Geigelsteinbahn

Zwischen Ettenhausen und Wuhrsteinalm breite Forst- bzw. Almstraße, ebenso von Haidenholzalm abwärts zur Talstation; die übrigen Routen
auf z.T. steilen, aber guten Bergwanderwegen. (Autor: Heinrich Bauregger)
14 km
1422 m
2.00 h
Die Schlacht um den Geigelstein ist geschlagen. Seit 1991 steht der zweithöchste Gipfel der Chiemgauer Alpen unter Naturschutz. Seine Liebhaber werden aber weiterhin das Vergnügen haben, die letzten 700 Meter bis zum Gipfel zu Fuß zurücklegen zu dürfen, denn eine Verlängerung der Seilbahn ab der Wuhrsteinalm ist nun nicht mehr im Programm der Erschließer. Aber zugegeben, nur wenige der Gipfelaspiranten verachten die Anstiegshilfe bis zur Höhe von 1100 Metern. Wer Zeit und Muße hat, kann am Geigelstein z. B. Murmeltiere, den Auerhahn oder verschiedene Orchideenarten bewundern.
Anstieg auf den Geigelstein.
Von der Bergstation führt ein Wanderweg in zehn Minuten zum Berggasthof Wuhrsteinalm mit großer Terrasse. Von dort leitet uns ein gut markierter Bergweg durch Almwiesen zur Wirtsalm oberhalb. Bei der Wegverzweigung halten wir uns rechts und steigen durch die nun steiler werdende Südostflanke des Geigelsteins höher, in den Geigelsteinsattel mit überraschendem Tiefblick auf die Priener Hütte. Durch steiles Latschendickicht geht es dann rechts hinauf zum höchsten Punkt mit Gipfelkreuz und kleiner Kapelle.
Anstieg auf den Breitenstein.
Knapp oberhalb der Bergstation zweigt links ein markierter Weg (Alpenlehrpfad) ab, der am Fuß des Gipfelaufbaus entlang und in einem Rechtsbogen über die verfallene Karalm in den Sattel westlich des Breitensteins führt; rechts in Serpentinen zum Gipfel. Breitenstein und Geigelstein sind durch einen schmalen Pfad verbunden (für etwas Geübte kein Problem).
Abstieg zur Priener Hütte.
Die bewirtschaftete Priener Hütte ist vom Geigelstein wie vom Breitenstein schnell zu erreichen und kann in eine Rundtour eingebaut werden. Vom Geigelstein gehen wir rechts durch die Latschen, dann vom Sattel unterhalb in einem Linksbogen über Bergwiesen hinab zur Hütte. Vom Sattel westlich des Breitensteins auf Bergweg hinab zur Almstraße, dann rechts vor zur Hütte. Große Runde über die Roßalm.
Von der Bergstation wandern wir mit der Markierung 208 auf den Geigelstein, anschließend rechts durch die Latschengasse hinab in einen wenig ausgeprägten Sattel und dann auf schönem Höhenweg (Mark.-Nr. 207) aussichtsreich hinüber zu Deutschlands angeblich höchstgelegener Alm, der Roßalm. Von dort soll bald ein neu geschaffener Almfahrweg hinab zur Haidenholzalm führen. Ein breiter Forstweg führt dann in weiten Kehren durch Wald hinab zur Talstation der Geigelsteinbahn.

Dauer.
Die 1968/69 erbaute Doppelsesselbahn ist mit 2230 m die längste ihrer Art in Bayern. Sie transportiert 450 Pers./Std. in 20 Min. von der Talstation (630 m) zur 472 m höher gelegenen Bergstation.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour14 km
Höhenunterschied1422 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktEttenhausen, Talstation der Geigelsteinbahn
EndpunktEttenhausen, Talstation der Geigelsteinbahn
TourencharakterAnstieg von der Bergstation auf den Geigelstein 2 Std., Übergang zur Priener Hütte von dort 1/2 Std.; Anstieg auf den Breitenstein ab Bergstation über die Karalm 1 1/2 Std.; Große Runde über Geigelstein, Roßalm und die Haidenholzalm 6 Std.
Beste Jahreszeit
KartentippBLVA, topograf. Karte, 1 - 50 000, Chiemsee – Chiemgauer Alpen.
VerkehrsanbindungAuto. Von der Ausfahrt Bernau der Salzburger Autobahn ( A 8) auf der Landstraße über Grassau, Marquartstein nach Schleching und weiter bis Ettenhausen, wobei wir der Ausschilderung zur Geigelsteinbahn folgen. Parkplatz an der Talstation bzw. Parkplatz am südlichen Ortsende von Ettenhausen. Bahn/Bus. Auf der Strecke München–Salzburg bis zum Bahnhof Übersee, von dort mit RVO-Bus nach Schleching bzw. Ettenhausen.
GastronomieLiftstüberl. in der Talstation (Samstag/Sonntag ab 10 Uhr, sonst ab 16 Uhr, Donnerstag Ruhetag). Wuhrsteinalm. (1140 m), ab Mitte Mai täglich bewirtschaftet, Übernachtung möglich; Tel. 0 86 49/218. Priener Hütte (1411 m), AV-Hütte, ganzjährig bewirtschaftet, 35 Betten, 70 Lager; Tel. 0 80 57/4 28. Roßalm. (1670 m), privat, Anfang Juni bis Ende September almtypisch bewirtschaftet. Haidenholzalm. (1250 m), zwischen Anfang Juni und Ende September Getränke.
Tipps
Der Geigelstein gilt als der Chiemgauer Blumenberg schlechthin. Im so genannten Karl (einer Verkleinerungsform von Kar) am Nachbargipfel Breitenstein wurde ein Naturlehrpfad eingerichtet, der uns über die Flora und Fauna im Bereich der oberen Bergwaldzone sowie des Latschengürtels Auskunft gibt.
Höchster Punkt
Geigelstein (1808 m), Breitenstein (1661 m).
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