Hülser Berg

Auf eine der höchsten Landmarken am Niederrhein. Leichte Wald- und Parkwanderung, an Sonn- und Feiertagen abkürzbar mit der Museumseisenbahn »Schluff«. (Autor: Bernhard Pollmann)
15 km
100 m
5.00 h
Von der Kaiserstraße im Süden führt die Markierung »x2« in den Krefelder Stadtwald mit seinen Teichen und bis zu 100 Jahre alten Buchenbeständen hinein. Der Krefelder Stadwald ist ein 120 ha großer Landschaftspark mit Wiesen, Reit- und Wanderwegen, Weihern, Bootsverleih und dem Stadtwaldhaus, einem der größten Biergärten außerhalb Bayerns - Rund 2000 Ausflügler finden im Freien vor dem Jugendstilgebäude Platz. Innerhalb des Stadtwalds befinden sich auch die Krefelder Galopprennbahn, ein Golf- und ein Hockeyplatz sowie Tennisplätze.

Der Landschaftspark wurde 2004/05 als herausragender Park in die Objektliste der »Straße der Gartenkunst an Rhein und Maas« aufgenommen. Keimzelle des Stadtwalds war eine 35 ha große Aufforstungsfläche, die der Krefelder Seidenfabrikant Wilhelm Deuß 1897 der Stadt schenkte. Schon 1901 wurden erste Bereiche des im Stil englischer Landschaftsgärten angelegten Parks öffentlich zugänglich gemacht.

Zum Hülser Berg

Nach Überqueren der Bundesstraße führt die x-Markierung auf einem schmalen Weg (Hermann-Kresse-Weg) nordwärts, links liegt ein weiterer Teich, und vor diesem Teich zweigt die x-Markierung links in den kleinen Park ab, schwingt vor dem von Teichrosen bedeckten Niepkuhlen-See erneut links und folgt dann der Allee Hökendyk mit freiem Blick in die Niederrheinlandschaft westwärts.

An einem Gehöft geht es rechts weiter durch einen dichten Niederwald zum Bohrturm Krefelder Sprudel, wo früher ein Mineralwasser gewonnen wurde. An der Gaststätte vorbei leitet »x2« in Richtung des künstlichen Imrather Bergs, knickt vorher rechts ab, schwingt dann links in den Hülser Bruch und leitet zum Aussichtsturm auf dem Hülser Berg. Der Hülser Berg ist heute überwiegend mit alten Mischwäldern bestanden, noch vor gut 200 Jahren bedeckte ihn weitflächig eine Heide. Früher befand sich auf den Moränenhügeln auch der Krefelder Galgen: Verbrecher fanden hier ihr unrühmliches Ende. Die beiden letzten waren 1797 die Räuber Schenk und Koken.

Rückweg zum Krefelder Stadtwald

Zurück am Aussichtsturm, schließen wir uns dem mit dem Zeichen »x5« markierten Rhein-Niers-Weg an. Er führt an der Eremitenquelle vorbei in die Ebene hinab und folgt einem von Kopfweiden flankierten Bach zur Ausflugsgaststätte »Lousbill«.

Kurz nach Überqueren der Niepkuhlen-Brücke wendet sich der Rhein-Niers-Weg rechts und leitet durch die abwechslungsreiche Niederrheinlandschaft mit Gehölzen und kleinen Höfen zurück zum Stadtwald, wobei er sich in Verberg wieder mit der bekannten Route »x2« vereinigt.

Museumsbahn Schluff

Wer mit der Museumseisenbahn »Schluff« nach Krefeld zurückfahren will, folgt der Markierung»x2« vom Aussichtsturm am Gasthof vorbei weiter und erreicht in gut fünf Minuten den Museumsbahnhof Hülser Berg. Der »Schluff« verkehrt von Mai bis Oktober an Sonn- und Feiertagen auf der 13,6 km langen Strecke zwischen Sankt Tönis und dem Naherholungsgebiet Hülser Berg. Im »Schluff« können auch Fahrräder mitgenommen werden; am Krefelder Nordbahnhof mit dem gleichnamigen Eisenbahn-Restaurant – hier kann man in historischen Waggons speisen – ist zudem die Verkehrsmittelschau der Stadtwerke Krefeld mit Erinnerungsstücken an den Schluff, mit Straßenbahnen und Omnibussen zu bewundern.

Die Bahnstrecke Krefeld – Sankt Tönis – Vorst – Süchteln wurde 1870 in Betrieb genommen; nach dem zischenden Geräusch der Dampflok wurde die Bahn im Volksmund »Schluff« genannt. 1951 wurde der regelmäßige Personenverkehr eingestellt.

GPS-Track

Tourendetails

Länge der Tour15 km
Höhenunterschied100 m
Dauer5.00 h
Schwierigkeit
StartortKrefeld (38 m), wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des linken Niederrheingebiets.
AusgangspunktParkplätze am Krefelder Stadtwald.
TourencharakterDer Hülser Berg (63 m) mit Aussichtsturm, Wäldern, Wildgehegen und Gastronomie ist als eines der beliebtesten Ausflugsziele des linken Niederrheingebiets auch Endstation der Museumsdampfeisenbahn »Schluff«. Als Stauchmoränenwall der Saaleeiszeit zeugt der höchste Berg Krefelds von der nordeuropäischen Inlandvergletscherung vor ca. 250000 Jahren, der Aussichtsturm bietet einen Blick weit hinaus auf die niederrheinische Landschaft. Ein Ausflugsziel für Familien sind die beiden Wildgehege, das Damwild-Schwarzwild- und das Rotwildgehege; auch die Ausflugsrestaurants im Naherholungsgebiet erfreuen sich regen Zuspruchs.
Beste Jahreszeit
KartentippFreizeitkarte 1 - 50000, Blatt 12 Krefeld Nierslande (Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen).
VerkehrsanbindungA 57 Goch – Köln Ausfahrt KrefeldGartenstadt.
GastronomieStadtwald, Krefelder Sprudel, Hülser Berg, Lousbill.
Tourismusbüro
Tourist-Information der Stadt Krefeld, im Schwanenmarkt City-Center, Hochstraße 114, 47798 Krefeld, Tel. 02151/861515, Internet: www.krefeld.de

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