Durch die Pöllatschlucht

Klammwanderung im Reich des Märchenkönigs. Der eigentliche Klammweg ist gut gesichert mit Geländern, Stegen, Brücken und Sicherungsseilen. Trotzdem sollte man besonders auf kleine Kinder gut acht geben. Der restliche Weg ist breit und ungefährlich (teilweise Wirtschaftsweg, kurze Straßenabschnitte). (Autor: Heinrich Bauregger)
4 km
190 m
1.00 h
Wir könnten natürlich auch nur von der Marienbrücke einen Blick in die tief eingeschnittene Schlucht werfen und den Pöllatfall von oben betrachten. Aufregender ist es aber, den direkten Weg durch das tief in die Felsen eingeschnittene Innere zu wagen. Doch keine Sorge - Die Pöllatschlucht ist ideal für einen Ausflug mit Kindern, denn sie ist nur kurz, bietet bereits nach dem furiosen Auftakt – mit dem direkt in dem Felsen verankerten Steig – eine ausgiebige Spielmöglichkeit am Bachufer der Pöllat, dann folgt der Anstieg über den teilweise gestuften Weg hinauf zur Marienbrücke. Und vor allem bleibt immer noch genügend Zeit, eine Besichtigung von Schloss Neuschwanstein dranzuhängen.
Die Route.
Wir starten von den großen Parkplätzen in der Ortsmitte von Hohenschwangau, spazieren vor dem Café Kainz links über den Parkplatz, bis wir auf den Zugangsweg zur Schlucht treffen (Wegweiser). Ein Stück nun auf dem Wanderweg, der zum Schloss Neuschwanstein führt, nach 100 Metern links und bis zu einer Wegverzweigung. Dort links und auf breitem Wanderweg in 20 Minuten immer am Bergfuß entlang zum Schluchteingang. Der Auftakt ist beeindruckend: Der in den steil aufragenden Felsen verankerte Eisensteig verläuft direkt über der Schlucht, somit sind wir mitten im Getöse der sprühenden Wassermassen. Der anschließende gestufte Steig führt hinauf in die weite, bewaldete Ausbuchtung der Klamm, die sich ideal für einen längeren Aufenthalt, zum Spielen und Rasten eignet. Dann gehen wir auf dem steilen, aber breiten Wanderweg hinauf zu einer Aussichtskanzel (linker Hand), die uns einen direkten Blick auf den knapp 50 Meter hohen Wasserfall gestattet. Direkt über uns erblicken wir die Marienbrücke, die in Schwindel erregender Weise die Pöllatschlucht überspannt. Wir steigen dann noch ein Stück höher und erreichen so den Zugangsweg zum Schloss Neuschwanstein, dem wir nun einen Besuch abstatten. Anschließend könnten wir auf dem breiten Fußweg hinab nach Hohenschwangau wandern. Wir gehen jedoch auf dem breiten Fahrweg links hinauf zum Aussichtspunkt »Jugend«, dann weiter zur Abzweigung »Marienbrücke«, von der wir einen herrlichen Blick auf das Schloss Neuschwanstein haben. Wenige Meter oberhalb dieser Abzweigung ist der Buswendeplatz, von dem aus wir auch mit dem Pendelbus talwärts fahren können.
Variante.
Diese Tour kann mit der Tour 3 (Alpenrosenweg) kombiniert werden. Dann aber besser mit größeren Kindern, da die Strecke sonst zu lang wird. Als weitere Möglichkeit bietet sich die Umrundung des Alpsees an. Dort finden wir dann auch eine Badeanstalt und einen Bootsverleih.

kindgerechtes Wandern im Allgäu

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour4 km
Höhenunterschied190 m
Dauer1.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktHohenschwangau, 800 m
TourencharakterDauer -
Vom Parkplatz durch die Schlucht zur Marienbrücke 45 Minuten, Abstieg über Schloss Neuschwanstein 30 Minuten. Gesamtgehzeit: 1.15 Std.
Höhenunterschied:
190 m im Auf- wie im Abstieg.
Hinweise
Ab 4 Jahren.
KartentippTopographische Karte 1 - 50000 Füssen und Umgebung (BLVA).
VerkehrsanbindungAuto Über Weilheim und Peiting bzw. über Füssen nach Hohenschwangau; mehrere ausgeschilderte, gebührenpflichtige Parkplätze. Bahn/Bus Mit der Bahn nach Füssen und weiter mit dem Bus nach Hohenschwangau.
GastronomieSchlosswirtschaft Neuschwanstein (964 m), ganzjährig während der Öffnungszeiten des Schlosses bewirtschaftet. n Mehrere Gaststätten in Hohenschwangau.
Tipps
Schloss Neuschwanstein - Das Schloss des Märchenkönigs ist ganzjährig geöffnet, der Besuch allerdings nur im Rahmen einer Führung möglich. Öffnungszeiten: April bis September täglich von 9–18 Uhr, von Oktober bis März täglich von 10–16 Uhr; Tel. 08362/ 939880. Im Sommer allerdings, wenn die Besuchermassen an der Kasse zu groß sind, schlendern wir lieber hinüber zur Badeanstalt am Südostufer des Alpsees.
Höchster Punkt
Marienbrücke, 984 m

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