Coole Tipps für heiße Tage: Die Klamm-Welten der Zugspitz Region

Mit den sommerlichen Temperaturen steigt der Wunsch nach Abkühlung. Ideale Bedingungen für erfrischende Touren nahe am Wasser bieten die Klammen der Zugspitz Region: Von romantisch bis sportlich, vom Adrenalin-Kick bis zur Familien-Wanderung.
 
Spannung und Natur-Erlebnis in der Höllentalklamm © Tourist-Info Zugspitzdorf Grainau/Wolfgang Ehn
Spannung und Natur-Erlebnis in der Höllentalklamm
Wild und spritzig, laut tosend oder behäbig plätschernd – so präsentieren sich die Wasserwelten der Zugspitz Region. Rund um Deutschlands höchsten Berg erstreckt sich ein riesiger Wasserspielplatz für Groß und Klein, der mit tiefen Schluchten, glasklaren Flüssen und erfrischenden Wanderungen in allen Schwierigkeitsgraden punktet.

Klammwelt rund um Garmisch-Partenkirchen

Die anspruchsvollste Tour ist die Route durch die Höllentalklamm, die ihre Pforten in 1047 Metern Höhe hoch über Grainau öffnet. Sanft ansteigend führt der Weg entlang des urgewaltigen Hammersbachs auf engen Pfaden, die sich an die steilen Felswände drücken, durch halboffene Tunnel und über schmale Brücken in Richtung Höllentalangerhütte, die nach zweieinhalb Stunden erreicht ist und mit bayerischen Schmankerln zur Einkehr lockt.

Ein paar Kilometer weiter zieht die Partnachklamm bei Garmisch-Partenkirchen das ganze Jahr über kleine und große Urlauber im Zugspitzland in ihren Bann. Während Schwindelfreie den Weg über die 68 Meter hohe eiserne Brücke wählen, wandern Genießer auf der leichteren Route direkt an der eisblauen Partnach entlang und kommen dabei Stromschnellen, tropfenden Felswänden und Wasserfällen besonders nah.  

Von Geistern und Wetzsteinen

Ganz genau hingucken sollten Kids, die mit ihren Eltern die Leutascher Geisterklamm bei Mittenwald besuchen, denn hier in der Alpenwelt Karwendel treiben Geister und Kobolde ihr Unwesen. Drei Erlebniswege führen durch das Reich der sagenumwobenen Gestalten, die Besuchern auf Schildern am Wegesrand mehr über Mythen, Geologie, Flora und Fauna des beliebten Naturschauspiels erzählen. Highlights sind die 40 Meter hohe Panoramabrücke und der Wasserfall, der sich 22 Meter tief herunter stürzt.

Geisterklamm Mittenwald

Während die Schluchten heute für Urlauber Spiel, Spaß und Abenteuer bedeuten, entdeckten findige Unterammergauer einst die Kraft des Wassers als sprudelnde Einnahmequelle. In der Schleifmühlklamm in den Ammergauer Alpen entstanden in der Blütezeit vor über 100 Jahren 250.000 Wetzsteine pro Jahr und machten ihre Schöpfer steinreich.

Die „Wetzsteinkalke“ wurden in mehreren Steinbrüchen abgebaut. Heute gehört die Klamm eben wegen der Besonderheiten der Steinbrüche zu den „100 schönsten Geotopen Bayerns“. Der Wanderweg entlang der romantischen Schleifmühlenlaine führt an Gumpen und Wasserfällen vorbei ebenso wie zu einer restaurierten Schau-Schleifmühle, in der jeden zweiten Samstag im Monat von Mai bis September die Wetzsteinherstellung gezeigt wird.
 
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