Von Düsseldorf nach Duisburg

Aus Düsseldorf geht es auf einem gut befahrbaren Radweg hinaus, und bis nach Kaiserswerth prägt viel »flache Landschaft« das Bild. Es geht über asphaltierte landwirtschaftliche Nutzwege und kleine Straßen. In Duisburg begleiten den Radweg imposante Industrieanlagen und in einigen Abschnitten führt er leider auch an viel befahrenen Straßen entlang. (Autor: Karsten-Thilo Raab und Ulrike Katrin Peters)
34 km
200 m
2.00 h
Düsseldorf, die wirtschaftsstarke Metropole am Rhein, hat sich in den Bereichen Architektur, Kunst und Kultur einen Namen gemacht. Neben der bekannten Kunstsammlung NRW sind hier auch zahlreiche weitere Museen, darunter das Filmmuseum (A) und das museum kunst palast (B) mit seinen Grafiken, Zeichnungen, Gemälden und Skulpturen aus allen Stilepochen von der Antike bis ins 21. Jahrhundert sowie die Kunstakademie Düsseldorf beheimatet. Dem berühmtesten Sohn der Stadt widmet sich das Heinrich-Heine-Institut (C), das südlich der Altstadt liegt. Hier werden u.a. seine Totenmaske sowie Originaldokumente und -schriften von und über den Dichter ausgestellt. Berühmteste Flaniermeile ist die »Kö« – kurz für »Königsallee«.

In der Altstadt, am modernen Medienhafen und am Rheinufer lässt man es sich bei Altbier in zahlreichen Kneipen und Restaurants gut gehen.Diese Etappe in Düsseldorf (Bhf.) beginnt am Schlossufer, zwischen dem Fähranleger der Köln-Düsseldorfer und dem Schlossturm. Parallel zur Rheinuferpromenade den Weg am Rhein fortsetzen, über die Straße Am Schlossufer und vorbei an der Lambertus-Basilika. Die herrliche Uferpromenade wird von einer prachtvollen Allee gesäumt, die den Radweg vom Fußweg trennt. Unter der Oberkasseler Brücke hindurch wird rechter Hand die Tonhalle passiert. Es folgen, ebenfalls rechts, die Museen am Ehrenhof, darunter das museum kunst palast.

Vor der nächsten Rheinbrücke dem Weg folgen, der einen leichten Rechtsknick parallel zur Wiese des Parks beschreibt. Kurz bevor der Weg auf die Straße trifft, wieder links abbiegen. Von hier sind es 1,6km bis Stockum und 26km bis Duisburg. Unter der Theodor-Heuss-Brücke hindurch, parallel zur Cecilienallee und weiter geradeaus. Nicht links Richtung Meerbusch auf dem Radweg, sondern geradeaus parallel zur Cecilienallee fahren! Linker Hand das Areal des Düsseldorfer Yachtclubs passieren und weiter geradeaus nach Kaiserswerth, das von hier aus in 8,6km Entfernung liegt. Kurz hinter dem Gelände des Yachtclubs liegt eine historische Wegmarkierung: Von hier sind es 242,43km bis Rotterdam. Der Radweg verläuft weiter parallel zur Rotterdamer Straße, während rechts das Düsseldorfer Messegelände in Sicht kommt. Entlang des Messegeländes oberhalb des Rheins fahren.

Wo der Lohauser Deich auf eine T-Kreuzung trifft, links halten, wieder Richtung Rheinufer, von hier sind es nach Kaiserswerth noch 1,2km, nach Duisburg 21km. Nach Passieren des Restaurants »Alte Rheinfähre« scharf rechts abbiegen; geradeaus führt der Weg weiter zur Rheinfähre. Wer auf die gegenüberliegende Rheinseite wechseln will, hat hier dafür die Möglichkeit. Nachdem rechter Hand ein Bachlauf passiert wurde, kommt rechts eine Burgruine in den Blick, auf deren Gelände sich eine Einkehrmöglichkeit befindet. Unmittelbar nach der Ruine kommen rechter Hand eine Kirche und das Suitbertus-Stift in den Blick; dort gibt es auch öffentliche Toiletten. Bei der Ruine handelt es sich um die Kaiserpfalz in Kaiserswerth, von HeinrichIII. im Jahre 1050 errichtet. Die Kirche ist die Suitbertus-Basilika und zeugt vom Apostel des Bergischen Landes, dem heiligen Suitbertus. Als Friedrich Barbarossa Kaiserswerth 1164 zur Reichszollstätte erhob, ließ er dieses Bollwerk mit bis zu 5,80 Meter dicken Mauern bauen. Die Burg überstand Angriffe und Eroberungen bis 1702, als sie im Spanischen Erbfolgekrieg gesprengt wurde.

Von Kaiserswerth bis Mündelheim sind es noch 9,5km. Sehenswert ist auch der Kaiserswerther Markt mit seinen vielen mittelalterlichen Häusern. Besonders pittoresk ist das alte Zollhaus unmittelbar am Rhein. Über den Herbert-Eulenberg-Weg die Fahrt am Ufer des Rheins fortsetzen bis Kaiserswerth. Ein kurzer Stopp oder eine kurze Fahrt um den Kaiserswerther Markt lohnt sich allemal. Nachdem Sie Kaiserswerth verlassen haben, werden Sie vermutlich das erste Mal seit langer Zeit die Möglichkeit haben, die Wellen des Rheins ans Ufer schlagen zu hören – doch der Horizont verspricht schon wieder lautere Gefilde, denn die Industrieanlagen von Duisburg kommen in Sicht. Unmittelbar nachdem auf der rechten Seite ein schönes altes Fachwerkhaus passiert wurde, steht nach knapp 350m auf der rechten Seite ein weiterer Wegstein, der die Länge des Rheines hier anzeigt: Von hier sind es 590km von Basel bzw. 234,45km bis Rotterdam. Bis zur deutsch-niederländischen Landesgrenze sind es 96,7km. Wo der Weg sich gabelt, links abbiegen und weiter dem Rheinufer Richtung Duisburg folgen.

Bei Flusskilometer 759,6 endet der Radweg. Es geht über eine Treppe mit Schiebemöglichkeit fürs Fahrrad auf den Damm hinauf, dort geradeaus wieder hinab und auf der Straße Am Krienengarten durch eine kleine Wohnsiedlung weiter. An der nächsten Kreuzung links abbiegen. Auf der rechten Seite fällt ein Kruzifix in den Blick. Parallel zu einem Feld weiterfahren. Nachdem die kleine Siedlung verlassen wurde, geht es über einen asphaltierten landwirtschaftlichen Forstweg zwischen Feldern hindurch auf Mündelheim und Duisburg zu. Ein unglaubliches Panorama, denn neben dem Häusermeer sind vor allem die rauchenden Schlote der Montanstadt zu erkennen. Wo der landwirtschaftliche Forstweg inmitten von Feldern auf eine Kreuzung trifft, links halten; nicht weiter auf die Häuser zufahren. An der T-Kreuzung rechts abbiegen. Nun ist von Weitem das Bayer-Kreuz zu sehen.

An der nächsten T-Kreuzung links halten und auf ein Gehöft zufahren, das in der zu Duisburg gehörigen Ortschaft Rheinheim liegt. Der Weg führt durch Mündelheim, linker Hand vorbei am Sportplatz und dem Vereinsheim des TUS Mündelheim.Wo die Kirche in den Blick kommt, links in den Rheinfeldsweg abbiegen und der Anliegerstraße, die einen Rechtsknick macht und zur Kegelstraße wird, folgen, während zur Linken eine weitere Rheinbrücke in den Blick fällt. Bei der Brücke, die die Ortschaften Mündelheim auf der einen und Uerdingen, Linn und Krefeld auf der anderen Flussseite verbindet, handelt es sich um eine sogenannte Zügelgurtbrücke. Von hier aus sind es bis zur Ortschaft Hüttenheim noch 4,3 km, nach Krefeld und Uerdingen auf der anderen Rheinseite sind es 13 bzw. 6,3 km. An dieser Stelle ist auch der ohrenbetäubende Lärm der Bundesstraße zu hören. Unmittelbar vor der viel befahrenen Bundesstraße B288 die Kegelstraße verlassen und rechts in den Reimelsweg abbiegen. Die Straße Am Seltenreich überqueren. An der zweiten Kreuzung links abbiegen in die Straße Zum Grind, und über die Brücke über die B288 fahren. Dafür gilt es einen kleinen Anstieg zu bewältigen, der in einem Halbkreis hinauf zur Brücke führt.

Auf der anderen Brückenseite den Weg geradeaus durch eine Siedlung fortsetzen. An der ersten Kreuzung rechts abbiegen in die Korbmacherstraße. Wo die Korbmacherstraße auf die Uerdinger Straße trifft, an der Ampel links schwenken. Von hier sind es noch 12km bis ins Duisburger Zentrum und 3,2km in die Ortschaft Hüttenheim. Auf einem kombinierten Rad- und Fußweg geht es parallel zur viel befahrenen Uerdinger Straße weiter vorbei an den Hüttenwerken Krupp-Mannesmann (HKM). Der Radweg wird sehr eng und verläuft weiterhin mit dem Gehsteig parallel zur Straße. Die HKM geben einen Einblick in die Montanindustrie. Als Nächstes wird Hüttenheim erreicht, ein Duisburger Ortsteil, dessen Namensherkunft keinen Zweifel lässt, denn neben der riesigen HKM-Hütte befindet sich rechts ein weiteres Stahlwerk der Thyssen Steel AG. An der Ampel links abbiegen und von der Mannesmannstraße in die Ehinger Straße fahren. Von hier sind es 8,5km bis ins Zentrum von Duisburg. Vorbei am HKM Tor 1 den Weg weiter geradeaus über die Ehinger Straße fortsetzen. Wo rechts die Straße Am Tollberk erscheint, an einer Fußgängerampel links abbiegen; hier weist ein Schild Richtung Rheinpromenade. Einen kleinen Straßenbahn-Übergang überqueren und weiter über die Friemersheimer Straße. Vorsicht beim Überqueren der Bahngleise!

Auf der Friemersheimer Straße geradeaus bis zum Rheinufer fahren, um dann den Weg rechter Hand über die Rheinpromenade fortzusetzen. Hier kann man wählen, ob man etwa auf Wasserniveau oder auf einem Damm weiterfahren will. Die Rheinpromenade führt über asphaltierte Platten. Der Weg kann an Wochenenden sehr belebt sein; alternativ kann man über die parallel verlaufende Augsburger Straße fahren. Die Rheinpromenade heißt hier Arnold-Masselter-Weg. Nach ca. 1,5km endet dieser Weg und trifft auf die Wittlaerer Straße. Hier links abbiegen. Dort, wo rechts die Kalkumer Straße abgeht, weiter geradeaus auf der Straße Rheinufer fahren. Der Weg führt hier über Waschbetonplatten vorbei am Bootshaus eines Kanuclubs. Die Platten werden schließlich zu Kopfsteinpflaster, was das Fahren nicht gerade angenehm macht. Zur Linken liegt der Rhein und zur Rechten eine Wiese sowie das »Panorama« eines weiteren Hüttenwerkes.

Wo das Rheinufer endet und eine leichte Rechtskurve beschreibt, links in die Warnheimer Straße schwenken. Ihr Kopfsteinpflaster schüttelt den Radler noch einmal durch. An der nächsten Kreuzung links abbiegen und dem Radweg parallel zur Warnheimer Straße folgen. Hinter der Straßenbahnhaltestelle die Straßenseite wechseln, um auf der anderen Seite auf dem Radweg weiter Richtung Zentrum zu fahren. Vorbei an den Albawerken der Straße hinauf auf die Brücke folgen. Von der Brücke aus fallen linker Hand der Rhein und eine Eisenbahnbrücke über den Fluss ins Auge. Nach der Brücke werden die Gleise des Bahnhofs Duisburg-Hochfeld Süd unterfahren. An der Kirche St. Bonifazius (sehr augenfällig ob ihres geraden Turmes) halb links halten und der abknickenden Vorfahrtsstraße folgen, die Schienen kreuzen.

Die Rheinbrücke in Rheinhausen taucht vor uns auf. Von hier aus sind es noch 3,9km bis zum Hauptbahnhof. Wir kreuzen die Rheinhausener Straße und setzen den Weg über die Rudolf-Schock-Straße weiter geradeaus fort, und zwar auf einem separaten Radweg parallel zur Straße. Nachdem rechter Hand ein Bunker passiert wurde und die Rudolf-Schock-Straße an einer Ampel auf die Sedanstraße trifft, links abbiegen. Vor dem Siemenswerk der abknickenden Vorfahrt nach rechts folgen. Unmittelbar nach der abknickenden Vorfahrt endet der Radweg und die Strecke führt weiter über die viel befahrene Straße unter der Brücke der Siemensverwaltung hindurch. Vorbei geht es linker Hand an dem Areal der Stadtwerke Duisburg AG. An der nächsten Ecke der abknickenden Vorfahrt an der Ampel folgen und rechts in die Vulkanstraße abbiegen. Wenn die Hochbrücke in die Sicht kommt, geradeaus über die große Kreuzung fahren und unter der Brücke rechts halten. Bei der nächsten Möglichkeit links in die Steinsche Gasse schwenken. Links befindet sich ein alter Bunker. An der Fußgängerzone links in die Schwanenstraße abbiegen. Hier im Zentrum von Duisburg (Bhf.) endet die heutige Etappe.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour34 km
Höhenunterschied200 m
Dauer2.00 h
Schwierigkeit
AusgangspunktDüsseldorf.
EndpunktDuisburg.
TourencharakterDüsseldorf verabschiedet sich am Anfang unserer heutigen Etappe mit seiner Museumsmeile, dem Rheinpark und dem Messegelände, bevor es durch ruhigere Gefilde, auf einem Deich und an Feldern entlang nach Kaiserswerth geht. Ein kurzer Abstecher in den reizvollen Ortskern bietet sich an. Ab Duisburg prägen Industrieanlagen mit ihrem ganz eigenen Charme die Radstrecke. Krimi-Fans werden an dieser Stelle an so manches Setting aus den Schimanski-Filmen denken. Die Tagesetappe endet in der Duisburger Innenstadt.
Hinweise
km 0 Düsseldorf, rechtsrheinisch nach Kaiserswerth, km 10 Kaiserswerth, weiter rechtsrheinisch über Mündelheim nach Duisburg, km 24 Duisburg, Zielort erreicht
MarkierungenZum Teil grünes bzw. rotes Fahrrad auf weißem Grund.
VerkehrsanbindungBahn: ICE, IC und Regionalbahnen nach/ab Düsseldorf und Duisburg. Auto: Düsseldorf siehe Etappe 6. Duisburg ist erreichbar über die Autobahnen A40 und A57; Parken z.B. am Burgplatz, City-Parkhaus.
GastronomieDuisburg: Schifferbörse, Gustav-Sander-Platz 1, Tel. 0203/808570 (hier handelten früher Reeder, Kaufleute und Rheinschiffer, heute speist man gut in ansprechendem Ambiente, in Duisburg-Ruhrort gelegen); Walsumer Hof, Rheinstr. 16, Tel. 0203/491454 (für gute Fischgerichte bekannt); Homme d’Or an der Rheinbrücke, Wilhelmallee 14, Tel. 02066/502025 (Crossover-Küche mit Rheinblick).
Informationen
Werkstätten Duisburg: 2-Rad-Eck Schröter, Krefelder Str. 168, Tel. 02065/616 01.
Unterkunft
Duisburg: Mercure Hotel Duisburg City, Landfermannstr. 20, Tel. 0203/300030 (3-Sterne-Hotel in City-Lage); Ibis Hotel Duisburg, Mercatorstr. 15, Tel. 0203/ 300050 (im Stadtzentrum gelegen, einfach und günstig); Jugendherberge Duisburg-Wedau, Kalkweg 148E, Tel. 0203/724164.

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