Das Einmaleins der Tourenplanung

Outdoor-Aktivitäten gibt es wahrlich jede Menge und meist stehen dahinter wahre Sportfans, die immer dann aufs Neue entscheiden, welche Sportart in welcher Region ausgeübt werden soll, wenn erst der Urlaub winkt. Auf was es bei der jeweiligen Tourenplanung ankommt, soll Thema dieses Beitrags sein.
 
 
So planen Sie Ihre Tour © pixabay.com © maxmann (CC0 Public Domain)
Zunehmend seltener werden Rad- und Wandertouren manuell geplant. Häufig helfen Computerprogramme.

Das Einmaleins der Tourenplanung

Outdoor-Aktivitäten gibt es wahrlich jede Menge und meist stehen dahinter wahre Sportfans, die immer dann aufs Neue entscheiden, welche Sportart in welcher Region ausgeübt werden soll, wenn erst der Urlaub winkt. Auf was es bei der jeweiligen Tourenplanung ankommt, soll Thema dieses Beitrags sein.


Die technische Hilfskomponente

Natürlich gibt es mittlerweile Computerprogramme, die die Planung der Wander- oder Radtour fast selbstständig erledigen. Dies funktioniert allerdings nur dann, wenn das Programm auch mit den passenden Informationen versorgt wird. Zur Tourenplanung mit dem Computer sind daher grundsätzlich dieselben Informationen nötig, wie für die manuelle Variante:
  • In welche Region soll es gehen? Während die Bodensee-Region mit dem Drei-Länder-Eck lockt, gelten der Bayerische Wald und der Schwarzwald als klassische Tourengebiete. Zudem werden auch internationale Touren in der Ferne immer beliebter.
  • Welche Sportart soll betrieben werden? Wer mit dem Mountainbike unterwegs sein möchte, stellt häufig andere Ansprüche an die Urlaubsregion als diejenigen, die zu einer Wandertour aufbrechen. Auch die Distanz variiert, weil die Fortbewegung via Mountainbike schneller ist als per Pedes.
  • Wer begibt sich auf Tour? Nicht nur das Alter der Teilnehmer ist entscheidend für die Tourenplanung, sondern vor allem auch die Fähigkeiten und Kenntnisse in der jeweiligen Sportart. Wer mit Kindern unterwegs ist, wird das Niveau ebenso geringer anlegen wie wenn es um die erste große Tour geht.
  • Wie lange soll die Tour gehen? Einen Tagestripp zu planen ist in vielerlei Hinsicht einfacher. Das Equipment ist überschaubarer und auch die Route selbst ist greifbarer als eine Tour, bei der mehrere Übernachtungen meist unter freiem Himmel geplant sind. 
  • Sollen Unterkünfte integriert werden oder ist ein Outdoor-Abenteuer geplant? Die Antwort auf diese Frage wird maßgeblich die Route selbst und auch das Gepäck bestimmen. Wer plant auf Hütten unterzukommen, muss die täglichen Marschrouten auch entsprechend so planen, dass die Zeit reicht, abends die Hütte zu erreichen. Ein Vorteil dabei ist, dass weder Zelt noch anderes, schweres Equipment auf dem Rücken lastet.


Faustregeln, die die Tourenplanung erleichtern

Wer die soeben genannten Fragen alle beantwortet hat, kann sich nun über technische Hilfsprogramme eine Tour zusammenstellen lassen – oder auf manuelle Weise die Traumroute gestalten. Um sich an dieser Stelle nicht mit den Distanzen zu verkalkulieren, hilft diese Faustformel als erste Annäherung: Man rechne in flachem Gelände mit 4,2 Kilometern pro Stunde und addiere für jede Höhendifferenz von 300 Metern bergauf eine zusätzliche Stunde. Beträgt die horizontale Entfernung bei einer Tour beispielsweise 12,6 Kilometer und der Aufstieg 600 Meter, dann ergibt sich als Wanderzeit: 3 + 2 = 5 Stunden.“
Als Faustregel für die Radtour gilt: 13 bis 17 Kilometer sind der Schnitt, der pro Stunde mit einem Trekkingrad zurückgelegt werden kann. So sollte sich die Tagesplanung auf etwa 60 Kilometer am Tag belaufen. Wer öfter auf Tour geht, kann mithilfe einfacher Berechnungen Aussagen über die persönliche Durchschnittsgeschwindigkeit fällen – und diese dann auf die anstehende Distanz hochrechnen. Sportliche schaffen so gut 100 Kilometer am Tag. Tipp: Es sollte nicht täglich das Limit ausgeschöpft werden. Häufig ist der zweite und dritte Tag der Schlimmste. Wer die Tour mit Bedacht geplant hat, kann an dieser Stelle einen Sightseeing-Tag oder einen Entspannungs-Tag auf dem Campingplatz einlegen.

Ist eine Übernachtung in einer Hütte geplant, müssen die Strecken so gewählt werden, dass diese auch abends erreichbar ist.


Offroad- oder Städtetour?

Nachdem die Mountainbiker in die Natur möchten, um dort an ihre sportlichen Grenzen gehen zu können, ist mittlerweile ein neuer Trend zu beobachten: die Städtetour mit dem Fahrrad. Das heißt, dass nicht etwa eine Berg- und Talfahrt angesagt ist, sondern urbaner Flair vom Fahrradsattel aus erlebt wird. Die besten zehn Städte für einen Fahrradurlaub sind die Folgenden. Details zu den jeweiligen Touren gibt es im Biker-Blog.
  1. Radtour durch das Ruhrgebiet
  2. Der Nordseeküsten-Radweg
  3. Der Bodensee-Radweg
  4. Die Fahrradhauptstadt Münster
  5. Eine Tour durch Amsterdam
  6. Das Sauerland
  7. Eine Radtour durch den Harz
  8. Der Donauradweg
  9. Der Ostseeküsten-Radweg
  10. Der Radweg Berlin-Kopenhagen
Ob sich diejenigen durchsetzen, die mit dem Mountainbike durch die Berge touren oder diejenigen, die das Rad als Fortbewegungsmittel durch die Stadt ansehen, kann nicht abschließend ausgesagt werden. Vielmehr ist davon auszugehen, dass sich die Gruppe der Radler ebenso aufsplittet wie sich bereits die Gruppe der Wanderer mittlerweile sehr breit aufgestellt hat.


Wer auf einem Fernradweg die Gegend erkundet, outet sich meist schon mit dem Gepäck, denn in der Regel wird in Unterkünften genächtigt. Das heißt, dass in den Fahrradtaschen Platz für persönliche Dinge ist.

Egal, ob mit dem Fahrrad oder mit dem Wanderstock ausgestattet - es zeigt sich: Es gibt immer Extremsportler, die die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit erfahren wollen. Diese Form wird folgerichtig meist in extremem Gelände ausgeübt. Wer indes eher an einer Mischung aus natürlichem Sightseeing Interesse hat, der wird zum Fan der Touren in flachem Gelände. Dabei kommt es nicht darauf auf, möglichst hoch hinaus zu wollen, sondern es gilt die festgelegte Strecke zurücklegen. Diese ist meist malerisch und mit Blick nach links und rechts in jedem Fall ein Erlebnis. Die Highlights am Ende eines Streckenabschnitts sind dann bekannte Städte oder andere Sehenswürdigkeiten.
Fotos: 
pixabay.com © Hans (CC0 Public Domain) ; pixabay.com © Antranias (CC0 Public Domain)
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