Wannsee – Pfaueninsel – Moorlake – Klein Glienicke – Babelsberg

Eine Radtour am Havelufer zwischen Wannsee und Glienicke gehört zu den schönsten Ausflügen in und um Berlin. Sie ist abwechslungsreich, bietet herrliche Aussichten auf die Havel sowie zahlreiche Bademöglichkeiten. Außerdem laden die Parkanlagen von Klein Glienicke und Babelsberg zum Besuch ein. (Autor: Tassilo Wengel)
23 km
230 m
2.00 h

Vom Wannsee nach Glienicke

Vom Bahnhof Wannsee nach rechts, auf der Straße Zum Großen Wannsee am Ufer entlang. Mit der Fähre zur Pfaueninsel übersetzen und zurück. Am Wannsee entlang, am Wirtshaus Moorlake vorbei zum Schloss Glienicke. Am Bahnhof Wannsee biegen wir in den Kronprinzessinnenweg nach links und treffen auf die Königsstraße (B1). Dort fahren wir nach rechts und auf dem Radweg am Yachthafen vorbei und schwenken dann rechts in die Straße

Am Großen Wannsee

Wir radeln leicht abwärts am Wannsee entlang, bis wir bei der Gaststätte Sanssouci auf den rechts abzweigenden Tiefhornweg treffen. Beim Löwendenkmal biegen wir nach links und gelangen zum Havelufer. Wir radeln nun auf einem unbefestigten Weg an der Havel entlang, können schöne Ausblicke genießen und an vielen Stellen auch baden.

Gemütlich radeln wir bis zur Pfaueninselchaussee, schwenken nach rechts und lassen uns mit der Fähre zur Pfaueninsel übersetzen. Achtung: Die Parkordnung der Pfaueninsel erlaubt keine Fahrräder; sie müssen am Festland abgestellt werden. Die Pfaueninsel in der Havel stellt ein Stück preußischer Romantik dar, die von der Gräfin Lichtenau, der Geliebten Friedrich Wilhelms II., entdeckt wurde. Inmitten einer vollendet gestalteten Gartenlandschaft mit Blickachsen und sentimentalen Landschaftsbildern, alten Bäumen und einem Biedermeiergarten erwarten den Besucher ein malerisches Schloss, Tempel, künstliche Ruinen und andere Bauten.

Die Insel ist Teil eines Lenné’schen Gesamtwerkes zwischen Berlin und Potsdam, das zwischen 1822 und 1834 entstand. Mit ihren stolz daherspazierenden Pfauen war die Insel bereits zu Zeiten Fontanes ein beliebtes Ausflugsziel der Berliner und auch heute noch erfreuen neben den Pfauen zahlreiche andere Tiere die Besucher.

Nach einem Rundgang über die Pfaueninsel nehmen wir die Fähre zurück und radeln weiter, dem Europa-Radweg R1 folgend, im Bogen am Wirtshaus zur Pfaueninsel vorbei, wo wir in einem schönen Biergarten verschnaufen können. Von hier gelangen wir auf einem Asphaltweg bis zum Wirtshaus Moorlake, halten uns rechts und schwenken dann nach links auf den Radweg am Havelufer entlang. Er führt uns zur Wassermessstation Krughorn, wo wir auf der gegenüberliegenden Seite die Sacrower Heilandskirche sehen. Sie wurde 1841–1844 von Persius, einem Schüler Schinkels, erbaut.

Hier befindet sich das Jägertor, der Eingang zum Park Klein Glienicke. Dieses Gemeinschaftswerk von Prinz Karl von Preußen, Karl Friedrich Schinkel, Joseph Peter Lenné, Ludwig Persius und Ferdinand von Arnim vereint Natur, Kunst und Architektur auf das Glücklichste. Den Park nach englischen Gestaltungsprinzipien schuf Lenné mit Blumengärten, Pleasureground sowie weiträumigen Parkpartien mit Wiesen und Baumgruppen. Neben dem Schloss vermitteln weitere interessante Gebäude wie Matrosenhaus, Gärtner- und Maschinenhaus sowie das Treib- und Orangenhaus mediterranes Flair. Als nach dem Tode des Staatskanzlers Karl August von Hardenberg Klein Glienicke in den Besitz des Prinzen gelangte, ließ er ab 1826 das Schloss zur Sommerresidenz umbauen. Der Park war bereits unter Hardenberg von Lenné angelegt worden. Das Schloss, eine zweigeschossige Dreiflügelanlage mit umlaufender Attika, steht auf einer kleinen Anhöhe.

An der Frontseite nahe der Königstraße sprudelt die Große Fontäne mit vergoldeten Löwen. Westlich der Fontäne lädt das Stibadium, eine halbrunde erhöhte Bank, zum Verweilen ein. In der südwestlichen Ecke des Parks mit Blick auf die Glienicker Brücke sowie zum Park Babelsberg steht die Große Neugierde, ein kreisrunder Bau. Das Dach ruht auf dorischen Säulen und wurde dem Athener Lysikrates-Monument (334 v.Chr.) nachempfunden. Da das Fahrradfahren im Park nicht erlaubt ist, muss man entweder schieben oder dem Uferweg bis zur Glienicker Brücke folgen.

Über Babelsberg nach Wannsee

Vom Schloss Glienicke Königsallee überqueren. Auf Mövenstraße und Waldmüllerstraße bis Lankestraße. Brücke zum Park Babelsberg überqueren. Dann rechts und durch Park bis Babelsberg. Über Filmpark Babelsberg und Königsweg zum Bahnhof Wannsee. Bei der Glienicker Brücke überqueren wir die Königstraße und fahren nach links auf dem Radweg. Links an der Ecke des Parkes sehen wir die Große Neugierde, einen Säulenrundbau mit Blick Richtung Potsdam. Einige Meter weiter steht das Schloss Klein Glienicke mit der Löwenfontäne.

Wir verlassen die Königstraße beim ersten Abzweig nach rechts und folgen dem Wegweiser zum Schloss Babelsberg. Bei der Kirche biegen wir nach rechts, wechseln dann nach links in die gepflasterte Straße und schwenken beim Radwegweiser nach rechts. Wir überqueren eine kleine Brücke auf der Lankestraße und folgen nach der Brücke dem festen Sandweg. Er leitet uns am Ufer entlang, wo wir einen herrlichen Blick über den Tiefen See bis nach Potsdam genießen können. Vor dem großen Strandbad folgen wir dem Asphaltweg nach links, radeln durch den Park und schwenken nach dem Verlassen des Parkes nach rechts auf den Radweg. Wir treffen auf die Straße Alt Nowawes, schwenken nach rechts und gelangen zur Rudolf-Breitscheid-Straße. Sie führt uns zum S-Bahnhof Babelsberg. Wir bleiben auf der Rudolf-Breitscheid-Straße, bis nach rechts die Paul-Neumann-Straße abzweigt. Auf dieser fahren wir bis zum Ende, biegen dann nach rechts in die Straße An der Sandscholle und gelangen auf die Großbeerenstraße.

Hier halten wir uns links und kommen zum Besuchereingang des Filmparks Babelsberg (Tel. 0331/7212750, www.filmpark-babelsberg.de; 18. März–2. Nov. tägl. 10–18 Uhr). Inmitten Europas ältester Filmstadt erwarten den Besucher zahlreiche Attraktionen und Live-Shows, Stuntshow, Filmtiershow, Action-Kino und vieles mehr. Die größte Außenkulisse des Filmparks ist die Mittelalterstadt, die 1984 für den Film »Der Aufstand der Fischer von Santa Barbara« geschaffen wurde. In den Orient entführt eine Außen-kulisse auf einer Anhöhe, die nach Originalvorlagen des DEFA-Films »Der kleine Muck« geschaffen wurde und zu den besonderen Attraktionen gehört. Auch das Erlebnisrestaurant Prinz Eisenherz mit Rittersaal, Biergartenbastion und Burggraben begeistert seine Gäste.

Nach dem Besuch des Filmparks fahren wir auf der Großbeerenstraße weiter bis zur August-Bebel-Straße, biegen nach links und treffen auf die Stahnsdorfer Straße. Dort schwenken wir nach rechts und fahren bis zur Bernhard-Beyer-Straße, in die wir nach links einbiegen. Nun radeln wir auf dieser Straße, die bald zum Königsweg wird, und überqueren den Teltowkanal. Gleich danach biegen wir nach rechts in den festen Weg und folgen dem Königsweg weiter. Nach einem Parkplatz halten wir uns links und kommen nach einem knappen Kilometer beim Jagenstein 60 zum Abzweig des Kurfürstenweges. Dort schwenken wir nach links und folgen ihm bis zur Stahnsdorfer Straße, wo wir uns wieder links halten. Auf dieser gelangen wir zur Königstraße, biegen nach rechts und schwenken dann nach links in den Kronprinzessinnenweg ein, der uns zum Bahnhof Wannsee leitet.

km 0 S-Bahnhof Wannsee, auf der Straße Zum Großen Wannsee zur Havel, am Ufer entlang bis zur Fähre Richtung Pfaueninsel - km 6 Pfaueninsel, am Havelufer nach Klein Glienicke - km 10 Klein Glienicke, über Glienicker Brücke nach Babelsberg - km 15,5 Babelsberg, über Rudolf-Breitscheid-Straße und Großbeerenstraße zum Filmpark Babelsberg (in der Medienstadt Babelsberg) - km 17,5 Medienstadt Babelsberg, über den Teltowkanal, Königsstraße und Kronprinzessinnenweg nach Wannsee - km 24 S-Bahnhof Wannsee, Ende der Tour.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour23 km
Höhenunterschied230 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktS-Bahnhof Wannsee.
EndpunktS-Bahnhof Wannsee.
TourencharakterGemütliche Radrunde auf festen Sandwegen, unbefestigten Uferwegen und asphaltierten Radwegen bzw. Straßen.
Beste Jahreszeit
KartentippADFC-Regionalkarte Potsdam Havelland, 1:75000.
MarkierungenTeilweise regionale Wegweiser.
VerkehrsanbindungMit dem Auto auf der A10 bis Ausfahrt Groß Kreuz und weiter auf der B1 über Potsdam nach Wannsee. Mit der S-Bahn-Linie S1 oder S7.
GastronomieIn Wannsee mehrere Möglichkeiten, u.a. Restaurant Seehase, Am Großen Wannsee 58; Restaurant Sanssouci, Am Großen Wannsee 60. Unterwegs: Wirtshaus zur Pfaueninsel, Pfaueninselchaussee; Blockhaus Nikolskoe, Nikolskoer Weg 15; Wirtshaus Moorlake, Moorlakeweg 1. Babelsberg: Restaurant Kleines Schloss, im Park Babelsberg, Mo Ruhetag.
Tipps
Am Havelufer zwischen Wannsee und Glienicke befinden sich zahlreiche schöne Badestellen.
Unterkunft
Buchung über Tel. 030/250025, Fax 030/25002424, www.berlin-tourist-information.de
Tourismusbüro
Berlin Tourismus Marketing GmbH, Am Karlsbad 11, 10785 Berlin, Tel. 030/25 00 25, www.berlin-tourismus-information.de; TMB Informations- und Buchungsservice, Reiseland Brandenburg, Am Neuen Markt 1, Kabinetthaus, 14467 Potsdam, Tel. 0331/200 47 47, hotline@reiseland-brandenburg.de, www.reiseland-brandenburg.de

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