im Spätherbst

Viele, aber längst nicht alle Hütten haben den Winter über geschlossen. In den Bayerischen Alpen gibt es eine ganze Reihe von Hütten und Almen, die das ganze Jahr über bewirtschaftet werden. Ausgewählte und nicht allzu schwere Hüttenwanderungen in den Bayerischen Alpen:
 
Auch im November haben einige Hütten und Almen in den Bayerischen Alpen geöffnet © by paul - fotolia.com
Auch im November haben einige Hütten und Almen in den Bayerischen Alpen geöffnet
Was wäre eine Wanderung ohne Hüttenzauber? Und gerade in der kalten Jahreszeit ist ein Hüttenbesuch mit einer Tasse heißem Tee und einer dampfenden Suppe besonders wohltuend. Frisch gestärkt fällt der Rückweg dann gleich viel leichter.

Zum Mittagessen auf's Bodenschneidhaus

In 1,5 Stunden gelangt man von Kühzagl im Mangfallgebirge zum Bodenschneidhaus. Seit 2010 sind hier die Wirtsleute Hanno und Petra aktiv. Die hausgemachten Gerichte und die bayerisch-steirische Kost schmecken besonders gut, wenn man von der kühlen Herbstluft in die gemütliche Stube des Bodenschneidhauses kommt.

Drei auf einen Streich

Nicht nur eine, sondern gleich drei Hütten und Almen werden auf dieser Herbstwanderung über dem Schliersee passiert. Die Kesselalm gleich zu Beginn der Runde ist eine bequeme Einkehr, hier kann auch übernachtet werden. Die Hubertushütte liegt direkt unter dem Gipfel des Breitensteins und bietet sich daher als Brotzeithütte zur Mitte der Tour am ehesten an. Aber auch die Bucheralm ist einen Besuch wert, doch hat sie nur bis Mitte Oktober geöffnet.

Von Sachrang zur Priener Hütte

Über die Schönheit der Priener Hütte lässt sich sicherlich streiten - einige würden den funktionalen Bau wohl eher als zweckmäßig bezeichnen. Aber sie hat den Vorteil, dass sie mit dem Geigelstein und den Breitenstein gleich zwei leicht zu besteigende Hüttengipfel in unmittelbarer Nähe hat. Und noch ein großer Pluspunkt für Wanderer: Die Hütte ist das ganze Jahr über bewirtschaftet und bietet warme Küche bis 20 Uhr! Damit steht einer Feierabendwanderung mit Hüttenbesuch und anschließender Nachtwanderung zurück ins Tal (der Weg ist leicht begehbar) nichts im Wege!

Hüttenspritztour über Garmisch

Der Wank ist der Paradegipfel des Estergebirges und Hausberg von Garmisch-Partenkirchen. Weil er so leicht erreichbar ist, ist er besonders im Sommer oft heillos überlaufen. Umso ruhiger wird es hier im Spätherbst. Eine Wanderung von Garmisch-Partenkirchen auf den Wank führt gleich an mehreren lohnenswerten Hüttenzielen vorbei. Da wäre zunächst die Esterbergalm, einzige auch landwirtschaftlich ganzjährig bewirtschaftete Alm Deutschlands. Tipp: Der Kaiserschmarrn ist ein Gedicht!

Wer möchte kann anschließend dem Wankhaus am gleichnamigen Gipfel einen Besuch abstatten. Angeblich können von ihrer Terrasse 400 Alpengipfel gezählt werden. Ob Sie wohl alle aufzählen können?

Wer an diesem Punkt seiner Wanderung noch keinen Hunger hat, wandert einfach weiter zum Gschwandtnerbauer, oder kehrt in der gemütlichen Gamshütte unweit von Garmisch-Partenkirchen ein.
Region: 
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren