Garmisch – Kreuzeck – Alpspitze

Lange, sehr anspruchsvolle Tour; nur für versierte Könner; nur bei einwandfreier Witterung durchführbar; prachtvoller Hochgebirgsrahmen; idealerweise auf zwei Tage verteilen. (Autor: Bernd Riffler, Heinrich Bauregger)
Nach der Auffahrt zum Kreuzeck (1651 m) steigen wir zunächst auf einem aussichtsvollen Wanderweg in südlicher Richtung zur Hochalm (1704 m) hinauf. Dann geht´s über den Hochalmsattel ins Kar unter den Bernardeinwänden. Über eine Sandreiße und über seilgesicherte Stiege werden die »Schöngänge« und schließlich das Oberkar über den Bernardeinwänden erreicht. Am Alpspitzgipfel (2628 m), der über den Ostgrat genommen wird, erwartet uns nicht nur zünftige Kraxlerturbulenz, sondern ebenso eine überwältigende Rundsicht. Vom nahen Blassenkamm geht der Blick zum Waxensteinkamm, zur Wettersteinwand und zum Karwendel. Unter uns zwängt sich das Höllental mit seinem Ferner durch das Felsgewände, gegen Norden gleiten Loisach und Isar silberglänzend ins Flachland hinaus.
Der Abstiegsweg senkt sich zunächst über den Südwestgrat in stellenweise drahtseilgesicherter, aber harmloser Kletterei zur Grieskarscharte (2430 m). Dann wird es ernst und höchste Zeit, junge Wegbegleiter gegebenenfalls an die Reepschnur zu nehmen. Das Mathaisenkar, als Fußpunkt des Klettersteigs nahezu 700 Meter senkrecht unter uns, erweckt zunächst beklemmende Perspektiven, aber es geht, behutsam und konzentriert, zwischendrin eine Platte querend, fast ständig an fixierten Drahtseilen entlang. Der letzte Teil ins Kar verlangt dann nur etwas Orientierungsvermögen, weil sich der Pfad zwischendurch im Geröll nur schwer ausmachen lässt. Jenseits des Schuttstroms setzt jedoch wieder ein deutlich ausgeprägter und rechts weiterführender Weg ein, der sich zuerst etwas mühsam durch kniehohe Wurzelbarrieren schlägt, dann aber zivilisiertere Züge annimmt und durch schattigen Mischwald zur Höllentalangerhütte (1387 m) absteigt. Der letzte Teil des Rückwegs durch die Höllentalklamm nach Hammersbach ist nur noch ein erholsamer Bummel. Geübte werden schließlich noch die 45 Min. zur Kreuzeckbahn-Talstation in Kauf nehmen.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour13 km
Höhenunterschied1000 m
Dauer9.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktGarmisch-Partenkirchen, Kreuzeckbahn-Bergstation (1651 m).
EndpunktHammersbach, Haltestelle Zugspitzbahn (758 m), bzw. Ausgangspunkt.
TourencharakterDie sehr anstrengende, von Kletterpassagen durchsetzte Alpspitztour genießt in Könnerkreisen längst den Rang eines Wetterstein- »Klassikers«. Ein einzigartiges Erlebnis, das jedoch mit einigen Mühen erkämpft sein will!
Beste Jahreszeit
KartentippTopogr. Karte LVG 1:50000, Werdenfelser Land; Kompass Wanderkarte 1:50000, Nr. 5 Wettersteingebirge.
MarkierungenZuverlässig markierte/ beschilderte Wege und Felssteige
VerkehrsanbindungAutobahn München – Garmisch, Garmisch, in Richtung Griesen, dann links abzweigend zur Kreuzeckbahn. Bahnstation Garmisch, Bus zur Kreuzeckbahn; Zugspitzbahn von Hammersbach zur Kreuzeckbahn-Talstation.
GastronomieHochalm, Höllentalangerhütte, Klamm-Eingangshütte. Keine wegangrenzende Wasserstelle auf der anstrengenden 6-Stunden-Etappe zwischen Hochalm und Höllental!
Unterkunft
Höllentalangerhütte (1387 m); Anfang Juni–Mitte Okt. bewirtschaftet, Tel. 08821/88 11.
Tourismusbüro
Kurverwaltung Garmisch- Partenkirchen, Richard-Strauss- Platz 1a, 82455 Garmisch-Partenkirchen, Tel. 08821/1800, Fax 180755, E-Mail: tourist-info@garmisch-partenkirchen.de, www.garmisch-partenkirchen.de

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