Hochfellnbahn

Abstieg von der Bergstation zur Brünndlingalm (Mittelstation) auf Bergsteig, der Trittsicherheit erfordert. Der Übergang von der Steinlingalm sowie die Abstiegswege nach Bergen sind leicht (v. a. Forstwege). (Autor: Heinrich Bauregger)
12 km
537 m
2.00 h
Goldglänzend strahlt das sieben Meter hohe eiserne Kreuz am Gipfel des Hochfelln und schmückt damit einen der schönsten Aussichtsgipfel der Chiemgauer Alpen. Knapp unterhalb steht das Hochfellnhaus, ein ehemaliges Alpenvereinshaus, das heute in Privatbesitz ist. Das Gipfelpanorama reicht über den Chiemsee hinweg – bei guter Sicht – bis zum Bayerischen Wald und im Süden bis zum eisbedeckten Alpenhauptkamm. Die zweitlängste Seilbahn Bayerns verhilft uns zu einem schnellen Gipfelglück und zu einem hohen Ausgangspunkt für vielfältige Bergab-Wanderungen. Für Berglaufinteressierte - Am Hochfelln findet alljährlich im September Deutschlands ältester und weltweit bestbesetzter Berglauf statt.
Gipfelabstecher.
Von der Bergstation sind es nur zehn Minuten Gehzeit auf breitem Wanderweg – vorbei an der Tabor-Kapelle – zum Hochfelln-Gipfel mit seinem 36 Zentner schweren Kreuz.
Abstieg zur Mittelstation.
Beim Hochfellnhaus beginnt rechts unser Abstiegsweg ins Tal. Auf der Ostseite wenige Meter hinab bis zu einer Wegverzweigung, dann links zum Übergang über die Strohnschneid auf die Nordseite des Berges. In Serpentinen wandern wir auf steilem, aussichtsreichem Steig hinab zur Brünndlingalm (1240 m) und folgen dort dem Almfahrweg weiter talwärts. Am Berggasthaus Öderkaser vorbei gelangen wir zur Seilbahn-Mittelstation und zu einer Wegverzweigung. Wir halten uns rechts und folgen den Wegweisern in Richtung Steinbergalm und Maria Eck. Bald müssen wir vom Fahrweg links ab und wandern dann über die Hocherbalm (1035 m) hinab zum Wallfahrtsort Maria Eck. Dort links hinab zur Talstation der Bergbahn.
Zugang von der Steinbergalm.
Vom Berggasthaus folgen wir dem guten und dem nur leicht ansteigenden, markiertem Wanderweg hinüber zur Mittelstation der Hochfellnseilbahn. Dort beginnt der Steig hinauf zum Hochfellnhaus. Wir können aber auch die bequeme Variante mit der 2. Sektion der Bergbahn nutzen, die uns in fünf Minuten zum Gipfel befördert.
Den Gipfel erreicht man von der Bergstation in ca. 10 Min. Der Abstieg vom Hochfelln-Gipfel über die Mittelstation erfordert 1 Std., nach Maria Eck weitere 2 Std., von dort zum Parkplatz 1 Std. Der direkte Abstieg ist etwas kürzer

Dauer, geöffnet vor weihnachten

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour12 km
Höhenunterschied537 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktBergen, Talstation der Hochfellnbahn
EndpunktBergen, Talstation der Hochfellnbahn
TourencharakterDie Hochfellnbahn ist eine Großkabinenbahn mit zwei Sektionen und seit 1971 in Betrieb. Talstation - 520 m, Mittelstation 1050 m, Bergstation 1645 m. Technik: 1. Sektion: Länge: 3410 m, Steigung 49,4 %, Höhenunterschied 490 m, 70 Pers./Kabine, Trag-seil 45 mm, Fahrzeit 9 Min.; 2. Sektion: Länge: 1430 m, Steigung 70,5 %, Höhenunterschied 570 m, 45 Pers./Kabine, Tragseil 37 mm, Fahrzeit 5 Min. Die Gondeln wurden kürzlich grundlegend saniert.
Beste Jahreszeit
KartentippBLVA, topografische Karte, 1 - 50 000, Chiemsee – Chiemgauer Alpen.
VerkehrsanbindungAuto. Über die Salzburger Autobahn (A 8) bis zur Ausfahrt Bergen, dann nach Bergen und weiter bis zur Talstation der Hochfellnbahn im Ortsteil Mühlwinkl; dort großer Parkplatz. Bahn/Bus Mit dem Regionalzug der deutschen Bahn bis Bahnhof Bergen; von dort mit Bus bis zur Talstation der Hochfellnbahn (zu Fuß 30 Minuten).
GastronomieHochfellnhaus. (1660 m), privat, nahezu ganzjährig bewirtschaftet (keine Übernachtung). Evtl. vorher anrufen: Tel.:08662/8233 Brünndlingalm. (1240 m), nahezu ganzjährig bewirtschaftet; 15 Min. von der Mittelstation. Öderkaser (1161 m), nahezu ganzjährig bewirtschaftet; 15 Min. von der Mittelstation. Steinbergalm. (1000 m), ganzjährig bewirtschaftetes Berggasthaus. Berggasthaus Maria Eck. (820 m), nahezu ganzjährig bewirtschaftet.
Tipps
Ein Besuch der ehemaligen Maxhütte (heute teilweise Museum) in Bergen. Das bereits im Jahre 1561 gegründete Eisenhüttenwerk war früher bayernweit an führender Stelle und ist heute ein Industriedenkmal ersten Ranges. In den Monaten April bis November finden jeden Dienstag um 10 Uhr Führungen statt. Treffpunkt ist die Werkskapelle.
Höchster Punkt
Hochfelln (1671 m)
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