Ingolstädter Haus

Das Ingolstädter Haus ist eine relativ junge Hütte; sie wurde erst 1928 erbaut und gilt – trotz der langen Anstiegswege, aber wegen des Gemütlichkeitsfaktors – als sehr beliebte Bergsteigerunterkunft im Steinernen Meer. (Autor: Heinrich Bauregger)
6 km
1750 m
6.00 h
1 Von Weißbach (Pürzlbach) Vom oberen Parkplatz (1180 m) in Pürzlbach folgen wir dem mäßig ansteigenden Wirtschaftsweg (Mark.-Nr. 411) rechts um den Kühkranz herum und gelangen zu den großen Bergwiesen der Kallbrunnalm mit zahlreichen Almhütten und einer Jausenstation. Dann geht es rechts auf dem Wirtschaftsweg zum Dießbach-Stausee. Wir wandern an der Staumauer rechts vorbei und auf schönem Wanderweg zum Ende des malerisch gelegenen Sees. Durch schönen Wald (weiterhin Mark.-Nr. 411, jetzt auch 401 und E 4) steigen wir zur Mitterkaseralm im Naturpark Mitterkaser hinauf, wo man auf die Talstation der Materialseilbahn zum Ingolstädter Haus trifft. Nun geht es links haltend auf rauem Pfad zu einer Weggabelung und rechts unter den steilen Felsen des Dießbachecks und des Kleinen Hundstods hinauf zur Dießbachscharte, wo man sogleich unvermittelt auf das Ingolstädter Haus stößt. 2 Von Diesbach Vom Weiler Diesbach an der B 311 führt ein steiler, sehr ausgesetzter Klettersteig durch Wald, oberhalb des tief eingegrabenen Dießbachs hinauf zur Fahrstraße zum Dießbach-Stausee. Weiter wie oben. 3 Von der Wimbachgrieshütte Von der Hütte (siehe Tour 11) folgt man dem gut markierten Wanderweg (Mark.-Nr. 421) ins hinterste Wimbachtal und steigt zum Trischübelpass (1774 m) an. Dort hält man sich rechts und folgt dem steilen Weg (Mark.-Nr. 411) über latschenbewachsene Schrofen zur Hundstodgruben und zum Hundstodgatterl (2188 m). Jetzt wandern wir leicht hinab zu einer Wegverzweigung und rechts hinauf über Karrenfelder zum Ingolstädter Haus. 4 Von St. Bartholomä Von der Bootsanlegestelle wandern wir links (Mark.-Nr. 412) am Ufer entlang bis zu den Felsen der Burgstallwand. Weiter geht es auf breitem Weg durch Wald, nun ansteigend, zum Schrainbach-wasserfall und in Serpentinen oberhalb des Schrainbachs hinauf zu einer Diensthütte. Etwas oberhalb zweigt rechts der Steig (Mark.-Nr. 419) über die Sigeretplatte zum Trischübelpass an. Man verlässt den Wald und steigt über Geröll zum Sockel der Hachelköpfe an. Eine Steiganlage mit Leitern hilft, eine schwierige Felspassage zu überwinden. Nun führt der Weg durch ein wildes Hochtal hinauf zum Trischübelpass (1774 m). Bei der Wegverzweigung halten wir uns links (Mark.-Nr. 411) und steigen durch das Karrengelände der Hundstodgruben zum Hundstodgatterl. Bei der folgenden Weggabelung geht es rechts weiter zum Ingolstädter Haus.

Hütte

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour6 km
Höhenunterschied1750 m
Dauer6.00 h
Schwierigkeit
TourencharakterDas Ingolstädter Haus ist eine relativ junge Hütte; sie wurde erst 1928 erbaut und gilt – trotz der langen Anstiegswege, aber wegen des Gemütlichkeitsfaktors – als sehr beliebte Bergsteigerunterkunft im Steinernen Meer. Vor kurzem hat man an der Ingolstädter Hütte, die auf welligem Gelände steht, eine große Terrasse angebaut, mit freiem Blick über die riesigen Karrenfelder hinüber zur dominanten Schönfeldspitze. Eine beliebte Wanderrunde führt über das Riemannhaus und das Kärlingerhaus wieder zurück zum Ingolstädter Haus, mit der einen oder anderen Gipfeleinlage. Im Hochsommer sollte man wegen des Andrangs dort oben schon reservieren, um nicht auf dem Boden nächtigen zu müssen.
Hinweise
Dauer: Hütte Zeit Von Weißbach: 6 Std. (von Pürzlbach: 5 Std.); von Diesbach: 4 1/2 Std.; von der Wimbachgrieshütte: 3 1/2 Std.; von St. Bartholomä: 6 Std. Schwierigkeit Alle »normalen« Hüttenzustiege sind lang und setzen Trittsicherheit voraus. Der Anstieg von St. Bartholomä über die Sigeretplatte erfordert außerdem unbedingte Schwindelfreiheit, ebenso der Anstieg von Diesbach. Gipfel Zeit Vom Ingolstädter Haus: 1 3/4 Std., Abstieg zur Hütte: 1 1/4 Std.; insgesamt: 3 Std. Schwierigkeit Relativ einfacher Gipfelweg durch steiles Felsgelände, der jedoch Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraussetzt. Nicht bei Nässe begehen! Gipfel Zeit Vom Ingolstädter Haus: 1 3/4 Std., Abstieg zur Hütte: 1 1/4 Std.; insgesamt: 3 Std. Schwierigkeit Relativ einfacher Gipfelweg durch steiles Felsgelände, der jedoch Trittsicherheit und Schwindelfreiheit voraussetzt. Nicht bei Nässe begehen!
KartentippTopogr. Karte 1 : 50 000 Berchtesgadener Alpen (LVG).
GastronomieWeitere Hütten Jausenstation Kallbrunnalm, 1453 m (privat, von Ende Mai bis Mitte Oktober bewirtschaftet). Am Hüttenweg von Weißbach bei Lofer, 1 1/4 Std. von Pürzlbach. Jausenstation Pürzlbach, 1040 m (privat, ganzjährig bewirtschaftet).
Informationen
Der Hüttengipfel Großer Hundstod, 2593 m: Vom Ingolstädter Haus wandern wir auf markiertem und ausgeschildertem Pfad über Schrofengelände auf den Bergfuß zu. Achtung auf Dolinen und Schneefelder, die hier bis in den Sommer hinein liegen! Rechts geht es nun am Kleinen Hundstod vorbei und auf gut markiertem, aber nun steiler werdendem Steig hinauf zu einer Hochfläche. Weitere steile Passagen folgen – wobei der lose Schotter etwas unangenehm sein kann. Zum Gipfelkreuz, das ein auffälliges Edelweiß schmückt, passieren wir wiederum steilere Abschnitte.
Höchster Punkt
Ingolstädter Haus, 2119 m; Großer Hundstod, 2593 m.
Unterkunft
Ingolstädter Haus, 2119 m (AV-Haus, Kat. I, 10 Betten, 75 Lager, 20 Notlager, von Mitte Juni bis Anfang Oktober bewirtschaftet; Winterraum mit 12 Lagern offen; Tel. 0043/6582/8353).

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