Via ferrata Renè De Pol

Via ferrata Renè De Pol

Tourendetails

TourencharakterDie nach Norden, zum Gemärk und nach Schluderbach ausgreifenden Grate des Foramestocks, der Schönleitenschneid (2722 m) und des Rauchkofels (2126 m) waren in den Jahren 1915 und 1916 Schauplatz heftiger Kämpfe. Nach dem Kriegseintritt Italiens kam es zunächst zu Angriffen auf die österreichischen Stellungen im Rücken der alten Festung Peutelstein. Nach der Besetzung des schroffen Foramestocks und der Schönleitenschneid durch k.u.k. Truppen im August 1915 konzentrierten sich die Kämpfe auf diese vordersten Stellungen.

Cristallino di Misurina, 2775 m

Cristallino di Misurina, 2775 m

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TourencharakterBesuch erhält der Cristallino di Misurina weit weniger als der Cristallino d’Ampezzo. Das hat wohl zwei Gründe - Der Ampezzaner Gipfel ist in doppelter Hinsicht an Drahtseile gebunden – an jene der Cristallo-Lifte und die des »Sentiero ferrato Ivano Dibona« (siehe Tour 15). Das verkürzt den Zustieg und sorgt für ordentlich »Verkehr« unterwegs. Den braucht man am Cristallino di Misurina kaum zu befürchten, und wenn nicht gerade eine CAI-Sektion den Berg zum Tourenziel erkoren hat, ist man in den Felsen über dem Val Popena auta meistens allein.

Die Plätzwiese und der Strudelkopf, 2307 m

Die Plätzwiese und der Strudelkopf, 2307 m

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TourencharakterDass auch die Plätzwiese, diese von Hoher Gaisl (3146 m) und Dürrenstein flankierte Almidylle, einst Kriegsgebiet war, macht ein Denkmal nur wenige Schritte vom Parkplatz unmissverständlich klar. »Hier fand eine Geschützbedienung durch einen Volltreffer den Heldentod«, heißt es auf der Gedenktafel. Bei Kriegsausbruch verlief die schwach gesicherte Front zunächst über die sanftwellige Alm, doch nach der Besetzung des Monte Piano verfügte das k. u. k. Kommando eine Vorverlegung der Stellungen in die Nordabstürze des Cristallomassivs (Forame, Schönleitenschneid, Rauchkofel).

Der Monte Piana, 2324 m

Der Monte Piana, 2324 m

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TourencharakterDen Monte Piana kann man seiner Aussicht oder seiner Vergangenheit wegen aufsuchen – das Panorama ist seit einer halben Ewigkeit dasselbe, eine Geschichte hat der Berg erst seit fünf Generationen. Militärhistoriker werten ihn als einen Eckpfeiler der Dolomitenfront im Ersten Weltkrieg, halten Attacken und Gegenangriffe fest, addieren Gefallene auf beiden Seiten zu einer grausigen Bilanz. Da mag ich die Rundschau lieber, und all die Tapferkeit, die auf diesem mit Blut durchtränkten Boden bewiesen wurde, ist mir kein Trost, höchstens Mahnung - Nie wieder!

Auf den Rautkopf, 2605 m

Auf den Rautkopf, 2605 m

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TourencharakterDas Höhlensteintal gilt als klassisches Nordtor zu den Dolomiten – für den Tourismus unserer Tage. Die Strategen der k.u.k. Monarchie sahen das vor 100 Jahren genau umgekehrt - Durch den tief eingeschnittenen Graben verlief der kürzeste Weg von Italien ins Pustertal. Zwei Festungen sollten deshalb einen möglichen Angriff von Süden vereiteln: Plätzwiese (siehe Tour 12) und Landro.

Rund um die Drei Zinnen

Rund um die Drei Zinnen

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TourencharakterZitat.

Toblinger Knoten und Paternkofel, 2744 m

Toblinger Knoten und Paternkofel, 2744 m

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TourencharakterZitat.

Zwischen Einser und Zwölferkofel

Zwischen Einser und Zwölferkofel

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TourencharakterBereits ein kurzer Blick auf die Landkarte macht deutlich, dass die strategischen Vorteile im Bereich des Bachern- und Altensteintals ganz auf Seiten der Italiener lagen. Sie hielten die wichtigsten Höhen besetzt, so neben dem Elfer den Verbindungsgrat vom Zwölfer zum Büllelejoch, die Ober-bachernspitzen, den Paternkofel und den Sextener Stein. Lediglich am Toblinger Knoten saßen k. u. k. Truppen, die vom Innerfeldtal aus versorgt wurden. Ein Netz von Straßen, Seilbahnen und Maultierwegen sicherte den Nachschub der Italiener.

Die »Strada degli Alpini«

Die »Strada degli Alpini«

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TourencharakterManchmal führt sogar der Krieg Menschen zusammen – selten natürlich und in diesem Fall mit großer zeitlicher Verzögerung. Denn ans gemeinsame Erbe – die Berge – dachte kaum jemand, als 1915 der Gebirgskrieg begann, die Sextener Dolomiten plötzlich zum hochalpinen Frontgebiet wurden. Die Italiener bemächtigten sich früh der strategisch wichtigsten Höhen; einheimische Standschützen saßen auf der Rotwand und hielten die Sentinella- und die Elferscharte. Bereits vor Kriegsausbruch hatten Landesschützen hier eine Trasse angelegt, die den natürlichen Fels- und Geröllbändern folgte.

Die Sextener Rotwand, 2936 m

Die Sextener Rotwand, 2936 m

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TourencharakterIn der berühmten »Sextener Sonnenuhr« gilt der Zwölferkofel (3094 m) unbestritten als formschönster Gipfel, was bestätigen wird, wer schon einmal zur Zsigmondyhütte gewandert ist. Der massige Elfer (3092 m) ist schon fast ein Bergmassiv für sich, und der Einser (2698 m) machte erst kürzlich durch einen Bergsturz von sich reden, der das Fischleintal und Sexten vorübergehend unter einer riesigen Staubwolke verschwinden ließ. Rund 60 000 Kubikmeter Gestein rauschten im Herbst 2007 zu Tal.

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