Tatzelwurm- und Sudelfeldsattelstraße

Alpenpässe in Deutschland (Autor: Rudolf Geser)
21 km
625 m
2.00 h
Ostseite.In Niederaudorf (km 0,0) folgen wir der Beschilderung »Bayrischzell über Tatzelwurm/ Sudelfeld« und rollen uns bis Agg (km 1,0) ein. Die Straße wird schmäler und steigt bis zum Berggasthof Hummelei (km 2,5) auch gleich auf 14 % an, womit das schwierigste Stück der Auffahrt auch schon hinter uns liegt. Über Wall (km 3,5), Seebach (km 5,5) und Rechenau (km 6,5) steigt die Trasse nur leicht an und auch bis zum Gasthof Feuriger Tatzelwurm (km 8,0) warten keine Schwierigkeiten. Hinter dem Gasthof führt ein kurzer Waldpfad übrigens zu einer sehenswerten Felsklamm, die von einem tosenden Wildbach durchzogen wird und einst Behausung des erwähnten Tatzelwurms gewesen sein soll.Kurz steigt die Straße am Gasthof vorbei auf 12 % an, dann lässt sie bis zum Parkplatz Tatzelwurm (km 8,5) wieder auf 7 % nach. Hier beginnt der landschaftlich schönste Teil der Auffahrt über eine Kehrengruppe mit 10 %, kurz auch 12 % Steigung. An deren Ende (km 11,5) öffnet sich der Blick auf das Sudelfeld und auf einer 1 km langen Abfahrt in die Mulde des Arzbaches (km 13,0) verlieren wir wieder einige Höhenmeter, bevor es mit Steigungen bis 9 % und darunter zur Passhöhe (km 16,5) geht.Westseite.Wenn die westliche Auffahrtsstrecke von ihren Streckendaten her deutlich weniger Anforderungen stellt, ist sie doch wegen ihrer landschaftlichen Reize lohnend. Dies wird bereits mit dem Ausgangsort Bayrischzell deutlich, einem der bekanntesten Fremdenverkehrsorte Oberbayerns, ruhig und idyllisch am Fuße des Wendelsteins gelegen, unweit der bayrisch-österreichischen Grenze, dort wo das Ursprungtal in das Leitzachtal einmündet. Das mit dem »ruhig gelegen« mag mancher Einheimische vielleicht etwas differenzierter sehen, ist die B 307, die in einer weiten Schleife den Ort umgeht, vor allen Dingen an Wochenenden stark frequentiert und vor allem bei Motorradfahrern sehr beliebt. Uns Radler wird vor allen Dingen schmerzen, wenn wir bemerken, mit welcher Leichtigkeit diese auf der gut ausgebauten, mit 11 % aber doch deutlich ansteigenden Trasse an uns vorbeifahren. Nach dem ersten Kilometer lässt die Steigung aber schon wieder etwas nach, die erste Kehre (2,0) wird erreicht, der sich kurz darauf die zweite anschließt, womit alle Kehren dieser Auffahrt auch schon aufgezählt wären. Die Straße wendet sich nach Osten, entzieht uns so den Blick auf die felsige Südseite des Wendelsteins. Gleichmäßig hält sich die Steigung zwischen 9 und 10 %, recht geradlinig geht es nach oben und schon eröffnet sich die Aussicht auf die Schlierseer Berge im Süden. An der Böschung am linken Straßenrand vermittelt durch Drahtgitter gesicherter Fels fast so etwas wie Hochgebirgsatmosphäre, dann aber zeigt uns schon ein Schild mit der Aufschrift »Sudelfeld« das nahe Auffahrtsende an. Wenige Meter sind es bei nachlassender Steigung noch zum höchsten Punkt (km 4,5), dann senkt sich die Trasse um eine enge Kurve herum zum Parkplatz bei Café Kotz (km 5,0).

Schwierigkeit:

Leichte bis mittelschwere Radtour mit 14 % Höchststeigung / Leichte Radtour mit 11 % Höchststeigung

Dauer:

1,75 - 2,5 / 0,75 - 1

Befahrbarkeit:

ganzjährig

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour21 km
Höhenunterschied625 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktOstseite – Ausgangspunkt: Niederaudorf, 476 m; Anfahrt: Autobahn Rosenheim-Kufstein A 12 (Inntalautobahn), Ausfahrt Brannenburg – Niederaudorf Westseite – Ausgangspunkt: Bayrischzell, 800 m; Anfahrt: Salzburger Autobahn A 8, Ausfahrt Weyarn – Miesbach – Hausham – Schliersee – Bayrischzell
TourencharakterDas Sudelfeld ist ein ausgedehntes, fast baumloses Almgelände zu Füßen des Wendelsteins in den Schlierseer Alpen, auch Mangfallgebirge genannt, das sich zwischen Bayrischzell im Leitzachtal und Brannenburg im Inntal erstreckt. Der Tatzelwurm ist ein Feuer speiender Drache, der einst in dieser Gegend gehaust haben soll. Während von Bayrischzell aus nur knapp 300 Höhenmeter auf 4,5 Streckenkilometern zum Sattel für gut trainierte Radler weniger lohnend sind, ist die Ostseite mit gut 600 Höhenmetern, 16,5 Streckenkilometern und Steigungen bis 14 % da schon interessanter.
Hinweise
Schwierigkeit: Leichte bis mittelschwere Radtour mit 14 % Höchststeigung / Leichte Radtour mit 11 % Höchststeigung, Dauer:1,75 - 2,5 / 0,75 - 1, Befahrbarkeit:ganzjährig
KartentippEuro Cart Regionalkarte 1:300.000, RV-Verlag, Blatt 12, Bayern
Informationen
Wer die Tour über die Ostseite aus dem Inntal beginnt, kann als Ausgangspunkt auch die Ortschaft Brannenburg wählen. Er hat dann allerdings ein 800 Meter langes Steigungsstück mit 18 % sowie einen 500 Meter langen Tunnel durch das Förchenbachtal zu überwinden.
Höchster Punkt
1097 m

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